Rundreisen/Bausteine

Rundreisen

Preise: Die Preise unserer Touren sind von der Wahl der Verkehrsmittel und Hotels abhängig. Daher sind die nachfolgenden Preis auch nur Beispiele. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

Verpflegung: Unsere Touren werden grundsätzlich mit Frühstück angeboten. Auf Wunsch machen wir Ihnen natürlich gerne ein Angebot mit Vollpension oder Halbpension.

Hotels: Sie haben die Wahl zwischen Hotels der Luxusklasse (soweit vorhanden) und solchen der Mittelklasse, die preislich erheblich differieren. Alle von uns angebotenen Hotels, d. h. auch die der Mittelklasse, erfüllen stets Mindeststandards bezüglich Sauberkeit und Komfort (in der Regel Zimmer mit Klimaanlage und Bad).

Reiseleitung: Wir bieten zwei Arten von Reiseleitung an: Mit “throughout guide” oder mit “station guide”. Ein “throughout guide” holt Sie am Airport in Yangon ab, begleitet Sie während der gesamten Rundreise und setzt Sie nach Ende der Reise auch wieder in Yangon auf den Flieger, der Sie zurück in Ihre Heimat bringt.
Ein “station guide” dagegen erwartet Sie an den einzelnen Reisestationen im Lande, führt Sie dort herum und setzt Sie wieder in den Flieger/anderes Transportmittel zu Ihrer nächsten Destination.
Deutschsprachige Reiseleiter arbeiten in der Regel nur als “throughout guides”; wenn Sie einen “station guide” wählen, wird er/sie englischsprachig sein.

Unsere Preise verstehen sich für Begleitung durch “station guides”; falls Sie Begleitung durch einen “throughout guide wünschen, erhöhen sich z. B. die Kosten bei unserem Standardprogramm (10 Tage/9 Nächte) um ca. US$ 180,- insgesamt.

Es sei nur am Rande erwähnt, daß Sie natürlich auch ohne Reiseleiter/-in reisen können. 

Transporte: Die Mieten für PKWs und Kleinbusse liegen in Myanmar sehr hoch. Die Gründe hierfür sind vielfältig!

Standardprogramm
10 Tage Rundreise

Ankunft in Yangon. Am Flughafen werden Sie von Ihrem Reiseleiter erwartet, der Sie direkt zu Ihrem Hotel bringt, das am Nordufer des Royal Lake gelegene Rose Garden Hotel. Von hier bietet sich ein grandioser Blick über den See bis hin zur Shwedagon-Pagode. Bis zur Downtown Yangons sind es mit dem Auto fünf bis zehn Minuten. Falls Sie am Vormittag ankommen, können Sie bereits am Nachmittag mit Erkundungen auf eigene Faust beginnen. Übernachtung: Rose Garden.

Heute beginnt Ihr Abenteuer in Yangon! Ihr Reiseleiter holt Sie nach dem Frühstück ab und dann geht es in die Downtown – dort, wo alles begann. Die heutige Millionenmetropole war vor nicht einmal 200 Jahren nicht viel mehr als ein kleiner Hafenort am Yangon River, der seinen Ruhm vor allem der Shwedagon-Pagode verdankte. Die Briten annektieren 1852 den Süden Myanmars und legten den Grundstein für die moderne Stadt, die im Schachbrettmuster geplant wurde. Da das Land ab 1962 fast fünfzig Jahre im Dornröschenschlaf lag, blieb die Altstadt zum größten Teil erhalten, wenn auch mancherorts schon erheblich Lücken im Altbaubestand klaffen, die durch moderne Zweckbauten ersetzt wurden. Aber noch steht das prächtige Secretariat Building und die imponierenden Bauten an der Strand Rd., ebenso das Rathaus und der High Court im Zentrum der Altstadt. Auch sonst noch viel koloniale Atmosphäre. Bummeln Sie durch die Gassen und lassen Sie das geschäftige Leben an sich vorbeiziehen, genießen Sie die Atmosphäre in einem Tea Shop. Lassen Sie sich ruhig treiben: Yangon hat so viel zu bieten! Schauen Sie am lebhaften Hafen der Stadt vorbei, wo die Schiffe aus dem Delta anlegen oder schlendern Sie über die faszinierenden Märkte der Stadt. Oder darf es eine Fahrt mit der Fähre über den Fluss hinüber ins dörfliche Dalla sein? Ihr Bummel endet am Bogyoke Markt, dem größten der Stadt, wo Sie eine reiche Auswahl landestypischer Artikel finden: Marionetten, Lackwaren, Textilien – Sie brauchen nur zuzugreifen! Anschließend Mittagspause über den Dächern der Stadt im 20. Stock des Sakura Towers. Wenn Sie mögen, können Sie sich anschließend ein wenig im Hotel ausruhen! Oder weiter die faszinierende Stadt Yangon erkunden. Nachmittags dann der Höhepunkt des Tages: die Shwedagon-Pagode! Was soll man über den fast einhundert Meter hohen goldenen Dom sagen? Die Besuch auf der Plattform der Shwedagon haut den Besucher einfach um! Anschließend Rückfahrt zum Hotel, Ü dto

Morgens geht es mit dem Flieger nach Heho, ins Gebirge des Südlichen Shanstaats. Ihr Reiseleiter wartet schon auf Sie und von dort sind es mit dem Auto ca. zweieinhalb Stunden bis nach Pindaya. Kurz hinter dem Ort Aungban beginnt die sog. ‚Burmesische Schweiz‘, die jedoch tatsächlich eher an die Toskana erinnert. Zwischen von Pagoden gekrönten Hügeln liegen Felder, auf denen Bauern wie bei uns vor hundert Jahren das Getreide ernten und dreschen, Ochsenkarren zuckeln die Straße hinunter – man fühlt sich wie im Märchenbuch. Schließlich erreicht das Auto Pindaya, wo sie im ‚Green Tea Restaurant‘ direkt am See ihr Mittagessen einnehmen können. Nicht weit davon wartet die berühmte Shwe-Umin-Höhle auf Besucher. Hier haben fromme Gläubige seit Jahrhunderten Heilung von allerlei Gebresten gesucht – und hoffentlich auch gefunden – und zum Dank für die Heilung eine Buddhastatue gestiftet. An die zehntausend sind es, die im Halbdunkel der Höhle auf den Besucher hinabschauen. Hören Sie die Geschichte vom Prinzen und der Riesenspinne, genießen Sie die wunderschöne Landschaft um den Phone-Taloke-See, wandeln sie unter riesigen Banyanbäumen oder statten Sie den Papierherstellern einen Besuch ab, die hier aus der Rinde des Maulbeerbaumes Papier herstellen, das sie zu lauter kleinen Kunstwerken verarbeiten. Übernachtung im stilvollen Pindaya Inle-Inn, wo Sie in komfortablen Bambushütten übernachten. Abends können Sie dort Fusion Food probieren, eine interessanten Mischung aus lokaler und westlicher Küche. Nachts kann es dort erstaunlich kalt werden (1.300 m über NN), aber keine Sorge: für empfindliche Seelen gibt es sogar Heizdecken…

Heute geht es zum faszinierenden Inle-See, der sich durch landschaftliche Schönheit und ein angenehmes Klima (800 m über NN) auszeichnet. Die Autofahrt dorthin dauert ca. drei Stunden. Ihr Hotel liegt in der kleinen Stadt Nyaungshwe, ca. 3 Meilen vom See entfernt, die einst die Hauptstadt eines Shan-Fürstentums war. Der Fürst von Nyaungshwe war der erste Präsident des unabhängigen Myanmar. Hier treffen sich Reisende aus aller Welt und daher ist es nicht verwunderlich, dass dort eine Infrastruktur entstanden ist, die sich auf deren Bedürfnisse spezialisiert hat: Pizza, Pancakes, Milk Shakes – hier gibt es alles, was das Backpackerherz begehrt. Aber natürlich auch die gute einheimische Küche, sei es nun Burmesisch, Shan oder die der Intha, der Bewohner des Sees. Nach dem Check-in machen Sie eine Erkundungstour über den See: durch die berühmten Schwimmenden Gärten geht es zum Kloster Phaung Daw Oo, in dem fünf heilige Buddhastatuen seit Jahrhunderten durch das Aufkleben von Blattgold verehrt werden. Das hat dazu geführt, dass sie heute kaum noch als Buddhastatuen zu erkennen sind. Gegen Abend Rückkehr in Ihr Hotel, das nahe dem Markt gelegene Amazing Nyaungshwe.

‚Heut’ fahr‘n wir über’n See‘ lautet das Motto dieses Tages. Am Morgen geht es mit dem Boot zu einem der Märkte am Seeufer, die in fünftägigem Turnus stattfinden. Die Angehörigen der Bergstämme aus der Umgebung (Pa-O, Taungthu, Danu u.v.a.m.) kommen zu diesem Anlass aus ihren Dörfern herabgewandert und verkaufen ihre Erzeugnisse (meist Gemüse u. ä.) auf dem Markt. Anschließend decken sie sich mit den Dingen ein, die in ihrem Dorf nicht erhältlich sind, und machen sich auf den (zum Teil sehr langen) Heimweg. Vor allem die weiblichen Stammesmitglieder tragen oft noch ihre Tracht und sind eine wahre Augenweide für Fotografen… Ihr Reiseleiter übersetzt gern Ihre Fragen an die Leute, so dass Sie mehr über deren Leben erfahren.

Anschließend geht es den Bilu-Fluss hinauf nach Indein, wo sich nicht weniger als eintausend Tempel und Stupas um ein altes Kloster scharen. Viele Anlagen sind zerfallen, was ihnen einen eigenartigen Reiz verleiht. Andere sind bereits renoviert und man weiß nicht, ob das wirklich eine gute Idee war… Wandern Sie durch das Pagodenfeld und schauen Sie sich das Leben in dem beschaulichen Ort an. Danach Gelegenheit, das Mittagessen einzunehmen. Am Nachmittag überzeugen Sie sich vom handwerklichen Geschick der Intha, die den See seit Jahrhunderten zu ihrer Heimat gemacht haben und dort als geschickte Landwirte, Fischer und Handwerker zu Wohlstand gelangt sind. Ob Webereien, Schmiede oder Bootswerften – alles zeugt vom Fleiß der Intha, der Söhne des Sees. Eine Besonderheit ist das ‚Cat House‘, in dem ein reicher Mann die in ihrer Heimat ausgestorbenen Burma-Katzen wieder heimisch gemacht hat. Auch die Lotusweber sind einen Besuch wert: aus den Stängeln der Lotosblume wird eine Faser gewonnen, die zu Kleidung und anderen Textilien verarbeitet wird. Anschließend Rückfahrt ins Hotel!


Abschied vom Inle-See! Bevor es nach Heho geht, wo der Flieger nach Mandalay auf Sie wartet, besuchen Sie noch das pittoreske Teakholz-Kloster Shwe Yan Byae mit seinen ovalen Fenstern. Schauen Sie die jungen Novizen beim Lernen der alten Texte zu! Direkt neben dem Kloster liegt der gleichnamige Tempel aus dem Jahre 1888, ein schönes Beispiel für die im 19. Jahrhundert in Myanmar sehr beliebte Glasmosaik-Technik. Danach wartet eine Überraschung auf Sie: das Ayetharyar-Weingut! Wein in Myanmar? Ja, den gibt es, seit die beiden Deutschen Bert und Hans dort in den 90er Jahren einen Weinberg anlegten. Ihr ‚Ayetharyar-Wein‘ hat heute im ganzen Lande einen guten Ruf und bei einer Weinprobe erzählen Ihnen die Winzer über die Herausforderungen, die der Weinbau hier an die Beteiligten stellt. Anschließend Fahrt zum Flughafen Heho und halbstündiger Flug nach Mandalay. Je nach Flugzeit kurze Stadtbesichtigung nach Ankunft. Übernachtung im Hotel Marvel im Herzen der Stadt.

Am Morgen besuchen Sie die Zeugen der großen Zeit Mandalays, das nur 28 Jahre die Hauptstadt des burmesischen Reiches war. In der Kuthodaw-Pagode wartet das ‚größte Buch der Welt‘ auf Sie: hier ist der gesamte Tipitaka-Kanon, die heiligen Schriften des Buddhismus, in 729 Marmorplatten eingraviert, die jeweils in einem separaten Tempelchen stehen – daher der Name… Nicht weit davon liegt das Goldene Kloster, der einzige Bau aus dem im Zweiten Weltkrieg zerstörten königlichen Palast, der den Krieg überdauerte. Weitere Besichtigungspunkte sind der Mahamuni-Buddha, die am meisten verehrte Buddhastatue des Landes und die Werkstätten der zahlreichen Handwerker und Künstler, die Mandalay zur kulturellen Hauptstadt des Landes machen: Goldschläger, Marmorbildhauer, Bronzegießer, Holzschnitzer und Webereien – alle erschaffen kleine Meisterwerke. Der Sonnenuntergang an der berühmten U-Bein-Brücke in Amarapura beschließt den Tag. Rückfahrt ins Hotel und Abendessen. Oder möchten Sie vielleicht noch eine Vorstellung im berühmten ‚Mandalay Marionettes Theatre‘ anschauen? Eine sehr lohnende Erfahrung!

Heute fahren Sie ganz gemütlich den Ayeyarwady-Fluss hinunter nach Bagan. Ein Tag der Entspannung und der Impressionen! Der riesige Fluss fließt träge durch die Ebene, am Ufer sehen Sie Frauen ihre Wäsche waschen, während deren Kinder im Wasser planschen. Nicht weit davon entfernt tränken Bauern ihr Vieh im Fluss oder ein Fischer geht geruhsam seinem Tagwerk nach. Und von überall grüßen Pagoden den Besucher. Ankunft in Bagan am Abend, wo Ihr Reiseleiter auf Sie wartet und zum Umbra Hotel bringt, das mitten in der Archäologischen Zone von Bagan liegt.


Bagan! Wer zählt die Stupas und Tempel und wer die Klöster, die aus der Blütezeit der Stadt zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert A.D. geblieben sind. Mehr als 2.500 sollen es sein, die hier in der Biegung des großen Ayeyarwady-Flusses von der Geschichte des großen Bagan-Reiches Zeugnis ablegen. Ein geheimnisvoller und zugleich heiterer Ort mit freundlichen Menschen, die dort ihrem Tagwerk nachgehen. Die Lackwerkstätten in den zahlreichen Dörfern, die heute auf dem Gebiet der einstigen Metropole stehen, haben es zu landesweiter Berühmtheit gebracht. Lackgefäße aus Bagan gelten zu Recht als die besten ihrer Art. Zwischen den Tempeln grasen Ziegenherden, die von jungen Hirten gehütet werden, die ihrem Beruf mit einer für die Burmesen typischen Nonchalance nachgehen. Besuchen Sie den großartigen Shwezigon-Stupa aus dem späten 11. Jahrhundert, der vom Begründer des Bagan-Reiches erbaut wurde und in dem die Geister einen eigenen Schrein haben. Nicht weit davon entfernt ist der hundert Jahre ‚jüngere‘ Gubyaukgyi-Tempel, berühmt durch seine Fresken und die Räuberpistole eines selbsternannten Archäologen, des Herrn Thomann aus Deutschland, der dort etliche Fresken stahl und an das Hamburger Museum verkaufte. Der Sulamani-Tempel aus dem späten 12. Jahrhundert wurde zum Vorbild für alle nachfolgenden Tempelbauten – und das nicht nur in der Baganzeit, sondern noch Jahrhunderte später. Bagan zählt zu den heißesten Plätzen in Myanmar: da kommt so manchem Besucher der große Swimmingpool des Hotels in der Mittagszeit sehr gelegen. Am Nachmittag dann der Höhepunkt Ihrer Besichtigungen in Bagan: der riesige Ananda-Tempel! Dieses Meisterwerk des Königs Kyanzittha wurde Ende des 11. Jahrhundert fertig gestellt und beeindruckt durch seine neun Meter hohen Buddhafiguren, die in die vier Himmelsrichtungen schauen. Im Korridor kann der Besucher die Lebensgeschichte des Erleuchteten anhand von Hochreliefs aus dem 11. Jahrhundert nachverfolgen. Doch damit nicht genug: direkt neben dem Tempel liegt das Ananda-Kloster mit bezaubernden Wandmalereien, die anhand von Jataka-Geburtsgeschichten des Erleuchteten einen Einblick in das burmesische Leben vor 250 Jahren gestatten. Der Sonnenuntergang in Bagan ist zu Recht weltberühmt: wer je die Sonne hinter der Tempelkulisse untergehen sah, vergisst den Eindruck sein Lebtag nicht mehr… Übernachtung dto.

Wenn Sie Lust – und das nötige Kleingeld – haben, empfehlen wir Ihnen eine Ballonfahrt über Bagan. In der Morgendämmerung geht es zum Startplatz der Ballone am Fluss und dann gleiten die majestätischen Luftfahrzeuge über die Ebene von Bagan – ein unvergesslicher Anblick! Nach der Landung gibt es ein Champagnerfrühstück und dann geht es zurück ins Hotel. Anschließend setzen Sie die Besichtigungen in Bagan bis zum Abflug Ihres Fliegers fort – an Pagoden wird es mit Sicherheit nicht mangeln. In Yangon haben Sie Anschluss an Ihren Flieger nach Bangkok oder wohin auch immer.

14 Tage Rundreise
(Tage 1 bis 9 wie Standardprogramm)

Besichtigungen in Bagan und Abendflug nach Yangon (s. o.), Übernachtung Esperado Premium.

Morgens geht es mit dem Auto in östlicher Richtung. Nach ca. vier Stunden Fahrt erreichen Sie das sog. ‚Basecamp‘ Kinbun Sakhan, wo Sie in einen LKW umsteigen, der Sie über die an Serpentinen reiche Strecke hinauf zum Parkplatz nahe dem Mountain Top Resort bringt.
Neuerdings kann man sogar mit einer Seilbahn vom alten Parkplatz (Yathe Taung) zum Heiligtum hinauf fahren – Pilgerfahrt light! Jedoch Abzug vom Karma-Verdienst-Konto!
Vom Parkplatz zum Heiligtum, dem goldüberkrusteten Goldenen Felsen, sind es ca. 10 Minuten Fußweg (Schuhe aus!). Lassen Sie sich von der Atmosphäre dieser bedeutenden Pilgerstätte verzaubern!
Wer mag, kann nachmittags in der wunderschönen Umgebung des Goldenen Felsen Wanderungen unternehmen und sich dann am Abend der Atmosphäre hingeben.

Am Morgen geht es wieder hinunter zum Basecamp. Wer gut zu Fuß ist (und gern früh aufsteht!), kann den Pilgerpfad hinunter zum Basecamp laufen: 12 km durch wunderschönen Bergdschungel! Die meiste Zeit werden Sie den Pfad für sich allein haben, denn die einheimischen Pilger ziehen ‚Pilgerfahrten‘ mit dem LKW vor! Am liebsten direkt zum Heiligtum!
Unten angekommen wartet schon der Bus auf Sie, der Sie zu Ihrem nächsten Ziel bringt: Hpa An, Hauptstadt des an Thailand grenzenden Karen-Staats.
Unterwegs besichtigen Sie die Überbleibsel der alten Mon-Metropole Thaton, deren Bewohner im 11. Jahrhundert von König Anawrahta nach Bagan verschleppt wurden. Heute ist Thaton nur noch ein verschlafenes Städtchen mit einer entspannten Atmosphäre.
Von dort geht es weiter Richtung Norden nach Hpa-An. Unterwegs besichtigen Sie die erste von etlichen Höhlen, die diese Gegend prägen. Die Bayinni-Höhle liegt an einem kleinen See und man kann recht weit in das Labyrinth der Tropfstein-Höhle hinein laufen und die dort in großer Zahl aufgestellten Buddha-Statuen verehren. Da es sich um ein Heiligtum handelt, sind die Schuhe am Eingang auszuziehen. Daher empfehlen wir Ihnen, auf den gefliesten Pfaden zu bleiben, die täglich vom Fledermauskot gereinigt werden.
Anschließend besteht die Möglichkeit, sich an den heißen Quellen nahe der Höhle zu entspannen. Am Nachmittag erreichen Sie Hpa-An, die beschauliche Hauptstadt des Karen-States, die am mächtigen Salween-River liegt, der den Ayeyarwady an Länge noch übertrifft.
Im Gegensatz zum Ayeyarwady hat der reißende Gebirgsfluss Salween kaum eine Bedeutung für die Schifffahrt, da er nur bis zum 200 km von der Mündung aufwärts schiffbar ist (Ayeyarwady: 1.500 km!). Außerdem verläuft er überwiegend durch dünn besiedeltes Gebiet. Übernachtung im Zwe Kapin Hotel nahe der Stadt.

Heute lernen Sie die landschaftlich sehr reizvolle Umgebung Hpa-Ans kennen. Sie wird beherrscht durch den tropischen Kegelkarst mit seinem typischen Felsnadeln und den Höhlen.
Unter den vielen Höhlen stechen einige hervor: an der Kaw-Ka-Thaung-Höhle begrüßt eine bunte Prozession aus Buddhastatuen den Besucher und auch in der Höhle selbst besteht kein Mangel daran… Das nächste Ziel ist die Saddan-Höhle, die nicht weniger als achthundert Meter in den Felsen hinein führt. Auch hier kein Mangel an Buddhastatuen.
Am Ausgang kann man ein Fischerboot mieten und zu einer weiteren Höhle fahren. Von dort aus lässt sich eine imposante Schlucht erkunden. Wer mag, kann sich nach kurzer Fahrt an der Ye-Dagon-Pagode erfrischen.
Nächstes Ziel ist die Kyauk-Ka-Lat-Pagode, die inmitten einer bezaubernden Seenlandschaft liegt. Wer den James-Bond-Film ‚Der Mann mit dem Goldenen Colt‘ gesehen hat, wird sich die Augen reiben angesichts der Ähnlichkeit. Doch dies ist Myanmar und als gute Buddhisten setzen die Karen natürlich noch einen drauf: auf der Spitze der Felsnadel thront eine Pagode – was auch sonst?
Vorbei an Bäumchen, die sich verzweifelt an den Felsen klammern, kann man das Heiligtum erreichen.
Noch immer nicht genug? Wie wäre es mit einem Besuch des 800 Meter Zwekapin-Berges? Zwar dauert der Aufstieg drei Stunden, vorbei an Klöstern und begleitet von neugierigen Affen – aber der Blick von dort ist atemberaubend! Anschließend Rückfahrt ins Hotel.

Ihr letzter Tag in Myanmar ist angebrochen, sie verlassen Hpa-An und fahren Richtung Westen zurück nach Yangon.
Auf dem Weg besuchen Sie die alte Mon-Metropole Bago, die etwa 80 km von der größten Stadt des Landes entfernt liegt. Sie wurde im 10. Jahrhdt. A.D. begründet und war fast 800 Jahre die wichtigste Stadt des Mon-Reiches.
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie von den Burmesen erobert und zerstört, und es dauerte fast einhundert Jahre, bis sich die Stadt davon erholte.
Von ihrer großen Zeit zeugen der riesige Stupa Shwemawdaw (höher als der Shwedagon in Yangon, wenn er es auch nicht an Pracht mit ihm aufnehmen kann) und diverse Stupas. Aus jener Zeit stammt auch der fast 60 Meter lange Liegende Buddha Shwethalyaung, der vor kurzem einen Gefährten erhalten hat, der ihn um glatte 30 Meter übertrifft: den nahe gelegenen Mya Thar Lyaung.
Erfreulicherweise ist er noch nicht überdacht, so dass den Fotografen das störende Dach erspart bleibt.
Interessant ist auch ein Besuch des Hügels Hinthagone, der ‘Keimzelle’ der Stadt: hier sollen sich die zwei legendären Hintha-Vögel niedergelassen haben. Mit etwas Glück können Sie dort Zeuge eines Geistertanzes (nat pwe) werden.
Das prächtige Min Kyaunt Kloster verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Buddhas aus Myanmar und seinen Nachbarländern. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, auf dem Weg nach Yangon die Kyaikpun-Buddhas zu besichtigen, die ebenfalls aus Bagos großer Zeit stammen.
Sie erreichen Yangon pünktlich zum Abflug ihrer Maschine.

18 Tage Rundreise
(Tage 1 bis 13 wie 14 Tage Rundreise)

Sie verlassen Hpa-An und fahren Richtung Westen zurück nach Yangon.
Auf dem Weg besuchen Sie die alte Mon-Metropole Bago, die etwa 80 km von der größten Stadt des Landes entfernt liegt. Sie wurde im 10. Jahrhdt. A.D. begründet und war fast 800 Jahre die wichtigste Stadt des Mon-Reiches.
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie von den Burmesen erobert und zerstört, und es dauerte fast einhundert Jahre, bis sich die Stadt davon erholte.
Von ihrer großen Zeit zeugen der riesige Stupa Shwemawdaw (höher als der Shwedagon in Yangon, wenn er es auch nicht an Pracht mit ihm aufnehmen kann) und diverse Stupas. Aus jener Zeit stammt auch der fast 60 Meter lange Liegende Buddha Shwethalyaung, der vor kurzem einen Gefährten erhalten hat, der ihn um glatte 30 Meter übertrifft: den nahe gelegenen Mya Thar Lyaung.
Erfreulicherweise ist er noch nicht überdacht, so dass den Fotografen das störende Dach erspart bleibt.
Interessant ist auch ein Besuch des Hügels Hinthagone, der ‘Keimzelle’ der Stadt: hier sollen sich die zwei legendären Hintha-Vögel niedergelassen haben. Mit etwas Glück können Sie dort Zeuge eines Geistertanzes (nat pwe) werden.
Das prächtige Min Kyaunt Kloster verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Buddhas aus Myanmar und seinen Nachbarländern. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, auf dem Weg nach Yangon die Kyaikpun-Buddhas zu besichtigen, die ebenfalls aus Bagos großer Zeit stammen.
Sie übernachten im Rose Garden.

Unser Besuch in Arakan führt uns zuerst mit dem Flugzeug nach Sittwe, der Hauptstadt Arakans.
Vom Flughafen geht es direkt zum Hafen der Stadt, wo bereits Ihr Charter-Boot auf Sie wartet. Den majestätischen Kaladan-Fluss hinauf fahren Sie Richtung Norden. Dieses Gebiet wurde erst unlängst für den Tourismus geöffnet und war für lange Zeit sicher einer der abgelegensten Plätze in ganz Asien.
Wir sehen Szenen wie aus dem Bilderbuch: Fischer in kleinen Booten, Herden von Wasserbüffeln, Schwärme von Reihern und zahllosen anderen Vögeln.
Nachdem wir eine Weile gefahren sind, wird es langsam dunkel und die Sonne geht wie ein Feuerball hinter dem Gebirge unter – ein unvergesslicher Anblick! Unter einem beeindruckenden Sternenhimmel – hier gibt es keine Lichtquellen an Land, abgesehen von ein paar Petroleumlampen und Kerzen – tuckern wir gemütlich nach Mrauk U, das am Abend erreicht wird.
Unser einfaches aber für dortige Verhältnisse sehr komfortables Shwe Thazin Resort (24 Stunden Aircon und Bad mit Warmwasser!) liegt mitten im Tempelareal der alten Hauptstadt.

Heute besichtigen Sie Mrauk U, das mehr als vierhundert Jahre lang die Haupstadt des unabhängigen Königreiches Arakanwar. In seiner Blütezeit war es ein mächtiges Reich, das Leute aus aller Welt anzog: Portugiesen und Araber waren ebenso anzutreffen wie Japaner – die Leibgarde des Königs bestand aus Samurai! 
Den Reichtum des Landes investierten die Herrscher in prächtige Tempelbauten. Herausragend unter ihnen sicher der Shitthaung-Tempel, der ‚Tempel der achtzigtausend Buddhas‘. So viele Statuen des Erleuchteten sollen sich hier befinden. Ich habe sie nie gezählt aber es sind sicher sehr, sehr viele. 
Gleich am Eingang des Tempels steht die berühmte Vesali-Stele.Auf ihr ist die Geschichte des Landes anhand einer Liste seiner Könige (aus der Sonnen- und der Mond-Dynastie) abzulesen, die im Jahre 638 B.C. beginnt und 597 A.D. endet – eine mehr als 1.200-jährige Geschichte, obwohl natürlich bei diesen Angaben vieles mit Vorsicht zu genießen ist: so haben z. B. die ersten sieben Könige verdächtigerweise jeweils 120 Jahre lang regiert… 
Aber wie auch immer, Arakan blickt in der Tat auf eine sehr lange Geschichte zurück. Die tibeto-burmanischen Einwanderer im späten 1. Jahrtausend A.D. haben sich stets in der Tradition der alten Könige gesehen. Daher ließen sie die auch Anandacandra-Stele genannte Geschichtschronik von der alten Hauptstadt Vesali in ihren Haupttempel im nahen Mrauk U bringen. Der Shittaung-Tempel ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und unterscheidet sich deutlich von den Tempeln im Kernland. Ein System von Korridoren umgibt das zentrale Heiligtum. 
Der erste Korridor zeigt die in Sandstein gemeißelten 547 Existenzen des Bodhisatta und Szenen aus dem höfischen Leben: an einer Ecke präsentiert sich gar der Erbauer in deifizierter Form! 
Der zweite Korridor und der innerste Korridor enthalten Buddhastatuen. 
Dieses System von Korridoren diente mit großer Wahrscheinlichkeit der Novizenweihe. Es birgt ein Mysterium, über das viele Spekulationen angestellt worden sind: während die Umwandlung des Sanktums in den beiden äußeren Korridoren in der üblichen Weise (d. h. im Uhrzeigersinne) vor sich geht, ändert sich im letzten Korridor die Richtung. 
Möglicherweise haben hier tantrische Einflüsse aus dem nahen Bengalen eine Rolle gespielt. Dasselbe gilt für viele Buddhastatuen: der Buddha im Königsornat hat wohl ebenfalls von Arakan aus seinen Weg nach Burma gefunden: der bekannteste unter ihnen ist der goldene Mahamuni in Mandalay, den die Burmesen im 18. Jhdt. aus dem nahen Dhanyawadi entführt haben.  
Ein weiteres Mysterium der Tempel von Mrauk U ist ihr festungsähnlicher Charakter. Vor allem der dem Shitthaung benachbarte Dukkanthein-Tempel erweckt beim Betrachter leicht die Illusion, dass er auch Verteidigungszwecken gedient hat, wofür es jedoch keinerlei Hinweise gibt. Im Gegensatz zu den Tempeln von Bagan sind die von Mrauk U aus Sandstein gebaut; auch die Skulpturen sind aus diesem Material, das in der Gegend in großen Mengen zur Verfügung steht. 
Es gibt Hunderte von Tempeln und Stupas in Mrauk U. Etliche von ihnen wurden im 2. Weltkrieg durch Kampfhandlungen beschädigt (Arakan war Frontgebiet), inzwischen hat man sie jedoch weitgehend wieder aufgebaut. 
Bemerkenswert ist auch der Kothaung-Tempel (Tempel der 90.000 Buddhas), der vom Sohn des Erbauers des Shitthaung errichtet wurde. Offenbar waren die Fundamente dieses Tempels nicht stabil, so dass viele der Korridore verschüttet wurden. 
Inzwischen ist auch dieser Tempel weitgehend renoviert worden, so dass sich der Besucher in den Korridoren bewegen kann. Besonders bezaubernd in Mrauk U ist das ländliche Ambiente: kleine Ansiedlungen, Bohnenfelder und Flaschenkürbis-Plantagen liegen mitten zwischen den Tempeln. So mag Bagan vor 50 Jahren ausgesehen haben… 
Und die ansonsten allgegenwärtigen Souvenirverkäufer trifft man hier auch nicht! Hoffentlich bleibt das noch lange so! 
Die Stadt Mrauk U selbst liegt in einem hügeligen Gebiet und die Erbauer der Stadt haben sich dies zunutze gemacht, indem sie die Hügel im Stadtgebiet weitgehend eingeebnet haben, die äußeren jedoch zu Verteidigungszwecken nutzten. Der Verkehr innerhalb der Stadt erfolgte weitgehend über Kanäle, der Einfluss von Ebbe und Flut reicht bis hierher. Mehrere große Stauseen dienten der Wasserversorgung aber auch zu Verteidigungszwecken: im Notfall öffneten die Verteidiger der Stadt die Dämme und fluteten die Stadt. 
Als sie 1784 – vermutlich durch Verrat – an die Burmesen fiel, konnte auch dieses Verteidigungssystem ihren Fall nicht mehr abwenden. Die Stadt wurde zerstört und die Reste des einst prächtigen Königspalastes in ihrem Zentrum dem Erdboden gleichgemacht. Das kleine Museum auf dem Palastgelände lässt nur einen schwachen Abglanz der Pracht erahnen, die vom spanischen Pater Sebastian Manrique beschrieben wurde. 
Heute ist von der ganzen Pracht nur noch eine kleine, wenig reinliche Stadt mit sehr freundlichen Bewohnern geblieben, die die seltenen Fremden hier herzlich begrüßen. 
Am Abend wartet noch ein besonderes Erlebnis auf uns: von einem der Hügel im Stadtgebiet sehen wir die Sonne hinter den mit riesigen Buddhastatuen gekrönten Hügeln untergehen – ein unvergesslicher Anblick. Und wir machen Bekanntschaft mit der feurigen arakanesischen Küche – der Einfluss Indiens ist hier nicht zu verkennen…

Heute führt Sie ein Ausflug in das nahe gelegene Vesali,das vom 6. bis 8. Jhdt. A.D. die Hauptstadt von Arakan war. Nur wenig ist von der alten Pracht erhalten geblieben: eine große Sandsteinstatue des Buddha (angeblich aus dem 4. Jhdt. A.D.) und ein paar Fundamente. In einem offenen Pavillon kann der Besucher ein paar Fundstücke in Augenschein nehmen, die deutlich machen, dass zu jener Zeit der Hinduismus dort dominierte. 
Bei einem Bummel durch das Dorf lernen wir das arakanesische Landleben kennen: die Menschen hier sind freundlich und sicher nicht reich, aber man sieht kein Elend. 
Nach einigen Kilometern erreichen wir Dhanyavati, eine andere alte Hauptstadt. Hier stand 
der berühmte Mahamuni-Buddha, auch als Arakan-Buddha bekannt, bis ihn die siegreichen Burmesen 1784 nach Amarapura entführten, wo er die am meisten verehrte Buddhastatue des ganzen Landes wurde. 
Nicht weit davon entfernt liegt am Kaladan River der Selagiri-Hügel. Hier soll der Erleuchtete vor ca. 2.500 Jahren mit seinen Mönchen residiert haben, als er dem König von Dhanyavati einen Besuch abstattete. Der Herrscher war so beeindruckt von Gautama Buddhas Predigt, dass er ihn bat, sein Abbild in Bronze gießen zu dürfen. Kein geringerer als der Götterkönig Thagyarmin schuf es in einer Nacht und der Buddha selbst hauchte der Statue Leben ein! Daher die große Verehrung!
Anschließend Rückkehr nach Mrauk U, wo Sie das Bandoola-Kloster mit seinem kuriosen Klostermuseum besuchen. Die Tradition gebietet es, dass keinem Gläubigen der Erwerb von Verdienst verwehrt werden darf. Starb nicht der Buddha selbst an einem verdorbenen Fleischgericht, dass er nicht zurückweisen wollte, um dem Schmied Cunda sein Verdienst zu nehmen? Und genau so hält man es mit – in unseren Augen – albernen Spenden wie Kinderspielzeug, Tinnef und Kitsch jeder Art. Alles wird angenommen und in Schaukästen ausgestellt. 
Der Weg hinauf zum Kloster ist mit laienhaften Zeichnungen geschmückt, die offenbar aus Kinderhand stammen.
Anschließend laufen Sie – von neugierigen Kindern begleitet, die sich über Bonbons sehr freuen – durch eines der kleinen Dörfer, die heute an der Stelle der alten Metropole stehen – sic transit gloria mundi! 
Ihr nächstes Ziel ist der Stausee, der die Trinkwasserversorgung der Stadt garantiert und dessen Ufer im Verteidigungsfall durchstochen werden konnte, damit die Invasoren wie die Ratten ertränkt wurden. 
Klappte leider 1784 nicht wie geplant, sodass die Stadt an die Burmesen fiel. 
Zum Abschluss geht es hinauf zum Golden Mound, von wo aus Sie den Sonnenuntergang über Mrauk U genießen.

Morgens geht es mit dem Schiff nach Sittwe, das wir am späten Vormittag erreichen. Verglichen mit Mrauk U ist Sittwe eine junge Stadt:. Erst die Engländer machten es im 19. Jhdt. zur Hauptstadt ihrer burmesischen Besitzungen.
Bevor wir uns am frühen Nachmittag wieder auf den Flieger nach Yangon (oder nach Ngapali!) setzen, besichtigen wir noch den quirligen Markt der Stadt (vor allem der Fischmarkt ist sehr interessant) und schauen uns die kolonialzeitliche Stadt an, die noch weitgehend so aussieht wie damals, als die Engländer sie für immer verließen. Ins Auge fällt der hohe Anteil der Inder bzw. Bengalen: Sittwe ist die wohl indischste Stadt Myanmars!
Sie erreichen Yangon am nachmittag und haben Anschluss an die Abendmaschinen nach Bangkok usw. Falls Sie von Mandalay zurückfliegen, müssen Sie eine weitere Nacht in Yangon einplanen.

HINWEIS: Natürlich sind Sie nicht gezwungen, genau die hier genannten Touren zu fahren. Sie können auch Ihre eigenen Touren zusammenbauen (siehe Bausteine). Statt Hpa-An lieber ins Delta? Kein Problem! Oder Sie möchten die Stadt Mawlamyaing und ihre Umgebung kennen lernen? Alles machbar! Sagen Sie uns, was Sie sehen wollen und wir bringen Sie hin!

 

Standardprogramm – 10 Tage Rundreise (Doppelzimmer)

1 Person
US$ 3,302.–

2 Personen
US$ 1,871.–

7–10 Personen
US$ 1,206.–

Extra single (X’sgl)
+ US$ 480.–
(außer 1 Person)

Leistungen: Übernachtungen mit Frühstück in Hotels der Mittelklasse (in der Regel mit Klimaanlage und Bad), Transporte in landesüblichen Bussen, Kleinbussen (Van) oder PKWs (wir reservieren in der Regel pro Gast zwei Sitzplätze!), Mahlzeiten außer Frühstück, internationale Flughafensteuer in Yangon.

Nicht inkludiert: Eintrittsgelder. Wir stellen Ihnen frei, was Sie zu sehen wünschen. Rechnen Sie insgesamt mit etwa US$ 45,– Eintrittsgeldern für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Mit folgenden Bausteinen lassen sich unsere Reisen ergänzen

Yangon

„Mehr Gold als in Eurer Bank von England“ war ein gern geäußerter Seitenhieb zu Zeiten der britischen Besatzung Myanmars. Heute blicken Sie hinter das Gold und erkunden diese gewaltige Anlage auf unbekannten Wegen, entlang von Klöstern und Handwerkstätten. Lernen Sie, wie der Buddhismus in Myanmar nicht nur eine Lebensphilosophie ist, sondern auch gelebt wird. Während dieser Halbtagstour lernen Sie nicht nur den buddhistischen Glauben kennen: auch die Geister dürfen dabei nicht vergessen werden! Nur in Myanmar existiert diese einzigartige Kombination, die es gestattet, Geisterschreine auf buddhistischem Boden zu errichten. Dieser Ausflug beinhaltet ein traditionelles Frühstück, eine Spende an Mönche, einen Besuch beim Wahrsager und ein Mittagessen.

Morgens schiffen Sie sich auf unserer M.S. HINTHA ein. Die Fahrt führt flussabwärts zur Einmündung des Padawa Creek (auch als Pilakhat Creek bekannt) in den Yangon River. Dort besteigen Sie ein Auto und fahren zum Dorf Kyauktan, dessen ‚Floating Pagoda‘ (siehe nebenstehendes Foto) ein wichtiges Pilgerziel ist. Mit einem kleinen Boot setzen Sie über zur Insel und erhalten einen Einblick in den volkstümlichen Buddhismus. Besonders beeindruckend die Darstellungen aus der Hölle. Es gibt nicht weniger als 8 Haupthöllen, je nach Schwere der Sünden sortiert! Dazu 84.000 Nebenhöllen – also besser immer schön fromm sein… Mit dem Auto geht es weiter nach Thanlyin (früher unter dem Namen Syriam) bekannt. Vor dem Aufstieg Yangons war die Stadt der Haupthafen des Königreiches. Von der Kyaik Khauk Pagode bietet sich ein schöner Blick auf Yangon. Der Name Syriam ist für die Burmesen auf immer verbunden mit Felipe de Brito. Dieser portugiesische Abenteurer (sein burmesischer Name lautete Ngazinga) gründet Anfang des 17. Jahrhunderts sein eigenes kleines Königreich dort. Umfangreiche Plünderungen von Pagoden machten ihn bei den Burmesen sehr unbeliebt und so fand er sein gerechtes Ende 1612: der burmesische König Anaukphetlun eroberte die Stadt. De Brito wurde gepfählt. Und danach ging es vermutlich direkt ab in die Hölle… Seine Soldaten wurden nach Oberbirma deportiert und dort mit einheimischen Frauen verheiratet. Ihre Nachfahren (Bayingyi) leben noch heute, sind aber vollständig assimiliert. Nur manchmal erinnert ein hellhäutiges Kind an das Erbe der portugiesischen Söldner. Die in der portugiesischen Zeit errichtete Kirche wurde von den siegreichen Burmesen zerstört, ihre Ruine schauen wir uns an. Sie beherbergt das Grab eines armenischen Kaufmanns. Anschließend geht es wieder an Bord und das Schiff fährt flussaufwärts nach Kyeemindine, einem großen Township von Yangon. Vorbei an der beeindruckenden Silhouette der Millionenstadt an Yangon River geht es flussaufärts. Auf dem Weg grüßt der goldene Bohtataung-Stupa, und nicht viel später sehen wir die Häuser der kolonialen Downtown an der Strand Road, die am Ufer des Yangon River verläuft. Von fern grüßt der goldene Dom der Shwedagon-Pagode. Schließlich erreichen wir Kyeemindine. Dort statten wir dem lebhaften Fischmarkt einen Besuch ab. Natürlich ist es hier mitten in der Nacht erheblich lebhafter, aber sooo füh möchte man ja auch nicht aufstehen… Anschließend fahren wir den Yangon River hinauf und erleben den Sonnenuntergang auf dem Fluss. Dann geht es wieder flussabwärts und wir erreichen den Downtown Jetty nach Sonnenuntergang. Dort schiffen wir aus!

Wahrscheinlich der schönste Ausflug, den man in der Umgebung Yangons unternehmen kann. Morgens geht es mit der Eisenbahn in der bequemen ‚Upper Class‘ auf alten Gleisen in die alte Mon-Hauptstadt, deren Wahrzeichen zwei Hamsa-Vögel sind, woraus sich auch der alte Name Bagos ableitet: Hanthawaddy. Dort angekommen besuchen Sie ein Kloster und den liegenden Buddha. Mit etwas Glück erleben Sie eine Geisterbeschwörungszeremonie. Natürlich darf ein Besuch der Shwemawdaw Pagode nicht fehlen – sie ist die höchste des Landes! Die 1566 errichtete Palastanlage wurde bereits wenige Jahre nach ihrem Bau wieder zerstört; erst 1990 wurden die Grundmauern freigelegt. Der Ausflug beinhaltet eine Bahnfahrt, Mittagessen und Autofahrt zurück nach Yangon.

Myanmar ist wohl nicht nur das ursprünglichste aller Länder Asiens, sondern die Metropole Yangon verfügt darüber hinaus über einen Bestand an kolonialen Altbauten, den man anderenorts nirgends mehr finden kann. Während der Militärdiktatur stand das Land für mehrere Jahrzehnte praktisch still – und das galt (glücklicherweise) auch für die Bautätigkeit. So blieben Yangon die Bausünden der anderen großen Städte Südostasiens (allen voran Singapur) erspart. Heute hat man erkannt, dass alt ‚chic‘ ist und nun werden die alten Gebäude mit viel Aufwand behutsam restauriert. Auf diesem Spaziergang durch die Downtown zeigen wir Ihnen die Highlights kolonialer Architektur, wie etwa das alte Sekretariat, den High Court und das benachbarte Telegraph Office, die zu den beeindruckendsten Gebäuden zählen. Ein wahrer Spaziergang durch die Vergangenheit! Abschließend laden wir Sie zu einem Drink im legendären Strand Hotel ein.

Die Metropole Myanmars besticht durch viel Grün, zwei Seen, eine betriebsame Downtown und eine Unzahl der am meisten ins Auge fallenden Institutionen Myanmars: Märkte und Pagoden. Diese Ganztagestour führt sie zur Sule Pagode, die das Zentrum Yangons bildet. Von hier aus erkunden wir das indische und das chinesische Viertel. Die kleine Synagoge unweit Chinatowns ist ein wahres Kleinod und Zeugnis der religiösen Vielfalt des ganzen Landes. Anschließend besuchen wir den Aung-San-Markt, den wichtigsten Markt der Stadt für Gold- und Edelsteine sowie Stoffe und Holzschnitzarbeiten. Vom Markt fahren wir ein Stück mit der ‚Circle Line‘, der Eisenbahnlinie, die Yangon einmal umrundet. Schließlich geht es ‚Uptown‘ weiter – lassen Sie sich überraschen.

„Rangun ist kein uninteressanter Ort, da sich hier, wie kaum anderswo, Ost und West in einem heftigen Konkurrenzkampf befinden“, lauteten 1956 die Zeilen des Gesandten in Hongkong an seinen Kollegen Wilhelm Kopf, den Gesandten der Bundesrepublik in Yangon. Tobias Esche forscht seit 2009 in den Archiven des Auswärtigen Amts zu den Beziehungen der beiden deutschen Staaten in Myanmar, und ist dabei auf erstaunliche Begebenheiten gestoßen, die er während dieser Stadtbesichtigung erklären wird. Nicht nur werden die alten Residenzen der beiden deutschen Botschafter besichtigt, es geht auch zur Fremdsprachenuniversität, einst Austragungsort der Interessenkämpfe zwischen Ost und West in Myanmars sowie zu anderen Mahnmalen des innerdeutschen ‚Kalten Krieges‘, die im Gespräch mit dem Reisebuchautor historisch eingeordnet werden. Für angemessenen Transport ist gesorgt: Ein VW-Bulli (T1) aus alten Tagen sorgt für eine stilechte Erfahrung.

Entfliehen Sie der Hektik der Großstadt und genießen Sie eine beschauliche Flussfahrt auf einer öffentlichen Passagierfähre Richtung Sonnenuntergang. Zuerst geht es zum Hafen, wo rund um die Uhr Güter umgeschlagen, Fußball gespielt und Lieder gesungen werden. Gegen 17 Uhr geht es an Bord und die Fahrt in Richtung Westen beginnt. An Bord des Schiffes geht es dann in etwa 2 Stunden auf dem Oberdeck der Sonne entgegen, während in der geschäftigen Metropole am Ufer der Tag endet. Es werden Snacks und der berühmte Mandalay Rum Sour passend zum Sonnenuntergang gereicht. Nach der Ankunft geht es zum ‚Thaing Yin Thar‘ Restaurant, das für seine Vielfalt an Gerichten aus allen Regionen Myanmars große Bekanntheit erlangt hat.

Dala ist für die Einwohner Yangons das ‚Dorf auf der anderen Seiten des Flusses‘, das nicht zur Metropole gehört, aber an den Wochenenden eine Art Naherholungsgebiet der Großstädter ist, so auch für die vielen in Yangon lebenden Ausländer. Ländliches Idyll, Dörfer und viel Grün sind eine Wohltat für die Bewohner der Millionenstadt Yangon. Am Pansodan-Jetty in Yangon besteigen Sie die Fähre und überqueren den Yangon-Fluss in etwa 20 Minuten, bevor Sie Dala erreichen. Erkunden Sie den Ort und die Pagode auf einer kurzen Rikscha-Fahrt, bevor Sie mit dem Auto in den rund 30 Kilometer entfernten Ort Twante aufbrechen. Unterwegs halten Sie an einem Kloster, dessen Abt den Mönchen vegetarische Kost verordnet hat, und nehmen dort ein Mittagessen ein. Es geht weiter zur ‚Schlangen-Pagode‘ auf einem kleinen See und schließlich erreichen Sie Twante, einem wichtigen Warenumschlagplatz und Hafen am gleichnamigen Kanal. Erkunden Sie den Ort zu Fuß oder per Auto bevor es wieder zurück nach Yangon geht.

Ganz im Zeichen der Kultur steht dieser Tagesausflug durch die Museen Yangons (außer montags). Das Nationalmuseum bietet vertiefte Einblicke in die Geschichte Myanmars von Bagan, dem ersten Territorialreich, über das Tounggoo-Reich bis hin zur letzten Dynastie (Konbaung). Exemplarisch dargestellt durch die Statuen der sogenannten drei Gründerkönige, die im Garten zu sehen sind. Das Bogyoke-Aung-San-Museum erinnert an den großen Volkshelden General Aung San, der das Land in die Unabhängigkeit geführt hat, diese aber nicht mehr erleben konnte. Das U-Thant-Haus schließlich ist dem Generalsekretär der Vereinten Nationen gewidmet, welchem man erst seit kurzem – jedoch lange nach seinem Tod – die ihm gebührende Ehre zuteil werden lässt. Das ‚Museum zur Ausrottung der Drogen‘ hingegen steht nicht nur für den energischen Versuch der Regierung Myanmars, die Beziehungen zu den USA zu verbessern, sondern auch für eine Problematik, die viel weiter zurückreicht. Abschließend führen wir Sie in eine der Kunstgalerien Yangons, wo sich möglicherweise ein Gespräch mit Künstlern ergibt.

„Die Burmesen sind verrückt nach Fußball, da es sie an eine Schlacht erinnert“ schrieb der britische Kolonialbeamte James G. Scott 1929. In der Tat weiß jeder Taxifahrer in Yangon die Namen der deutschen Nationalmannschaft auswendig, und Fußball ist das Hauptthema in den Teestuben und Kneipen. Wir laden Sie ein, an einem Wochenende von der Zuschauertribüne des General-Aung-San-Stadiums im Zentrum Yangons ein oder mehrere Spiele der Profiligen des Landes zu besuchen. Erleben Sie, wie begeisterte Fans ihre jeweilige Mannschaft anfeuern, während die Älteren unter ihnen von den 60er und 70er Jahren träumen, als Myanmars Fußballer noch mehrfach bei den Südostasienspiele gewonnen hatte – wovon man heute nicht einmal mehr träumen kann… Oder lieber ein Besuch beim Let Hwei, dem traditionellen burmesischen Boxkampf, der dem Muay Thai ähnelt? Up to you!

Die Nat sind – vereinfachend gesagt – zuständig für den Alltag, während die Kompetenz des Buddha eher auf das Geistige und das Jenseitige gerichtet ist. Heute tauchen Sie ein in die Welt der Geister, deren Bedeutung in Myanmar kaum zu überschätzen ist. Manchmal scheint es, dass die Bedeutung des Geisterkultes der des Buddhismus ebenbürtig ist, ja, ihn z. T. sogar übertrifft. Die Geister, in Myanmar Nat genannt, genießen fast den selben Resepkt wie der Buddha. Eine Geisterbeschwörungs-zeremonie, Nat-Pwe genannt, ist ein wichtiges Mittel, um sich das Wohlwollen der Geister zu sichern, was Erfolg, Glück und Reichtum verspricht. Nehmen Sie teil an diesem Fest und erleben Sie sämtliche Vorbereitungen: das aufwändige Schminken, das Anlegen der Kostüme, das Orchesters und natürlich das Nat-Pwe an sich, bei dem getanzt und kräftig Alkohol konsumiert wird.

Eine Runde Golf auf dem altehrwürdigen Myanmar Golf Club ist für viele Gäste eine beliebte Aktivität am Abreisetag, wenn das Flugzeug nach Bangkok erst abends geht, man aber bereits alle Sehens-würdigkeiten gesehen hat. Sie werden entweder nach dem Frühstück oder nach dem Check out zum Golfplatz gefahren, wo Sie Ihre Ausrüstung erhalten. Spielen Sie ein paar Runden in aller Ruhe – zum Flughafen sind es nur etwa 10 Minuten Fahrt mit dem Auto, sodass Sie die Ruhe und Beschaulichkeit der 1947 gegründeten Anlage stressfrei genießen können.

Yangons Downtown ist berühmt für ihre kolonialen Bauten, die bei fast jeder Stadtbesichtigung Erwähnung finden und mehr oder weniger detailliert erklärt werden. Dieses Programm geht noch einen Schritt weiter: nach der Fahrt vom Flughafen am Morgen (oder auch am Nachmittag) geht es direkt zur Sule Pagode, im Herzen der Downtown gelegen. Ihre Reiseleitung setzt mit einer ersten Erklärung den Ton für das nun folgende, exklusive Programm: von der Sule geht es in einem kurzen Spaziergang vorbei am Maha-Bandoola-Park sowie am (heute verlassenen) Gebäude des High Court in eine prächtig renovierte Privatwohnung in einem kolonialen Gebäude. In der dritten Etage wartet bereits die gedeckte Kaffeetafel auf Sie und hier genießen Sie die beste Schokoladentorte der Stadt. Ihre Reiseleitung erzählt Ihnen währenddessen mehr zur Problematik rund um den Erhalt solcher Gebäude, sowie die hohen damit einhergehenden Kosten. Im Anschluss Fahrt ins Hotel.

Der Süden

Unsere Tour:
Tag 1: Fahrt von Yangon zum Goldenen Felsen (Base Camp), wahlweise Wanderung nach oben oder mit dem Truck hinauf. Besichtigungen am Felsen, Ü Mountain Top Resort
Tag 2: Rückfahrt zum Base Camp, dann per Bus nach Thaton, kurzer Stadtbummel, weiter zur Bayinni-Höhle (Besichtigung) und dann weiter nach Hpa-An, Ü Zwe Kapin Resort
Tag 3: Besichtigungen in der Umgebung Hpa-Ans: Saddan-Höhle, die Kawt Ka Taung Höhle und Kyauk Ka Lat sowie Zwe Kapin Felsen, Rückkehr nach Hpa-An Ü 
Tag 4: Bootsfahrt nach Mawlamyaing, unterwegs Besuch Shampoo Island. Stadtbesichtigung: Altstadt, Kloster der Königin, ‚Moulmein-Pagoda‘, Ü Strand Hotel
Tag 5: Fahrt nach Mudon, weiter nach Thanbyuzayat und dann Kyaikkami. Dann hinüber nach Bilu Island, Rückkehr nach Mawlamyaing, Ü dto.
Tag 6: Fahrt nach Bago, Stadtbesichtigung, anschließend weiter nach Yangon

Sie brechen morgens von Yangon auf und erreichen nach drei Stunden die Stadt Kyaikto, das ‚Tor zum Goldenen Felsen‘. Dort zweigt eine Straße vom Highway Yangon – Mawlamyaing nach Norden ab. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt erreicht man das sog. ‚Basecamp‘ Kinbun Sakhan. Dort gibt es zwei Möglichkeiten: Aufstieg zu Fuß über den gut erkennbaren Pilgerpfad (sehr zu empfehlen!) oder mit einem völlig überfüllten LKW hinauf zum Parkplatz nahe dem Mountain Top Resort bringt (es besteht die Möglichkeit, einen Truck zu chartern). Für den Fußmarsch hinauf zum Parkplatz sollte man mindestens vier Stunden einkalkulieren, denn es geht 10 km über Stock und Stein, wobei ein Höhenunterschied von mehr als tausend Metern überwunden wird. Auf dem Pfad finden sich gelegentlich Teashops und von den Heiligtümern bieten sich schöne Blicke über den Bergdschungel und etliche Wasserfälle. Überall liegen große Felsblöcke herum, die ein Ergebnis der Wollsack-verwitterung sind, diese für den Granit typische Art der Verwitterung, wie sie u. a. aus Deutschland (Fichtelgebirge) bekannt ist. Auch der Goldene Felsen selbst ist so ein Granitblock und – leider Gottes – wird er eines Tages trotz Buddhas Haar, das ihn in der Schwebe hält, herunterfallen! Aber bis dahin ist noch Zeit… Sie werden unterwegs sicher einigen burmesischen Pilgern oder vielleicht sogar einem der dort lebenden Eremiten begegnen – aber meist werden Sie allein sein. Die überwältigende Anzahl der Pilger zieht den LKW vor. Gegen ein kleines Entgelt können Sie für den Fußmarsch einen Träger anheuern, der das Gepäck trägt. Generell sollten Sie nur ‚Sturmgepäck‘ mitnehmen, denn Sie bleiben ja nicht lange dort oben. Schließlich erreichen Sie Ihr Hotel, das nur noch ein paar Schritte vom Heiligtum, dem goldüber-krusteten Goldenen Felsen. Am Tempeltor heißt es ‚Schuhe aus‘ und dann stehen Sie schon bald am Heiligtum. Lassen Sie sich von der Atmosphäre dieser bedeutenden Pilgerstätte verzaubern! Wer mit dem LKW heraufgekommen ist, kann nachmittags in der wunder-schönen Umgebung des Goldenen Felsens Wanderungen unternehmen und sich dann am Abend von der Atmosphäre am Felsen verzaubern lassen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, länger dort zu bleiben, und sich die Umgebung anzuschauen. Eine Tages-wanderung um den Yathe Taung (Berg des Einsiedlers) herum führt Sie zuerst zum Wasserfall und dann über einsame Wege, vorbei an Waldklöstern, die teilweise spektakuläre Ausblicke bieten, zum alten Parkplatz. Auch bei einem Heiligen Mann, U Nanda, können Sie vorbei-schauen. Er unterhält sich gern mit Ihnen über die englische Premier League… Von dort ist es noch eine knappe Stunde bis zum Hotel.

BAGO
Morgens geht es mit dem Truck hinab zum Basecamp, wo bereits das Auto auf Sie wartet. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt Richtung Westen erreichen Sie die die alte Mon-Metropole Bago. Sie wurde im 10. Jahrhdt. A.D. begründet und war fast 800 Jahre die wichtigste Stadt des Mon-Reiches. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie von den Burmesen erobert und zerstört und es dauerte fast einhundert Jahre, bis sich die Stadt davon erholte. Von ihrer großen Zeit zeugen der riesige Stupa Shwemawdaw (höher als der Shwedagon in Yangon, wenn er es auch nicht an Pracht mit ihm aufnehmen kann) und diverse Stupas. Aus jener Zeit stammt auch der fast 60 Meter lange Liegende Buddha Shwethalyaung, der vor kurzem einen Gefährten erhalten hat, der ihn um glatte 30 Meter übertrifft: den nahe gelegenen Mya Thar Lyaung. Erfreulicherweise ist er noch nicht überdacht, so dass den Fotografen das störende Dach erspart bleibt. Interessant ist auch ein Besuch des Hügels Hinthagone, der ‘Keimzelle’ der Stadt: hier sollen sich die zwei legendären Hintha-Vögel niedergelassen haben. Mit etwas Glück können Sie dort Zeuge eines Geistertanzes (Nat Pwe) werden. Das prächtige Min Kyaunt Kloster verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Buddhas aus Myanmar und seinen Nachbarländern. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, auf dem Weg nach Yangon die vier Kyaikpun-Buddhas (s. Foto) zu besichtigen, die ebenfalls aus Bagos großer Zeit stammen. Anschließend Rückfahrt nach Yangon.

Das berühmte Heiligtum (burm. Kyaik Htiyo) liegt unweit der Stadt Kyaikto, dem ‚Tor zum Goldenen Felsen‘. Dort zweigt eine Straße vom Highway Yangon – Mawlamyaing nach Norden ab. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt erreicht man das sog. ‚Basecamp‘ Kinbun Sakhan. Dort gibt es zwei Möglichkeiten: Aufstieg zu Fuß über den gut erkennbaren Pilgerpfad (sehr zu empfehlen!) oder mit einem völlig überfüllten LKW hinauf zum Parkplatz nahe dem Mountain Top Resort bringt (es besteht die Möglichkeit, einen Truck zu chartern). Für den Fußmarsch hinauf zum Parkplatz sollte man mindestens vier Stunden einkalkulieren, denn es geht 10 km über Stock und Stein, wobei ein Höhenunterschied von mehr als tausend Metern überwunden wird. Der Pfad ist gesäumt von Teashops und Heiligtümern und bietet schöne Blicke über den Bergdschungel und etliche Wasserfälle. Überall liegen große Felsblöcke herum, die ein Ergebnis der Wollsack-verwitterung sind, diese für den Granit typische Art der Verwitterung, wie sie u. a. aus Deutschland (Fichtelgebirge) bekannt ist. Auch der Goldene Felsen selbst ist so ein Granitblock und – leider Gottes – wird er eines Tages trotz Buddhas Haar, das ihn in der Schwebe hält, herunterfallen! Aber bis dahin ist noch Zeit… Sie werden unterwegs sicher einigen burmesischen Pilgern oder sogar einem der dort lebenden Eremiten begegnen aber meist werden Sie allein sein. Die überwältigende Anzahl der Pilger zieht den LKW vor. Gegen ein kleines Entgelt können Sie für den Fußmarsch einen Träger anheuern, der das Gepäck trägt. Generell sollten Sie nur ‚Sturmgepäck‘ mitnehmen, denn Sie bleiben ja nicht lange dort oben. Schließlich erreichen Sie Ihr Hotel, das nur noch ein paar Schritte vom Heiligtum, dem goldüberkrusteten Goldenen Felsen. Am Tempeltor heißt es ‚Schuhe aus‘ und dann stehen Sie schon bald am Heiligtum. Lassen Sie sich von der Atmosphäre dieser bedeutenden Pilgerstätte verzaubern! Wer mit dem LKW heraufgekommen ist, kann nachmittags in der wunderschönen Umgebung des Goldenen Felsen Wanderungen unternehmen und sich dann am Abend von der Atmosphäre am Felsen verzaubern lassen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, länger dort zu bleiben, und sich die Umgebung anzuschauen. Eine Tageswanderung um den Yathe Taung (Berg des Einsiedlers) herum führt Sie zuerst zum Wasserfall und dann über einsame Wege, vorbei an Waldklöstern, die teilweise spektakuläre Ausblicke bieten, zum alten Parkplatz. Auch bei einem Heiligen Mann, U Nanda, können Sie vorbeischauen. Er unterhält sich gern mit Ihnen über die englische Premier League… Von dort ist es noch eine knappe Stunde bis zum Hotel.

HPA-AN
Die Hauptstadt des an Thailand grenzenden Karen-Staates liegt inmitten einer fantastischen Kegelkarst-Landschaft, nicht unähnlich der berühmten Gegend um Guilin im benachbarten China.
Glücklicherweise sind die Höhlen in Hpa-An noch nicht so touristisch ‚aufgemacht‘ wie die von Guilin. In zahlreichen Höhlen wurden seit Jahrhunderten Buddha-Statuen aufgestellt. Am berühmtesten ist wohl der fast 800 Meter hohe Zwe-Kabin-Felsen mit seinen Klöstern, Pagoden – und Affen. Die Besteigung ist etwas mühsam und dauert drei Stunden, wird aber mit einem fantastischen Blick belohnt. Die Bayinni-Höhle kann auf dem Weg vom Goldenen Felsen nach Hpa-An besichtigt werden. Weitere sehenswerte Höhlen (als Tagestour kombinierbar) sind die Saddan-Höhle, die Kawt Ka Taung und Kyauk Ka Lat (s. Foto). Letztere erinnert den Besucher sofort an den Bond-Film ‚The Man with the Golden Gun‘, in dem Christopher Lee den Schurken mit den drei Brustwarzen spielt. Der in der Nähe des thailändischen Phi Phi Island gelegene ‚James-Bond-Felsen‘ ist ein Touristenmagnet ersten Ranges. Aber sein burmesisches Pendant setzt noch eins drauf: die Nadelspitze ist mit einem Stupa gekrönt! Hpa-An ist inzwischen sogar mit dem Bus von Thailand aus erreichbar.

MAWLAMYAING
Von Hpa-An sind es nur zwei, drei Stunden nach Mawlamyaing, auch bekannt als Moulmein, weltbekannt geworden durch Kiplings Gedicht ‚The Road to Mandalay‘. Sie besichtigen das prächtige ‚Kloster der Königin‘ und besagte Moulmein-Pagoda – obwohl berechtigte Zweifel daran bestehen, ob Kipling überhaupt von dieser Pagode sprach. Man darf annehmen, dass die wahre ‚Moulmein Pagoda‘ nahe Yangon lag, denn dann stimmen auch die geographischen Angaben wieder. Auch der Markt der großen Stadt ist absolut sehenswert und ein Bummel durch die Altstadt führt Sie in eine längst vergangene Zeit zurück. Am Abend treffen sich die Bewohner der Stadt beim Bummel auf der Strandpromenade am Salween-River. Direkt unter der großen Brücke, die Mawlamyaing mit dem auf dem Westufer des Salween River gelegenen Martaban verbindet (die längste des Landes!), liegt die kleine, aber im ganzen Lande berühmte Insel Gaungse Kyun (Shampoo Island). Von hier kam das heilige Wasser, mit dem die burmesischen Monarchen sich zum Neujahrsfest öffentlich das Haar wuschen! Auf der nahe gelegenen Insel Bilu Kyun (‚Menschenfresser-Insel‘, aber keine Sorge, die Bewohner sind harmlos) scheint mancherorts die Zeit stehen geblieben zu sein…

Südlich von Mawlamyaing
Von Mawlamyaing geht es Richtung Süden, der erste Stopp erfolgt am gewaltigen Mudon-Buddha, dem größten der Welt. Der 250 Meter lange liegende Koloss ist schon von weitem zu sehen und von innen begehbar: hier können Sie durch Himmel und Hölle gehen und sich die Legenden um den Buddha anschaulich vor Augen führen lassen. Setzen Sie sich ins Ohr des Giganten, in dem Sie so groß wie ein Ohrenkneifer sind – kleiner Spaß am Rande… Von dort geht es weiter nach Kyaikkami, wo ein sehenswerter Tempel ins Meer hinaus gebaut wurde. Lassen Sie sich von Ihrem Führer die 16 Träume des Königs von Koshala erläutern, die einen wichtigen Leitfaden im Leben der burmesischen Buddhisten darstellen. In Thanbyuzayat befindet sich ein kleiner Kriegsgräberfriedhof, auf dem einige der alliierten Soldaten beigesetzt sind, die beim Bau der Todeseisenbahn (bekannt durch den Film ‚Die Brücke am Kwai‘) ums Leben gekommen sind. Hier in Thanbyuzayat hatte die von Thailand kommende Bahnlinie Anschluss an das burmesische Eisenbahnnetz. Seit neuestem gibt es hier sogar ein Museum, das den Besuchern die Geschichte der Todeseisenbahn näher bringt…

BAGO
Die alte Mon-Metropole Bago, die etwa 80 km von Yangon entfernt liegt, wurde im 10. Jahrhdt. A.D. begründet und war fast 800 Jahre die wichtigste Stadt des Mon-Reiches. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie von den Burmesen erobert und zerstört und es dauerte fast einhundert Jahre, bis sich die Stadt davon erholte. Von ihrer großen Zeit zeugen der riesige Stupa Shwemawdaw (höher als der Shwedagon in Yangon, wenn er es auch nicht an Pracht mit ihm aufnehmen kann) und diverse Stupas. Aus jener Zeit stammt auch der fast 60 Meter lange Liegende Buddha Shwethalyaung, der vor kurzem einen Gefährten erhalten hat, der ihn um glatte 30 Meter übertrifft: den nahe gelegenen Mya Thar Lyaung. Erfreulicherweise ist er noch nicht überdacht, so dass den Fotografen das störende Dach erspart bleibt. Interessant ist auch ein Besuch des Hügels Hinthagone, der ‘Keimzelle’ der Stadt: hier sollen sich die zwei legendären Hintha-Vögel niedergelassen haben. Mit etwas Glück können Sie dort Zeuge eines Geistertanzes (nat pwe) werden. Das prächtige Min Kyaunt Kloster verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Buddhas aus Myanmar und seinen Nachbarländern. Schließlich besteht noch die Möglichkeit, auf dem Weg nach Yangon die Kyaikpun-Buddhas zu besichtigen, die ebenfalls aus Bagos großer Zeit stammen.

Unsere Tour:
Tag 1: Abholung von Ihrem Hotel in Mawlamyaing, Fahrt nach Thanbyuzayat (Besichtigung des Museums der ‚Todeseisenbahn‘) und Weiterfahrt nach Ye. Ü Star Light Guest House (einfach)
Tag 2: Fahrt nach Dawei über das Gebirge, das den Mon-State von der Region Tanintharyi trennt, Weiterfahrt nach Dawei, der Hauptstadt der Region (insges. ca. 5-6 Stunden). In Dawei Stadtbesichtigung incl. Besuch des Provinzmuseums (u.a. Geschichte der Moken=Salon=‘Seezigeuner‘). Nachmittags Fahrt zum Maungmagan Beach, dort Abendessen und Sonnenuntergang. Anschließend Rückfahrt nach Dawei, Ü Hotel Dawei (gut)
Tag 3: Morgens kurzer Flug nach Myeik, der ‚Perle von Tenasserim‘.Besichtigungen in der Stadt, Ü Grand Jade Hotel (gut)
Tag 4: Tagesausflug zu der Insel ‚Two Face Island‘, mit Barbecue am Strand, gegen Abend Rückkehr nach Myeik, Ü dto.
Tag 5: Flughafentransfer und Rückflug nach Yangon

Myanmars südlichste Provinz Tanintharyi teilt sich den Norden der Malaiischen Halbinsel mit Thailand und liegt zwischen dem Gebirgsrücken, der die Halbinsel von Nord nach Süd durchzieht, und der Andamanen-See. Sie erstreckt sich von Ye (Mon State) bis hinunter nach Kawthaung (früher: Victoria Point) über mehr als 500 km, misst aber an ihrer breitesten Stelle nur ca. 100 km. Der Küste vorgelagert sind mehr als 800 Inseln, die gemeinhin als Mergui-Archipel bezeichnet werden (Mergui ist der alte Name der Stadt Myeik). Der weitgehend unerschlossene Archipel weist von Dschungel bewachsene Inseln aller Größen mit traumhaften Stränden auf. Menschen leben dort kaum und die Inselwelt ist die Heimat der Seezigeuner (Salon, s. Foto), die hier im Gegensatz zu ihren Brüdern und Schwestern in Thailand und Malaysia noch nicht gezungen wurden, sesshaft zu werden. Erste zaghafte Versuche, den Archipel für den Tourismus zu öffnen, sind getan aber es wird sicher noch sehr sehr lange dauern, bis sich Zustände einstellen, wie sie in Thailand und Malaysia die Regel sind. Bisher kann man die überwiegende Zahl der Inseln nur mit einem Permit betreten.

Immerhin hat sich die Hotelsituation in der Gegend schon sehr positiv entwickelt: in den genannten Destinationen gibt es inzwischen sehr ansprechende Hotels. Selbst in der kleinen Stadt Ye (noch im Mon-Staat), die auf halbem Wege zwischen Mawlamyaing und Dawei liegt, gibt es inzwischen angemessene Unterkünfte. Auch die Verkehrsanbindung ist besser geworden: war bis vor kurzem die Fahrt mit der Fähre entlang der Küste die beste von Möglichkeit, von Nord nach Süd zu gelangen, hat sich das seit der Eröffnung des Highways von Dawei nach Kawthaung geändert. Heute kann die ganze Strecke mit dem Auto bzw. dem Bus zurückgelegt werden und mit der Eisenbahn wird man immerhin bald bis Myeik fahren können. Und natürlich kann man auch fliegen: von Yangon verkehren die Flüge via Dawei und Myeik bis nach Kawthaung. Die größte Stadt der Provinz ist besagtes Myeik, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Ihre Bedeutung verdankt sie ihrer Lage an der Mündung des Tanintharyi-Flusses. Für Thailand (Siam) bestimmte Güter wurden hier auf Leichter umgeladen und zu der gleichnamigen Stadt an seinem Oberlauf transportiert. Von dort aus zogen die Elefantenkarawanen über Dschungelwege nach Thailand. Das ersparte den langen, gefährlichen Weg um die Halbinsel von Malakka, wo Stürme und Piraten das Meer unsicher machten. Der Brite Maurice Collis hat einen dramatischen Abschnitt der Geschichte der Stadt in seinem Buch ‚Siamese White‘ aufgezeichnet, das sich mit dem abenteuerlichen Leben des Engländers Samuel White beschäftigt, der im 17. Jahrhundert dort Hafenmeister im Auftrag des siamesischen Königs war.

Mit ca. 350.000 Einwohnern ist Myeik die größte Stadt der Provinz und beherbergt ein buntes Völkergemisch aus Burmesen, Thais, Indern und Chinesen. Von deren Präsenz zeugen zahlreiche Tempel und Pagoden. Myeik verfügt trotz einiger Großbrände im letzten Jahrhundert noch über sehr viel historische Bausubstanz in Form von über 100 Jahre alten Kolonialbauten. Es macht Spaß, in den Gassen der Stadt herumzuwandern, hier mal zu einem Tee eingeladen zu werden, dort mal einen Snack zu essen. Die Theindawgyi-Pagode liegt über der Altstadt am Hafen und bietet schöne Ausblicke. Der Hafen selbst ist eine Sehenswürdigkeit für sich: schauen Sie bei den Port Dockyards vorbei und Sie werden sich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlen, als die Engländer hier herrschten! Vom Hafen kann man auf die vorgelagerte Insel Pataw Padet übersetzen und den gewaltigen liegenden Buddha Atula Shwethalyaung – einer der größten im Lande – besuchen. Von hier führt ein Pfad hinauf zu einem Aussichtspunkt, der einen tollen Blick über die Stadt und ihre Umgebung bietet. Als bestes Hotel der Stadt gilt das vor kurzem eröffnete Grand Jade mit seinen 156 ansprechend eingerichteten Zimmern und seiner Dachterrasse, von der sich ein faszinierender Blick über die Stadt und den Hafen bietet. Wer es gern etwas überschaubarer hat, wird sich im Eain Taw Phyu Hotel wohlfühlen, dessen 28 Komfortzimmer mit viel Holz das Auge erfreuen. Es verfügt ebenfalls eine schöne Dachterrasse und nennt sogar einen Pool sein eigen.

Dawei ist die Hauptstadt der Provinz und hat ca. 100.000 Einwohner. Seit neuestem ist die Stadt überland von Thailand aus erreichbar (Grenzort Htee Kee), was sicher dazu beitragen wird, das sich der Tourismus hier kräftig entwickelt. Die Stadt selbst liegt an einem Fluss, aber von dort aus kann man traumhafte Strände erreichen. Der ‚berühmte‘ Maungmagan Strand ist allerdings eher etwas für inländische Besucher: grauer Sand, schmuddelig und wenig einladend. Das Gegenteil trifft zu auf den Paradise Beach südlich der Stadt, der allerdings etwas schwer zu erreichen ist. Backpacker werden sich hier ausgesprochen wohl fühlen: ohne Klimaanlage und Strom nur am Abend -.aber die Lage ist nicht zu schlagen! Daneben sind noch weitere Beach Resorts im Bau, sodass sich die Gegend um Dawei vermutlich bald zu einem Schwerpunkt für Strandurlauber entwickeln wird. Wozu die gute Flug-Anbindung von Yangon nach Dawei nicht wenig beiträgt.

Für uns ist Dawei eine der schönsten Städte des Landes! Die vorwiegend aus Holz errichteten Häuser und Villen der Stadt sind eine wahre Augenweide. Dazwischen immer mal wieder die eine oder andere Kolonialvilla aus Ziegeln mit Stuck. Leider reißt die Moderne mehr und mehr Lücken in das alte Bauensemble! Neben den üblichen Pagoden hat die Stadt nicht viel zu bieten aber das entspannte, beschauliche Leben hier ist schon eine Attraktion an sich. Abends lässt es sich gemütlich in einem Biergarten sitzen und die tropische Nacht genießen. Allerdings wird diese beschauliche Atmosphäre wahrscheinlich nicht mehr lange anhalten, denn die nahegelegene Special Economic Zone verspricht das Wirtschaftsleben hier kräftig anzukurbeln. Als beste Hotels der Stadt gelten das Hotel Dawei (mit Pool!) und das Golden Guest Hotel.

Kawthaung schließlich ist die dritte Stadt, die man in der Provinz gewöhnlich besucht. Sie ist der Ausgangspunkt für die meisten Bootstouren durch den Mergui-Archipel. Die Stadt auf dem Westufer des Pak Chang River, der es von der thailändischen Stadt Ranong trennt, bietet abgesehen von den üblichen Pagoden keine besonderen Attraktionen, abgesehen von einer Statue des Königs Bayin Naung, der die ankommenden Gäste aus dem Nachbarland mit finsterem Blick und halb gezücktem Schwert begrüßt… Von hier kann man nach Thailand ausreisen und so trifft man in dem Städtchen viele in Thailand lebenden Ausländer auf dem Visa-Run. Die Hotelszene der Stadt hat sich erfreulich entwickelt. Neben den Bruchbuden am Hafen (Honey Bear & Co.) lädt jetzt das mehr als komfortable Victoria Cliff Hotel zum Bleiben ein. Für den schmaleren Geldbeutel ist das Hotel Kawthaung die beste Wahl! In der Bucht vor der Stadt liegt das Hotel Andaman Club, dessen Besucher vor allem aus Thailand kommen und hier im hoteleigenen Spielcasino ihr Geld verzocken. Das Hotel hat eine eigene Immigration (!) und erstaunlich günstige Zimmer – offenbar, um spielsüchtige Thais anzulocken!

Delta

Der Ayeyarwady beginnt sich bei der Stadt Henzada, ca. 200 km von der Andamanensee entfernt, in insgesamt sieben Mündungsarme zu teilen. Der östlichste von ihnen ist der Yangon River (an dem auch die gleichnamige Stadt liegt), der westlichste der Pathein River, die ebenfalls ca. 200 km voneinander entfernt liegen. Das Flussdelta schiebt sich jedes Jahr sechzig(!) Meter ins Meer hinaus. Es ist die Reiskammer des Landes und gehört zu den am dichtesten besiedelten Regionen des Landes. Im Jahre 2008 war das Delta weltweit in aller Munde: der Zyklon Nargis fegte vom Golf von Bengalen her durch den südlichen Teil des Deltas und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Mehr als 100.000 Menschen und ungezähltes Vieh fielen dieser Katastrophe zum Opfer, zahlreiche Dörfer wurden verwüstet oder verschwanden einfach. Unmittelbar danach setzte die Welle der Hilfe ein: aus dem ganzen Lande kamen privat organisierte Hilfslieferungen in LKWs und Schiffen und versuchten die größte Not zu lindern. Wir sind stolz darauf, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, indem wir ein komplett zerstörtes Dorf an der Küste mit Hilfe von Spendengeldern, die uns Freunde und Kunden geschickt hatten, wieder aufbauten. Jedes Mal, wenn ich in das Dorf komme, berührt mich die Dankbarkeit und Freundlichkeit der Menschen, denen wir einen Neuanfang ermöglicht haben. (Näheres siehe unter: Über uns)

Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass diese Destination, die so nahe der größten und wichtigsten Stadt (und dem Einfallstor des Landes) liegt, touristisch bisher in einem Dornröschenschlaf verharrt. Zugegeben: hier gibt es keine alten Städte wie Bagan oder Mrauk Oo; der Inle-See ist landschaftlich viel schöner und auch die Vielfalt der Völker, die man in anderen Landesteilen findet, sucht man hier vergeblich. Dafür bietet das Delta eine faszinierende Mischung von Kultur- und Naturlandschaft, gewaltige Flüsse und verschlungene Wasserwege, die von Mangroven und Nipapalmen bewachsen sind. Verträumte Siedlungen, die durch Wasserbusse miteinander verbunden sind, säumen die Ufer der Flüsse und und Kanäle, die das Delta durchziehen. Die Straßenverbindungen im Delta lassen sehr zu wünschen übrig, immerhin ist die wichtige Ost-West-Verbindung von Yangon nach Pathein jetzt durchgehend (d.h. ohne, dass man Fähren benutzen muss) befahrbar. Doch ansonsten ist der Reisende weitgehend auf die Schiffe angewiesen, die die Städte des Deltas miteinander verbinden. Eine Fahrt auf einem Passagierschiff durch das Delta hat durchaus seinen Reiz: so nah kommt man dem wahren Myanmar selten… Wie zu erwarten bieten die Hotels im Delta keine besonderen Standard, in der Regel wird der Reisende sich mit einfachen Hotels und Guest Houses begnügen müssen.

Im Rahmen unserer Hilfsaktion lernten wir die Schönheit des Deltas – aber auch seine Probleme – aus erster Hand kennen. Und seitdem bieten wir unseren Kunden Ausflüge ins Delta an. Ausgehend von der ca. 200.000 Einwohner zählenden Stadt Pyapon (etwa 3 Autostunden von Yangon entfernt) fahren wir mit einem der landesüblichen kleinen Boote (keine Toilette!) durch die Wasserwege des Deltas und erreichen nach einem (je nach Tide längeren oder kürzeren) Fußmarsch schließlich das Fischerdorf Mingala Thaungdan, das wir 2008 wieder aufgebaut haben. Es gibt sicher nichts besonders Sehenswertes hier aber die unvergleichliche Atmosphäre ist mehr als eine Entschädigung dafür. Wir können Übernachtungen in dem Dorf arrangieren und jeder, der dort übernachtet hat, war begeistert von diesem Ausflug. Und wenn man etwas genauer hinschaut, wird man entdecken, dass das Delta gar nicht so eine kulturelle Einöde ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Neben den üblichen Märkten, Klöstern und Tempeln findet sich so manches bauliches Juwel aus der Kolonialzeit, die man gut mit der Fahrradrikscha erkunden kann. Im Monat Tazaungmon (November) findet dort ein mehrtägiges Ramayana-Maskenspiel zurück, das auf eine fast 150-jährige Geschichte zurückblicken kann.

Fahrt nach Pyapon (ca. 4 Stunden), Besichtigung der Stadt: Pyapon ist eine typische, sehr lebendige Deltastadt am mächtigen Pyapon River, an dessen Ufer sich das Leben abspielt: Fährpassagiere aus dem ganzen Delta steigen ein und aus, Frachtschiffe löschen ihre Ladung und nehmen neue auf, Fischerboote bringen ihren Fang an Land, auf den Märkten geht die Post ab. Alles wuselt durcheinander – ein Bild aus einer bei uns im Westen längst vergangenen Zeit. Und überall Teashops, in denen man entspannen und das Leben an sich vorbeiziehen lassen kann. Wenn gewünscht, mieten Sie eine Fahrradrikscha mit der Sie die Uferpromenade entlangfahren können, wo jetzt, am Morgen, Hochbetrieb herrscht. Neben den üblichen Pagoden gibt es auch Moscheen, Hindu-Tempel, ja, selbst ein chinesischer Tempel (s. Bild) fehlt nicht. Ankommende Schiffe aus dem Delta löschen ihre Ladung, alles wuselt durcheinander, und mittendrin sind die Fischhändlerinnen, die ihre frischen Fische feilbieten. In einem solchen Ort gibt es natürlich keine richtigen Hotels aber unsere Unterkunft, das La Pyay (Vollmond) Guesthouse, erfüllt zumindest die Grundvoraussetzungen: die Zimmer haben Bäder und wenn der Strom funktioniert, kann man sogar mit Klimaanlage schlafen.
Accomodation: La Pyay Guest House (einfach)

Heute besuchen wir das Delta des Ayeyarwady (früher Irrawaddy genannt). Er ist der größte Fluss Myanmars (ca. 2.200 km lang, davon 1.500 km schiffbar) und ergießt sich in einem gewaltigen Delta mit sieben Mündungsarmen in die Andamanen-See. Vom Kap Negrais im Westen bis zum Yangon River, seinem östlichsten Arm, sind es ca. 300 km Luftlinie. Im Norden reicht es bis Henzada, wo der Fluss beginnt, sich zu verzweigen, von dort bis zum Meer sind es mehr als 200 km. Der Fluss zeichnet sich durch eine jahreszeitlich sehr stark schwankende Wasserführung aus: im Dezember und Januar hat der Fluss seinen niedrigsten Stand, an manchen Stellen ist er dann nur noch ein Rinnsal. In der Regenzeit hingegen setzt er weite Gebiete unter Wasser. Im Delta ist auch in der Trockenzeit reichlich Wasser vorhanden. Es wurde unter der britischen Besatzung ab Mitte des 19. Jahrhunderts urbar gemacht. Vorher war es eine Wildnis, in der sich Krokodil und Tiger gute Nacht sagten. Das neu gewonnene Land wurde an Bauern verteilt und aufgrund der vom Fluss abgelagerten Schwebstoffe ist der Boden dort sehr fruchtbar. Wer das Delta wirklich erleben will, muss hinein fahren. Dorthin, wo es keine Straßen mehr gibt und man nur noch mit dem Boot vorankommt.

Am geschäftigen Hafen Pyapons werden wir am Morgen erwartet und fahren wir mit einem kleinen Boot (keine Toilette an Bord!) den von Mangroven gesäumten Pyapon River hinab und biegen dann Richtung Westen in einen Nebenfluss ab. Durch kleine Dörfer am Rande des Wasserlaufes geht es Richtung Süden und während der Fahrt können wir uns einen Eindruck davon verschaffen, wie man dort im Delta lebt. Straßen gibt es dort nur wenige, alles wird per Boot erledigt. Wasserbusse und Wassertaxis bringen die Menschen von einem Ort zum anderen, es gibt Krankenhäuser, Schulen, Reismühlen und – natürlich, nicht zu vergessen – Pagoden. Mancherorts sogar eine Kirche, denn es gibt auch Christen in dieser abgelegenen Gegend. Reisfelder sind allgegenwärtig aber dazwischen gibt es immer wieder unbebautes Land und Dschungel. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto schmaler werden die Wasserläufe und desto näher rücken die Nipapalmen am Ufer. Diese Palmen sind für die Bewohner des Deltas von großem Nutzen, fast alle Häuser sind mit den Wedeln dieser Palmen gedeckt. Darüber hinaus lässt sich auch ein guter Tropfen aus den Fruchtständen destillieren. Schließlich (nach drei Stunden Fahrt) erreichen wir das Dorf Mya Sein Kan.

Hier heißt es aussteigen, denn den Rest des Weges legen wir zu Fuß zurück. Nach zwanzig Minuten schließlich sind wir am Ziel: Mingala Thaung Dan! Es ist ein kleines Fischerdorf direkt am Meer, in dem ca. 500 Menschen leben. Bei dem verheerenden Zyklon Nargis am 3. Mai 2008 wurde das ganze Dorf von einer riesigen Flutwelle verschlungen. Die Dorfbewohner sahen das Unheil kommen und rannten in Richtung Mya Sein Kan. Aber es war zu spät: die Welle holte sie ein und mehr als einhundert Menschen verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Alle Hütten waren zerstört, die Bewohner konnten nur das retten, was sie auf dem Leib trugen. Sie machten sich auf den Weg nach Pyapon und in der Nähe dieser Stadt trafen wir sie damals in einem Camp. Dank der reichlich fließenden Spenden konnten wir ihnen anbieten, ihr Dorf wieder aufzubauen, was, wie man sich denken kann, auf große Begeisterung stieß (siehe Kap. ‚Über uns‘). Die meisten Familien im Dorf sind Fischer, daneben siedeln dort einige Bauern, die auch Vieh halten. Es gibt eine neu gebaute Grundschule mit vielen Kindern. Für uns ist es eine große Freude zu sehen, dass seit der Katastrophe viele Kinder zur Welt kamen – Mingala Thaungdan lebt! Ein Bummel durch das Dorf vermittelt einen unverfälschten Eindruck davon, wie es in Myanmar auf dem Lande aussieht. Wir bleiben ca. vier Stunden im Dorf und fahren dann zurück nach Pyapon, wo wir übernachten werden. Hier nehmen wir auch das Abendessen ein und wer Lust hat, kann – wenn er zur rechten Zeit da ist – das Ramayana besuchen…

Accomodation: La Pyay Guest House (einfach)

Rückfahrt nach Yangon, das wir gegen Mittag erreichen.

Deltaträume, 4 Tage,
3 Nächte -Entdecken Sie das Delta des Ayeyarwady mit der M.S. HINTHA

Unser Boot, die M.S. HINTHA (www.baganflotilla.com) ist komplett aus Teak gebaut und ca. 27 m lang. Es verfügt über vier geräumige Kabinen mit Toilette und Heißwasserdusche. Das große Oberdeck ist der ideale Platz, um das faszinierende Leben auf dem Fluss an sich vorbeiziehen zu lassen, während Sie gemütlich in ihrem Mahagoni-Liegestuhl sitzen und einen Drink aus unserer gutbestückten Bar genießen.

Morgens setzen Sie mit der Flussfähre nach Dalla über, einem großen Dorf auf dem Südufer des Yangon River. Von dort geht es mit dem Auto nach Pyapon, einer mittelgroßen Stadt im Delta (Fahrtzeit ca. drei Stunden). Dort gehen Sie an Bord unseres Schiffes, wo das Lunch serviert wird.
Anschließend erkunden Sie die Stadt Pyapon mit der Rikscha. Das Leben in dieser Deltastadt verläuft immer noch in dem gemächlichen Tempo, das bis vor nicht allzu langer Zeit so typisch für das ganze Land war.
Sehen Sie den lebhaften Markt und die ‘Corniche’ der Stadt: hier tobt das Leben! Passagierschiffe aus anderen Deltastädten machen fest, ein geschäftiges Kommen und Gehen beherrscht die Szene!
Direkt daneben werden Reisboote beladen. Nicht weit davon warten Wassertaxis auf Kunden, die in ihre nahe gelegenen Dörfer zurückfahren wollen.
Wie wäre es anschließend mit einer Erfrischung in einem der zahllosen Teashops der Stadt?
Nächster Stopp ist der Shwe Nat Gu Tempel, im ganzen Land berühmt für seine Ramayana-Inszenierung, die jedes Jahr im November stattfindet und mehrere Nächte dauert. Dieses Theater ist insofern bemerkenswert, als die Tänzer Masken tragen. Das Maskenspiel ist in Myanmar nicht sehr häufig anzutreffen. Die Masken werden im Tempel aufbewahrt und die Künstler erzählen Ihnen gern die Geschichte ihres vor 140 Jahren begründeten Theaters. Faszinierend!
Abschließend besichtigen Sie die große Buddhastatue am Fluss aus dem Jahre 1887. Genießen Sie die abendliche Atmosphäre am Fluss. Oder wollen Sie lieber einen Hindutempel oder den chinesischen Tempel (siehe oben) anschauen? Kein Problem! Pyapon hat viel zu bieten! Inzwischen ist es Zeit für das Dinner, das in einem lokalen Restaurant eingenommen wird. Sehr gute Küche!
Anschließend noch ein Bummel über den kleinen Nachtmarkt der Stadt, bevor es wieder aufs Schiff geht. Wie wäre es mit einem Schlummertrunk, während das Schiff zu seinem Liegeplatz für diese Nacht fährt? Anschließend Matratzenhorchdienst in Ihrer Kabine. Übernachtung an Bord.

Wenn der Tag erwacht, servieren wir den Early Morning Tea für Sie. Der anbrechende Tag bietet eine ganz besondere Stimmung, wenn das Leben in den Dörfern erwacht. Während Sie das Frühstück einnehmen, fährt das Schiff durch die Kanäle des Deltas bis zu dem Ort Mya Sein Kan. Dort heißt es Umsteigen in ein kleineres Boot, denn die Kanäle werden so eng, dass unser Schiff nicht mehr hineinfahren kann. Sie besuchen das Dorf Mingala Thaung Tan, das durch den Zyklon Nargis vor zehn Jahren völlig zerstört wurde. Mehr als 150 Bewohner verloren damals ihr Leben!
Durch Spenden von Freunden und Bekannten waren wir in der Lage, das Dorf wieder aufzubauen. In kurzer Zeit entstanden hier einhundertdreißig der traditionellen Hütten aus Bambus und Palmblättern. Heute ist Mingala Thaung Tan wieder ein beschauliches Dorf, dessen Bewohner vom Fischfang leben. Natürlich können die damals umgekommenen Dorfbewohner nicht mehr zum Leben erweckt werden, aber zu unserer Freude gibt es zahlreiche Kinder, die nach der Katastrophe geboren wurden, wie Sie bei einem Besuch der Schule feststellen können. Mittagessen im Dorf (gecatert vom Schiff) und Gelegenheit zu Spaziergängen, z. B. zum nahe gelegenen Meer.
Anschließend zu Fuß nach Mya Sein Kan, wo unser Beiboot liegt, das sie zurück an Bord bringt, wo schon der Sundowner auf Sie wartet. Während die Sonne über der faszinierenden Landschaft des Deltas untergeht, genießen sie die beschauliche Atmosphäre. Unser Schiff macht im Fluss fest und gegen 19 Uhr wird das Abendessen serviert. Lassen Sie sich von Captain Peter erzählen, wie es sich als Europäer in Myanmar generell und speziell auf so einem Schiff lebt. Übernachtung an Bord

Ab 6 Uhr morgens wartet Ihr ‚Early Morning Tea‘ auf dem Oberdeck auf Sie. Oder lieber in der Kabine? Wie auch immer: Traditionen müssen gewahrt bleiben an Bord unseres Schiffes! Während Sie ihr Frühstück einnehmen, geht es vorbei an Bauern- und Fischerdörfern zurück nach Pyapon. Dort steigen Sie wieder auf ein kleineres Boot um, denn es gibt so viele Brücken über die Wasserstraßen, dass wir mit dem großen Schiff nicht weit kommen würden. Auf der Fahrt nach Bogalay sehen Sie die geschäftigere Seite des Deltas: Fischerboote löschen den Fang der letzten Nacht in Kühlhäusern, auf den Bootswerften wird gehämmert und geschraubt. Pyapon ist ein wichtiges Zentrum für die Verschiffung der Reisernte des Deltas, früher berühmt als die ‚Reisschüssel des Empire‘ – lang, lang ist’s her … Reismühlen und die typischen Lagerhäuser aus Wellblech sind hier an jeder Ecke zu finden!
In Bogalay wartet bereits wieder die M.S. Hintha auf Sie. Nach dem Abschied von dem freundlichen Bootsführer geht es an Bord und Sie nehmen Ihr Mittagessen ein. Währenddessen fährt das Schiff nach Set San, einem beschaulichen Ort nahe der Deltainsel Meinmahla Kyun. Dort leben die letzten Leistenkrokodile Myanmars. In der Aufzuchtstation versucht man, die Population dieser respekteinflößenden Reptilien zu stabilisieren. Meinhmahla Kyun ist im ganzen Lande bekannt als die Heimat des Nat U Shin Gyi, dem Schutzherrn des Deltas. Wenn Sie ganz genau hinhören, hören Sie ihn auf seiner Harfe spielen! Die Chancen stehen allerdings nicht besonders gut, denn dieses Naturschutzgebiet ist auch die Heimat von mehr als 50 verschiedenen Vogelarten, darunter viele Störche, die gehörigen Krach machen. Zum Sonnenuntergang genießen Sie Ihren Sundowner und anschließend wartet das Abendessen! In der Nacht erwartet Sie ein besonderes Abenteuer: es geht auf ‚Krokodiljagd‘! Begleiten Sie einen der Ranger und mit etwas Glück sehen Sie die furchteinflößenden Leistenkrokodile, die bis zu 5 m lang werden können. Rückkehr an Bord, Übernachtung auf dem Fluss.

Während Sie noch gemütlich in der Kabine schlummern, lichtet das Schiff den Anker und begibt sich auf den Weg nach Bogalay. Nach dem Early Morning Tea wartet das Frühstück. Sie erreichen Bogalay gegen Mittag, essen noch einmal Lunch an Bord und dann steigen Sie in das Auto, das Sie zurück nach Yangon bringt. Ankunft dort gegen Abend.Rückfahrt nach Yangon, das wir gegen Mittag erreichen.

Deltatour 1 mit der
M.S. HINTHA

Unser Schiff ist komplett aus Teakholz gebaut und 26 m lang mit zwei Decks. Es hat vier geräumige Kabinen (ca. 11 qm) mit Bad/Toilette und heißer Dusche im Unterdeck. Das große Sonnendeck kann über eine Treppe erreicht werden. Es ist der ideale Platz, um das faszinierende Leben auf dem Fluss zu beobachten: Während Sie gemütlich in ihrem Deckchair sitzen und an Ihrem Drink aus unserer wohlbestückten Bar nippen, zieht das Leben wie ein Film an Ihnen vorbei. 
Manchmal sind Sie dem Ufer so nah, dass Sie den Menschen buchstäblich ins Wohnzimmer schauen könne. Alle Mahlzeiten (mit Ausnahme des Dinners am 1. Tag) werden an Bord von unserer Köchin zubereitet. Wir servieren sowohl die herzhafte burmesische Küche als auch die leichtere chinesische Küche. 
Wir verzichten bewusst auf eine Klimaanlage. Nach unserer langjährigen Erfahrung ist es auf dem Fluss erheblich kühler als an Land. Wie auch immer: Sollte es mal ein wenig stickig werden, können sie den Ventilator einschalten. Und schließlich will man ja auch das Gefühl haben, in den Tropen unterwegs zu sein … 

Morgens werden Sie im Hotel abgeholt und dann geht es mit der Fähre über den Yangon River nach Dala auf dem Südufer des Flusses. Dort wartet ein Auto, das Sie in ca. drei Stunden nach Pyapon (Gateway to the Delta’) bringt. Dort schiffen Sie sich auf M.S. HINTHA ein und nehmen Ihr Lunch, während das Schiff durch die geschäftigen Wasserstraßen des Deltas Richtung Süden fährt. Sie passieren Dörfer, Gärten, Entenfarmen und – last but not least – Reisfelder. Gelegentlich grüßt eine goldene Pagode vom Ufer. Wenn die Wasserstraßen zu eng für unser Schiff werden und die allgegenwärtigen Nipapalmen zu nahe rücken, steigen Sie in ein kleineres Boot um, das Sie zu einer Brücke im Dschungel bringt, von wo aus es zu Fuß weitergeht. Nach ca. 15 Minuten erreichen Sie Mingala Thaung Dan, ein Fischerdorf an der Küste. Erwarten Sie jedoch keinen Sandstrand, die Küste des Deltas ist eher schlammig! Kein Wunder, denn der mächtige Ayeyarwady schiebt sein Delta jedes Jahr 60 m ins Meer hinaus und lagert die mitgebrachten Schwebstoffe an der Küste ab. Mingala Thaung Dan wurde 2008 durch den Zyklon Nargis völlig zerstört. Alle Hütten wurden davongespült und ein Viertel der Bevölkerung von 600 Menschen verlor ihr Leben auf der Flucht vor dem Sturm. Dank großzügiger Unterstützung durch Freunde und Kunden waren wir in der Lage, das gesamte Dorf mit seinen 130 Bambushäusern in ein paar Wochen wieder aufzubauen. Es macht Spaß, seiner Wiederauferstehung zuzusehen: Wo früher nur Zerstörung zu sehen war, steht heute wieder ein stattliches Dorf. Das Schönste für uns sind die vielen Kinder, die nach dem Sturm geboren wurden. Sie zeigen, dass der Lebenswille der Menschen hier ungebrochen ist und wir sind stolz darauf, ein bisschen dazu beigetragen zu haben … Rückkehr zum Schiff, wo schon der Sundowner auf Sie wartet. Nach einer erfrischenden Dusche wird das Dinner serviert und anschließend sitzen Sie zusammen und Kapitän Peter erzählt, wie es sich auf dem großen Fluss so lebt, während die Frösche ihr Konzert geben. Der Sternenhimmel in dieser abgelegenen Gegend ist einfach unglaublich! Übernachtung an Bord.

Während Sie das Frühstück genießen, fährt M.S. HINTHA zurück nach Pyapon, das am späten Vormittag erreicht wird. Mit der Rikscha besichtigen Sie anschließend die Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Thazi-Pagode mit dem großen Buddha, der auf den Fluss schaut und den Shwe Nat Gu Tempel, wo jedes Jahr im November das landesweit bekannte Maskenspiel (Ramayana) aufgeführt, das mehrere Tage dauert. Rückkehr aufs Schiff und Mittagessen an Bord.

Anschließend steigen Sie auf ein kleineres Boot um, denn aufgrund der vielen Brücken und engen Wasserwege kann unser Schiff dort nicht fahren. Mit ihm erkunden wir die Kanäle zwischen Pyapon und Bogalay, unserem heutigen Tagesziel. In der Nähe der ‚großen‘ Städte wie Pyapon und Bogalay gibt es vielerlei Aktivitäten: Fischerboote entladen ihren Fang im Kühlhaus, von den Bootswerften erklingt das Konzert der Hämmer und Bohrer. Und natürlich eine Reismühle neben der anderen, denn Pyapon und Bogalay sind bedeutende Zentren für den Reishandel. Das Delta des Ayeyarwady (von den Briten Irrawaddy genannt) galt während der Kolonialzeit als ‘Reisschüssel des Empire‘. Hier wurde der Reis produziert, mit dem die hungrigen Massen Indiens gefüttert wurden. Nach Ankunft in Bogalay erkunden wir die kleine Stadt. Wie wär’s mit einem Tee in einem der vielen Tea Shops. Hier liegt das wahre Paradies der Burmesen und der Legende nach kann man Volkes Stimme nirgendwo besser vernehmen als an diesen Orten. Wenn man denn Burmesisch kann… Inzwischen ist unser Schiff in Bogalay angekommen und Sie gehen an Bord, wo Sundowner und Dinner auf Sie warten. Übernachtung an Bord in einem ruhigen Nebenfluss.

Während Sie an ihrem ‘Early Morning Tea‘ nippen, heißt es ‘Leinen los!’ und das Schiff fährt nach Pyapon. Anschließend Frühstück. Noch einmal werden Sie von unserer Köchin mit einem Lunch verwöhnt und dann heißt es Abschied nehmen von der M.S. HINTHA. In Pyapon wartet schon das Auto auf Sie, das Sie zurück nach Yangon bringt. Sie erreichen Ihr Hotel am späten Nachmittag.

Deltatour 2 mit der
M.S. HINTHA (4 Tage,
3 Nächte)

Unser Schiff ist komplett aus Teakholz gebaut und 26 m lang mit zwei Decks. Es hat vier geräumige Kabinen (ca. 11 qm) mit Bad/Toilette und heißer Dusche im Unterdeck. Das große Sonnendeck kann über eine Treppe erreicht werden. Es ist der ideale Platz, um das faszinierende Leben auf dem Fluss zu beobachten: Während Sie gemütlich in ihrem Deckchair sitzen und an Ihrem Drink aus unserer wohlbestückten Bar nippen, zieht das Leben wie ein Film an Ihnen vorbei. 
Manchmal sind Sie dem Ufer so nah, dass Sie den Menschen buchstäblich ins Wohnzimmer schauen könne. Alle Mahlzeiten (mit Ausnahme des Dinners am 1. Tag) werden an Bord von unserer Köchin zubereitet. Wir servieren sowohl die herzhafte burmesische Küche als auch die leichtere chinesische Küche. 
Wir verzichten bewusst auf eine Klimaanlage. Nach unserer langjährigen Erfahrung ist es auf dem Fluss erheblich kühler als an Land. Wie auch immer: Sollte es mal ein wenig stickig werden, können sie den Ventilator einschalten. Und schließlich will man ja auch das Gefühl haben, in den Tropen unterwegs zu sein … 

Der mächtige Ayeyarwady River ist die Lebensader Myanmars. Vom Zusammenfluss von Maykha und Malikha nahe Myitkyina (Kachin State) fließt er 2.200 km mehr oder weniger von Norden nach Süden bis er die Andamanensee erreicht. Nahe der Stadt Henzada, die ungefähr 200 km vom Meer entfernt ist, verzweigt er sich in ein Delta mit sieben Mündungen und unzähligen Kanälen und Flussarmen. Der Fluss transportiert gewaltige Mengen an Sediment und jedes Jahr schiebt er sein Delta um 60 m in die Andamanensee hinaus. Und das Delta ist gigantisch: die Distanz zwischen seinem östlichen (Yangon River) und dem westlichen (Pathein River) Mündungsarm beträgt 200 km Luftlinie!

Sie besteigen das Boot am Nachmittag an einem der Stadtpiers und checken in Ihre Kabine ein. Nach kurzer Zeit erreicht das Schiff den Twante-Kanal, der Yangon mit dem Delta verbindet. Schauen Sie sich den Sonnenuntergang von Ihrem gemütlichen Deckchair aus an, während sie an einen Sundowner nippen. Um 8 Uhr wird das Dinner serviert und anschließend erzählt Ihnen kapitän Peter, wie es sich so auf dem Ayeyarwady lebt. Und während Sie Matratzenhorchdienst leisten, fährt das Schiff durch die Nacht.

Wenn Sie aufwachen, ist das Schiff von weit den Pyapon River hinabgefahren. Nach einem reichhaltigen Frühstück wieder viel Zeit zum Schauen: Sie passieren Dörfer, Gärten, Entenfarmen und – last but not least – Reisfelder. Gelegentlich grüßt eine goldene Pagode vom Ufer. Wenn die Wasserstraßen zu eng für unser Schiff werden und die allgegenwärtigen Nipapalmen zu nahe rücken, steigen Sie in ein kleineres Boot um, das Sie zu einer Brücke im Dschungel bringt, von wo aus es zu Fuß weitergeht. Nach ca. 15 Minuten erreichen Sie Mingala Thaung Dan, ein Fischerdorf an der Küste. Erwarten Sie jedoch keinen Sandstrand, die Küste des Deltas ist eher schlammig! Kein Wunder, denn der mächtige Ayeyarwady schiebt sein Delta jedes Jahr 60 m ins Meer hinaus und lagert die mitgebrachten Schwebstoffe an der Küste ab.
Mingala Thaung Dan wurde 2008 durch den Zyklon Nargis völlig zerstört. Alle Hütten wurden davongespült und ein Viertel der Bevölkerung von 600 Menschen verlor ihr Leben auf der Flucht vor dem Sturm. Dank großzügiger Unterstützung durch Freunde und Kunden waren wir in der Lage, das gesamte Dorf mit seinen 130 Bambushäusern in ein paar Wochen wieder aufzubauen. Es macht Spaß, seiner Wiederauferstehung zuzusehen: Wo früher nur Zerstörung zu sehen war, steht heute wieder ein stattliches Dorf. Das Schönste für uns sind die vielen Kinder, die nach dem Sturm geboren wurden. Sie zeigen, dass der Lebenswille der Menschen hier ungebrochen ist und wir sind stolz darauf, ein bisschen dazu beigetragen zu haben … Rückkehr zum Schiff, wo schon der Sundowner auf Sie wartet. Nach einer erfrischenden Dusche wird das Dinner serviert und anschließend sitzen Sie zusammen und Kapitän Peter erzählt, wie es sich auf dem großen Fluss so lebt, während die Frösche ihr Konzert geben. Der Sternenhimmel in dieser abgelegenen Gegend ist einfach unglaublich! Übernachtung an Bord.

Während Sie das Frühstück genießen, fährt M.S. HINTHA zurück nach Pyapon, das am späten Vormittag erreicht wird. Mit der Rikscha besichtigen Sie anschließend die Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Thazi-Pagode mit dem großen Buddha, der auf den Fluss schaut und den Shwe Nat Gu Tempel, wo jedes Jahr im November das landesweit bekannte Maskenspiel (Ramayana) aufgeführt, das mehrere Tage dauert. Rückkehr aufs Schiff und Mittagessen an Bord.
Anschließend steigen Sie auf ein kleineres Boot um, denn aufgrund der vielen Brücken und engen Wasserwege kann unser Schiff dort nicht fahren. Mit ihm erkunden wir die Kanäle zwischen Pyapon und Bogalay, unserem heutigen Tagesziel. In der Nähe der ‚großen‘ Städte wie Pyapon und Bogalay gibt es vielerlei Aktivitäten: Fischerboote entladen ihren Fang im Kühlhaus, von den Bootswerften erklingt das Konzert der Hämmer und Bohrer. Und natürlich eine Reismühle neben der anderen, denn Pyapon und Bogalay sind bedeutende Zentren für den Reishandel. Das Delta des Ayeyarwady (von den Briten Irrawaddy genannt) galt während der Kolonialzeit als ‘Reisschüssel des Empire‘. Hier wurde der Reis produziert, mit dem die hungrigen Massen Indiens gefüttert wurden. Nach Ankunft in Bogalay erkunden wir die kleine Stadt. Wie wär’s mit einem Tee in einem der vielen Tea Shops. Hier liegt das wahre Paradies der Burmesen und der Legende nach kann man Volkes Stimme nirgendwo besser vernehmen als an diesen Orten. Wenn man denn Burmesisch kann… Inzwischen ist unser Schiff in Bogalay angekommen und Sie gehen an Bord, wo Sundowner und Dinner auf Sie warten. Übernachtung an Bord in einem ruhigen Nebenfluss.

Während Sie an ihrem ‘Early Morning Tea‘ nippen, heißt es ‘Leinen los!’ und das Schiff fährt nach Pyapon. Anschließend Frühstück. Noch einmal werden Sie von unserer Köchin mit einem Lunch verwöhnt und dann heißt es Abschied nehmen von der M.S. HINTHA. In Pyapon wartet schon das Auto auf Sie, das Sie zurück nach Yangon bringt. Sie erreichen Ihr Hotel am späten Nachmittag

Bagan

Seit Beginn der Saison 2017 dürfen die Tempel und Stupas Bagan NICHT MEHR BESTIEGEN werden! Stattdessen findet der berühmte Sonnenuntergang auf Hügeln statt – die jedoch bei weitem nicht einen so guten Ausblick bieten! Die beste Alternative ist der Aussichtsturm nahe dem Aureum Hotel (eintrittspflichtig!). Von dort bietet sich ein überwältigender Anblick auf die alte Metropole im Licht der Abendsonne. 

Morgens: Zu Beginn der Tour bringt Sie Ihr Guide zum Shwegugyi-Tempel, der direkt neben dem alten Königspalast liegt, der wieder ausgegraben wurde. Von hier aus verschaffen wir uns einen Überblick, bevor es losgeht. Unter den Tempeln Bagans stechen einige hervor: da ist zum einen der Stupa Shwezigon, der erste Großbau von Bagan – hier integrierte der König Anawrahta den Geisterkult in den Theravada-Buddhismus und noch heute genießen die Geister in Myanmar größte Verehrung. 
Einen Besuch wert ist auch der nahegelegene Gubyaukgyi-Tempel im Dorf Wetkyi-In. Die Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert sind bemerkenswert gut erhalten. Der Sulamani-Tempel ist das Vorbild für alle Tempel der sog. Spätphase, d. h. zwischen 1180 und 1287 entstanden, dem Jahr, in dem mongolische Invasoren der Pracht ein Ende machten. 
Der von dem Vatermörder Narathu erbaute Dhammayangyi-Tempel birgt bis heute sein Geheimnis: warum wurde das innere Ambulatorium zugemauert? Vielleicht kennen die Fledermäuse die Antwort… Anschließend Lunch in einem lokalen Restaurant.

Am Nachmittag: Nun sehen Sie vor allem Tempel der Frühphase, d. h. solche, die zwischen 1060 und 1120 A.D. entstanden. Höhepunkt eines Besuches in Bagan ist sicher der Besuch des Ananda-Tempels: dieser von König Kyanzittha Ende des 11. Jahrhunderts A.D. fertig gestellte Bau enthält vier große Buddhastatuen, die den Buddhas unseres Weltzeitalters geweiht sind: Kakusandha, Konagamana, Kassapa und natürlich Gautama, dem historischen Buddha. Auf Reliefs im Ambulatorium des Tempels wird seine Lebensgeschichte lebendig. Das nahe gelegene Kloster des Tempels enthält wundervolle Wandmalereien, die uns einen Einblick in das Leben im burmesischen Reich im 18. Jahrhundert gewähren. Die in den Jataka-Geschichten dargestellten Personen scheinen zu leben – so akribisch ist alles gemalt. Nachmittags geht es in das Dorf Myinkaba, in dem mehrere beeindruckende Bauten aus der Mon-Phase stehen: der Manuha-Tempel mit seinen wie eingekerkert wirkenden Buddhas und der Nanphaya-Tempel, einer der wenigen Tempel mit einer vorgeblendeten Sandsteinfassade. Diese Bauweise wurde sehr bald zugunsten der Stuckfassaden aufgegeben. Wir bummeln durch das kleine Dorf, dessen Bewohner sich ihren Lebensunterhalt mit der Herstellungen von Lackwaren verdienen. Im Laufe dieses Tages haben Sie auch Gelegenheit, eine Lackfabrik zu besuchen, in der diese kleinen Kunstwerke hergestellt werden. Am Ende dieses Bummels liegen zwei weitere sehenswerte Tempel: der Gubyaukgyi, nicht zu verwechseln mit seinem Namensvetter, den wir am Morgen gesehen haben, und der Myazedi. Der Gubyaukgyi hat wohl die am besten erhaltenen Wandmalereien der Frühphase und besticht daneben durch seinen gut erhaltenen Stuckdekor an den Außenwänden. Hauptsehenswürdigkeit des Myazedi ist die Rajakumar-Inschift, eines der frühesten Zeugnisse burmesischer Schrift, auch genannt der ‚Rosetta-Stein von Myanmar‘, denn anhand dieser Inschrift gelang die Entzifferung der rätselhaften Pyu-Schrift. Dort wartet bereits eine Pferdekutsche auf Sie, mit der es zum Sonnenuntergang (je nach Zugänglichkeit der Pagoden) geht: keiner wird je das Bild vergessen, das sich ihm bietet – Pagoden so weit das Auge reicht, dahinter der majestätische Ayeyarwady und bei gutem Wetter reicht der Blick bis hinüber zu den Chin Hills im Westen…

Anmerkung: Es versteht sich von selbst, dass Ihr Guide nicht strikt an dieses Programm gebunden ist! Falls Sie eigene Wünsche haben, kann das Programm beliebig umgestellt werden.

Mt. Popa, oftmals auch ‚Burmesischer Olymp‘ genannt, ist nach burmesischem Glauben der Wohnsitz der Geister. Der Name ist abgeleitet vom Pali-Wort puppa, was Blume bedeutet. Und in der Tat ist es eine Wohltat für das Auge, wenn man sein frisches Grün und die Blumen nach der langen Fahrt durch die staubige Ebene Oberburmas sieht. Das Auto verlässt Bagan am Morgen und nach etwa einer halben Stunde sieht man am Straßenrand zahlreiche kleine Hütten, die mit großen Reklameschildern auf sich aufmerksam machen. Was gibt es da zu sehen? Die Besitzer der Hütten sind Palmbauern, die ihre Produkte anpreisen. Palmbauern? Was sind denn das? Die Palmyrapalme (borassus flabellifer) ist ohne Zweifel der wichtigste Wirtschaftsbaum im ganzen Lande. Ein alter tamilischer Gesang (tala vilasam) schreibt ihm mehr als achthundert Nutzungsarten zu! Hier sehen wir vier davon: den süßen frischen Saft, direkt von der Palme gezapft, den fermentierten Saft (Toddy, ‚das Bier des armen Mannes‘), den destillierten Saft (Arrak, der gut 60 % Alkohol enthält) und letztendlich Karamellen, die aus dem verkochten Saft gemacht werden. Es ist übrigens das einzige Essen, das burmesische Mönche zu sich nehmen dürfen, nachdem die Sonne ihren Höchststand erreicht hat. Der Bauer klettert gern für ein Foto hinauf und lässt Sie probieren… Einige Farmer bauen nebenbei noch Hülsenfrüchte an, deren Öl mit wahrhafter Steinzeit-Technologie ausgepresst wird: ein Ochse trottet immer im Kreis und bewegt den gewaltigen Stößel der Ölmühle…

Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen Mt. Popa – was für ein Unterschied! Nachdem wir lange Zeit nur Palmyrapalmen und Sukkulenten gesehen haben, ist Mt. Popa ein Fest für’s Auge: üppige grüne Bäume, Blumen und Früchte wohin das Auge schaut… Es scheint, dass der 1500 Meter hohe ruhende Vulkan das gesamte Wasser aus der Luft zieht, das in der Gegend vorhanden ist. Bewundern Sie die bunte Welt der Geister, die in dem Schrein am Fuße eines Basaltkegels versammelt sind. Im Zentrum die Popa Maedaw mit ihren beiden Söhnen, den Brüdern ‚Geringwertiges Gold‘, ihrem Mann und ihrem Schwager. Wie es sich für Geister gehört, sind sie alle eines grausamen, unnatürlichen Todes gestorben und deswegen spuken sie auch danach noch herum. Mehr als fünfzig Geister sind hier versammelt. Mit etwas Glück kann man in der Nähe auch Einsiedler (Yathe) und Geistertänzer (Natkadaw) treffen. Dieser Basaltkegel, genannt Taungkalat, ist der Sitz der Geister, nicht etwa der Vulkan selbst. Wer mag, kann ihn über 787 teils recht steile Treppenstufen gern besteigen, sollte sich aber vor den Affen in Acht nehmen, die dort ein wahre Landplage sind. Niemals das von den fliegenden Händlern angebotene Affenfutter kaufen! Denn dann sind Sie möglicherweise nicht nur das Geld, sondern auch Ihre Kamera oder Brille los!

Nach dem Geisterfelsen ist es Zeit für eine kleine Erfrischung. Dafür bietet sich das nahe gelegene Mt. Popa Resort an, das mitten im Nationalpark Mt. Popa gelegen ist. Von dort hat man bei einem Snack oder Drink einen phantastischen Blick auf den Taungkalat. Danach geht es weiter nach Kyaukpadaung, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Fuße des Vulkans. Auf dem lebhaften Markt der Stadt treffen Sie vermutlich keine einzigen Touristen – ganz im Gegensatz zu dem völlig überlaufenen Markt der nahe Bagan gelegenen Stadt Nyaung Oo… Anschließend Rückfahrt nach Bagan.

Mt. Popa, oftmals auch ‚Burmesischer Olymp‘ genannt, ist nach burmesischem Glauben der Wohnsitz der Geister. Der Name ist abgeleitet vom Pali-Wort puppa, was Blume bedeutet. Und in der Tat ist es eine Wohltat für das Auge, wenn man sein frisches Grün und die Blumen nach der langen Fahrt durch die staubige Ebene Oberburmas sieht. Sale ist eine kleine Stadt südlich von Bagan, die eine bemerkenswerte Sammlung schöner alter Holzklöster besitzt. Daneben gibt es dort noch etliche Tempel aus der Bagan-Zeit.
Das Auto verlässt Bagan am Morgen und nach etwa einer halben Stunde sieht man am Straßenrand zahlreiche kleine Hütten, die mit großen Reklameschildern auf sich aufmerksam machen. Was gibt es da zu sehen? Die Besitzer der Hütten sind Palmbauern, die ihre Produkte anpreisen. Palmbauern? Was sind denn das? Die Palmyrapalme (borassus flabellifer) ist ohne Zweifel der wichtigste Wirtschaftsbaum im ganzen Lande. Ein alter tamilischer Gesang schreibt ihm mehr als achthundert Nutzungsarten zu! Hier sehen wir vier davon: den süßen frischen Saft, direkt von der Palme gezapft, den fermentierten Saft (Toddy, ‚das Bier des armen Mannes‘), den destillierten Saft (Arrak, der gut 60 % Alkohol enthält) und letztendlich Karamellen, die aus dem verkochten Saft gemacht werden. Es ist übrigens das einzige Essen, das burmesische Mönche zu sich nehmen dürfen, nachdem die Sonne ihren Höchststand erreicht hat. Der Bauer klettert gern für ein Foto hinauf und lässt Sie probieren… Einige Farmer bauen nebenbei noch Hülsenfrüchte an, deren Öl mit wahrhafter Steinzeit-Technologie ausgepresst wird: ein Ochse trottet immer im Kreis und bewegt den gewaltigen Stößel der Ölmühle…
Wir setzen unsere Fahrt fort und erreichen Mt. Popa – was für ein Unterschied! Nachdem wir lange Zeit nur Palmyrapalmen und Sukkulenten gesehen haben, ist Mt. Popa ein Fest für’s Auge: üppige grüne Bäume, Blumen und Früchte wohin das Auge schaut… Es scheint, dass der 1500 Meter hohe ruhende Vulkan das gesamte Wasser aus der Luft zieht, das in der Gegend vorhanden ist. Bewundern Sie die bunte Welt der Geister, die in dem Schrein am Fuße eines Basaltkegels versammelt sind. Im Zentrum die Popa Maedaw mit ihren beiden Söhnen, den Brüdern ‚Geringwertiges Gold‘, ihrem Mann und ihrem Schwager. Wie es sich für Geister gehört, sind sie alle eines grausamen, unnatürlichen Todes gestorben und deswegen spuken sie auch danach noch herum. Mehr als fünfzig Geister sind hier versammelt. Mit etwas Glück kann man in der Nähe auch Einsiedler (Yathe) und Geistertänzer (Natkadaw) treffen. Dieser Basaltkegel, genannt Taungkalat, ist der Sitz der Geister, nicht etwa der Vulkan selbst. Wer mag, kann ihn über 787 teils recht steile Treppenstufen gern besteigen, sollte sich aber vor den Affen in Acht nehmen, die dort ein wahre Landplage sind. Niemals das von den fliegenden Händlern angebotene Affenfutter kaufen! Denn dann sind Sie möglicherweise nicht nur das Geld, sondern auch Ihre Kamera oder Brille los!

Nach dem Geisterfelsen ist es Zeit für eine kleine Erfrischung. Dafür bietet sich das nahe gelegene Mt. Popa Resort an, das mitten im Nationalpark Mt. Popa gelegen ist. Von dort hat man bei einem Snack oder Drink einen phantastischen Blick auf den Taungkalat. Danach geht es weiter nach Kyaukpadaung, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Fuße des Vulkans. Auf dem lebhaften Markt der Stadt treffen Sie vermutlich keine einzigen Touristen – ganz im Gegensatz zu dem völlig überlaufenen Markt der nahe Bagan gelegenen Stadt Nyaung Oo… Weiter geht’s nach Sale, an dessen Ortsrand eine große Düngemittelfabrik den Reisenden ‚begrüßt‘ – ein ‚Geschenk‘ Japans. Sale war im 19. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum am Ayeyarwady River. In wahrhaft burmesisch-buddhistischer Selbstlosigkeit stifteten die reichen Kaufleute der Stadt zahlreiche Klöster, die verschwenderisch mit Holzschnitzereien geschmückt wurden.Leider sind die meisten Klöster heute in einem beklagenswerten Zustand aber das berühmteste unter ihnen, das Yoke Sone Kyaung (Figurenkloster) ist in ein Museum umgewandelt worden und hier wurden die besten Stücke gesammelt und ausgestellt. Besonders bemerkenswert sind die Handschriften von U Ponnya, zweifellos der bekannteste Sohn der Stadt. Er spielte eine wichtige Rolle als Ratgeber und Poet am königlichen Hofe. Daneben war er offenbar auch ein sehr charmanter Mann, der bei den Damen sehr beliebt war – trotz eines steifen Arms. Dies wurde ihm schließlich zum Verhängnis: er wurde 1867 ermordet, wohl von einem eifersüchtigen Rivalen… Über die Ölstadt Chauk geht es zurück nach Bagan, das Sie am späten Nachmittag erreichen…

Die Strecke von Bagan nach Pyay (Prome) wird von Touristen eher selten befahren. Die Busse von Yangon fahren alle über den Highway via Naypyidaw nach Bagan. Dabei ist es eine sehr schöne Fahrt, vorbei an alten Klöstern und verträumten Städten, immer entlang am großen Fluss. Tag 1: Die Straße führt südwärts von Bagan nach Chauk, kurz vor der Stadt überqueren wir die Grenze der Region Mandalay zur Region Magway. Chauk ist neben dem weiter südlich gelegenen Yenangyaung die wichtigste Erdölstadt des Landes. Die Ölfelder von Chauk gehören zu den weltweit am längsten genutzten. Zwischen den hier dominierenden Hügeln steht ein Wald von Bohrtürmen, die ein Labyrinth von Ölleitungen mit den Öltanks verbindet, die die Gegend verschandeln. Wir überqueren den Ayeyarwady auf der großen Brücke und erreichen das Westufer, auf dem ebenfalls Bohrtürme stehen. Von der Brücke geht es Richtung Süden und nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir die Stadt Salin am Wethtigan-See, an dessen Ostseite sich der Shwe Ma Daw-Tempel über dem Wasser erhebt. Nicht weit davon liegt die Hauptattraktion des Ortes, das Kloster Myaw Hle Sin Kyaung mit wunderschönen Holzschnitzereien an den Balustraden, die Jatakas (Erzählungen aus den diversen Existenzen des Buddhas Gautma) zum Thema haben. Das Kloster wurde auf 250 Pfählen errichtet und beherbergt eine Buddhasammlung, die der freundliche Abt gern zeigt. In der Nähe noch einige romantisch überwucherte Tempelruinen und Stupas (s. Fotos). Nächste Station ist die große Tempelanlage Kyaung Taw Ya (s. Foto), eine wichtige Wallfahrtsstätte nahe dem Ayeyarwady, die in einer fruchtbaren Reisgegend liegt. Die Nähe des Ayeyarwady ermöglicht die Bewässerung der Felder auf dem Westufer. Hier, wie auch in den anderen Orten haben wohlhabende Menschen ihren Reichtum selbstlos in Klöster und Tempel investiert. Zwar weist der Ort keine Klöster mit schönen Holzschnitzereien auf aber die Anlage hat trotzdem ihren Charme – hat doch schließlich der erleuchtete Buddha selbst hier einst in einem Sandelholzkloster gewohnt, als er Shwesettaw-Pagode besuchte, wo er seinen Fußabdruck hinterließ. Der kleine Schlenker von der Hauptstraße lohnt sich durchaus, vor allem in der Regenzeit, wenn zahlreiche Pilger hierher strömen. Von dort sind es nur ein paar Minuten nach Legaing, wo das Kloster Yoke Sone Kyaung (Figurenkloster) seinem Namen alle Ehre macht. Die Holzschnitzereien sind absolut sehenswert und gut erhalten. Auch in Sagu, einem größeren Ort, der etwa 10 km südlich von Legaing liegt, sollte man unbedingt anhalten. Das Maha Withurama Kloster stammt zwar erst aus den 20er Jahren aber dafür sind seine Original-Holzschnitzereien in einem bemerkenswert guten Zustand. Auch die Klöster Hman Khin Yoke Sone Kyaung und das Thet-Daw-Kloster mit seiner schönen Buddhasammlung lohnen einen Besuch. Weiter geht es nach Minbu, wo ein Schlammvulkan vor sich hinblubbert. Dort überqueren wir den Ayeyarwady und fahren auf dem Westufer hinauf nach Sale, wo wir in einem neuen Guesthouse übernachten. Tag 2: Am nächsten Tag statten wir Salay und seiner Umgebung einen Besuch ab. Salay selbst war in der Spätzeit des Bagan-Reiches offenbar eine wichtige Stadt. Davon zeugen nicht weniger als 52 Monumente aus jener Zeit, die im Stil denen von Minnanthu (bei Bagan) ähneln. Auch in der Kolonialzeit scheint die Stadt wohlhabend gewesen zu sein, wie man anhand diverser stattlicher Häuser im Stil der Zeit sehen kann. Auch hier gründeten wohlhabende Bürgern etliche Klöster, die leider nicht mehr in einem besonders Zustand sind. Daher hat sich das Archäologische Department entschlossen, die besten Stücke aus den Klöstern im Yoke Sone Kyaung (s. Foto) zusammen-zutragen, der in ein Museum umgewandelt wurde. Das frühere Kloster ist berühmt für die schönen Holzschnitzereien an der Balustrade, die u. a. die Legende von May Oo darstellen, die von einem der Taungbyone Nats aus verschmähter Liebe getötet wurde. Außerdem enthält das Museum eine ganze Reihe von Buddhastatuen und andere sehenswerte Artefakte, darunter Originalhandschriften Sale U Ponnyas, des berühmtesten Sohnes der Stadt. Auch auf der anderen Straßenseite finden sich etliche Klöster, einige davon nicht mehr bewohnt. Eine Kuriosität ist ein ca. 3 m hoher Lackbuddha, in den man sogar hineinkriechen kann! Anschließend geht es Richtung Süden nach Yenangyaung (s. Foto Anfang 20. Jhdt.), der berühmtesten Erdölstadt des Landes, die ein ganz ähnliches Bild bietet wie Chauk. Hier stand die Wiege des Weltkonzerns British Petroleum (BP), der als Burmah Oil Company das Licht der Welt erblickte. Heute sind die einst reichen Ölquellen weitgehend erschöpft: Myanmar kann nicht einmal mehr die Hälfte seines (bescheidenen) Eigenbedarfs aus eigener Produktion decken… Wir halten uns jedoch nicht dort auf, sondern fahren Richtung Westen durch ein trockenes Flussbett nach Ober-Hsale, einem urigen Dörfchen, das auch schon bessere Tage gesehen hat, wie man anhand der 41 Tempel aus der späten Bagan-Zeit sehen kann. Viele von ihnen sind bereits zerfallen aber einige weisen noch schöne Wandmalereien im Stil jener Zeit auf. Offenbar war es damals eine wichtige buddhistische Stätte. Von hier ist es nicht mehr weit nach Magway, der bescheidenen Hauptstadt der Region, deren berühmtester Sohn der im nicht weit entfernten Natmauk geborene Befreier des Landes, General Aung San, ist. Hier überqueren wir den Ayeyarwady und fahren Richtung Westen bis zum Fuß des Arakan-Gebirges (Rakhine Yoma). Dort tritt der Man-Fluss aus dem Gebirge in die Ebene des Ayeyarwady und genau an jener Stelle liegt der berühmte Wallfahrtsort Shwesettaw, was nichts anderes als ‚Goldener Fußabdruck‘ bedeutet. Hier soll einst der Erleuchtete zwei Fußabdrücke (s. Foto) hinterlassen haben, die seit langer Zeit Gegenstand höchster Verehrung sind. Aus dem ganzen Lande reisen die Pilger an, um hier Verdienst zu erwerben. Nicht weit von Shwesettaw liegen einige Dörfer des Chin-Volkes. Nachdem Sie hier ausreichend Verdienste für ein halbes Leben gesammelt haben, machen Sie sich auf den Weg nach Magway, wo in einem annehmbaren Hotel übernachtet wird. Tag 3: Die Straße nach Pyay führt zuerst Richtung Osten nach Taungdwingyi. Kurz vor der Stadt liegen die Reste der alten Pyu-Metropole Beikthano (Stadt des Vishnu), die bereits 200 B.C. begründet wurde und die erste in einer Reihe von Stadtstaaten des Pyu-Volkes war. Um 100 A.D. wurde die Stadt aufgegeben. Obwohl sie zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, gibt es hier außer ein paar Fundamenten nicht viel zu sehen. Gegen Mittag erreichen wir Pyay, die letzte Metropole der Pyu. Hier gibt es erheblich mehr zu sehen als in Beikthano! Wir schauen uns die Überreste der Stadt Shri Kshetra (burm.: Tharekittaya), die im 9. Jahrhundert A.D. unterging, nachdem sie 600 Jahre lang das Machtzentrum der Pyu gewesen war. Truppen des in der heutigen chinesischen Provinz Yünnan gelegenen Nanchao-Reiches eroberten sie und verschleppten einen Teil der Bevölkerung nach Yünnan. Einem Teil ihrer Bewohner gelang die Flucht in die Gegend von Bagan, wo sie eine neue Stadt gründeten, aus der später die Metropole des Ersten Burmesischen Reiches hervorging. Verglichen zur ummauerten Stadt von Bagan war Shri Kshetra flächenmäßig relativ groß, die ovale Anlage hat einen Durchmesser von 5 km. Grund dafür war vermutlich, dass die Stadt im Belagerungsfall in der Lage sein sollte, sich selbst zu ernähren. Sicher eine gute Idee, jedoch liegt der Nachteil dieses Konzepts darin, dass die Stadtmauer auf diese Art sehr lang wird und zu ihrer Verteidigung erheblich mehr Männer gebraucht wurden, als z. B. in Bagan, dessen umwallte Fläche nur 1,5 qkm groß ist… Schon wenn man von der Stadt Pyay kommt, liegt außerhalb der Stadtmauer der große Stupa Payagyi aus dem 6.-7. Jhdt. A.D. Sri Kshetra verfügte alter Tradition gemäß über zwölf Stadttore, von denen bisher aber nur neun ausgegraben wurden. Auf dem Gelände der Stadt selbst liegen nur der Palast und vier religiöse Monumente. Direkt in ihrem Zentrum liegt der Palast, von dem nur einige Fundamentreste geblieben sind. Gleich daneben ist das kleine aber sehenswerte Museum, in dem einige Funde aus der großen Zeit Sri Kshetras aufbewahrt werden. Der mit seinen 50 m alles überragende Stupa Baw Baw Gyi (s. Foto) liegt ebenso wie andere wichtige Tempel südlich der Stadtmauer. Angeblich enthielt er früher eine Reliquie, ein Stirnbein des Buddha, das von König Anawrahta dort entnommen wurde und im später im neu erbauten Shwezigon-Stupa seiner Residenz in Bagan eingeschreint wurde. Der Lay-Myethna-Tempel (vermutlich 7.-9. Jhdt. A.D. s. nebenstehendes Foto) mit seinen vier Eingängen erinnert in vielen Details an seine gleichnamigen, aber erheblich jüngeren Namensvettern in Bagan. Nach der Besichtigung Rückkehr nach Pyay, wo im Mingalar Garden Hotel übernachtet wird. Am nächsten Tag individuelle Weiterreise nach Yangon, Toungoo (via Bago Yoma) oder nach Taunggok (Arakan).

Mandalay

Mandalay-Programme

Mandalay – der Zauber dieses Wortes beflügelt seit Gründung der Stadt die Phantasie der Menschen im Westen. Durch Kiplings (der übrigens nie dort war!) gleichnamiges Gedicht wurde sie weltweit bekannt und sogar ein Luxushotel in Las Vegas schmückt sich heute mit dem Namen. Die Realität war erheblich profaner: diejenigen Ausländer, vor allem natürlich Briten, die dort gewesen sind, zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Bild. Weder George Orwell noch Somerset Maugham (um nur die beiden Berühmtesten zu nennen) berichten positiv über Mandalay: Hitze, Staubstürme und feindselige Einheimische versauerten ihnen das Leben und dementsprechend sind ihre Berichte.

Mandalay ist mit seinen ca. 1.5 Millionen Einwohner die zweitgrößte Stadt des Landes und die Metropole der Zentralen Ebene. Die verhältnismäßig junge Stadt wurde 1857 von König Mindon unter dem Namen ‚Yadanarbon‘ (Berg von Edelsteinen) gegründet. Der Name konnte sich jedoch nicht durchsetzen, stattdessen wurde sie Mandalay (Glücksverheißende Ebene) genannt. Sie war die letzte Hauptstadt der burmesischen Könige, die hier von 1857 bis 1885 regierten. Am 29. November 1886 wurde der letzte König, Thibaw, zusammen mit seiner Familie und seinem engsten Gefolge in Mandalay auf ein Schiff gesetzt und nach Yangon gebracht, von wo man ihn ins Exil beförderte. In Ratnagiri, einer Stadt an der Westküste Indiens, verbrachte er den Rest seines Lebens, das am 15. Dezember 1916 endete. Dort ist er auch begraben. Seine Frau Supayalati kehrte nach Burma zurück und lebte bis zu ihrem Tode in Yangon. Ihr Grabmal liegt nahe der Shwedagon-Pagode (siehe unsere Tour: Ein Spaziergang durch Yangons jüngere Geschichte).

Nach der Einverleibung des burmesischen Königreiches ins britische Kolonialreich wurde die stolze Hauptstadt der Könige zu einem Außenposten des Empire. Die Zitadelle wurde in Fort Dufferin umbenannt und so dämmerte die Stadt bis zum Einmarsch der Japaner im Jahre 1942 vor sich hin. 1945 fand hier eine wichtige Schlacht zwischen den japanischen Verteidigern und den englischen Angreifern statt, während derer der Königspalast, das Meisterwerk burmesischer Holzschnitzkunst, in Flammen aufging. Nach der Unabhängigkeit wurde die Hafenstadt Yangon zur Hauptstadt erkoren und Mandalay konnte seinen alten Status nicht wiedererlangen. Als Myanmar dann 2005 eine neue Hauptstadt bekam, war es nicht Mandalay, sondern die Neugründung Naypyidaw, der diese Ehre zufiel. Was der Stadt jedoch blieb, war ihr Ruf als Zentrum der burmesischen Kultur und noch heute blicken ihre Bewohner traditionell mit leisem Mitleid auf die Emporkömmlinge in Yangon und anderenorts hinab. Etwa hundert Jahre nach dem Verlust der Hauptstadtrolle begann sich die verschlafene Stadt zu wandeln: zahlreiche Chinesen wanderten zu und verwandelten die Downtown Mandalays in einen schlechten Abklatsch einer mittelgroßen chinesischen Provinzstadt. Die traditionellen Häuser verschwanden aus dem Stadtzentrum und ihre Bewohner wanderten an die Peripherie ab, nachdem sie ihre Häuser zu stolzen Preisen an die Zuwanderer verkauft hatten. Damit setzte ein Aufschwung ein, der bis heute anhält. Mittlerweile ist die Stadt durch ihre Nähe zur chinesischen Grenze zu einem wichtigen Handelszentrum aufgestiegen, in dem heute an die 1.5 Millionen Menschen leben – Mandalay prosperiert und das zeigt sich in allen Bereichen!

Wir bringen Ihnen die alte Hauptstadt nahe. Folgen Sie uns auf Erkundungstouren in der Stadt und ihrer Umgebung! Bewundern Sie die Zeugnisse der Königszeit rund um den Mandalay Hill und den wiederaufgebauten Palast. Schauen Sie den Handwerkern bei ihrer Arbeit zu und werden Sie Zeuge der Verehrung des Mahamuni-Buddhas, der heiligsten Buddhastatue des Landes. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass der wahre Reiz der Stadt in ihrer Umgebung liegt: die alten Königsstädte Inwa und Amarapura liegen direkt vor den Toren der Stadt, die Hügel von Sagaing auf dem Westufer des Flusses und die riesige Pagode von Mingun nicht weit davon ein paar Meilen flussaufwärts.

Folgende Touren bieten wir Ihnen an:

  • Ankunft: Besuch in Sagaing und Mittagessen – vormittags
  • Die Höhepunkte Mandalays – nachmittags
  • Wie Mandalay wurde – zur Geschichte der Stadt – ganztägig
  • Auf dem Motorrad: Mandalay Motorbike am Abend – abends
  • Sportlich: Mit dem Fahrrad aus Mandalay hinaus – vormittags
  • In den Bergen: Höhlen und Trekking – ganztägig
  • Über der Stadt: Heißluftballonfahrt über Mandalay – frühmorgens
  • Zu Wasser: Schifffahrt nach Nord und Süd – ganztags
  • Zu Fuß: Das Geheimnis Sagaings – ganztägig
  • Mit dem Schiff nach Mingun – halbtags
  • Radtour Mandalay, Amarapura, Sagaing, Mingun – 2 Tage/1 Nacht
  • Die Klöster Mandalays – halbtags
  • Kutschfahrt und Botanischer Garten in Maymyo – ganztags
  • Dinner & Mandalay Marionettes – abends
  • August: Taungbyone Nat Festival – tagelang!

Monywa

Ausflug Mandalay-Monywa-Mandalay

Tag 1: Fahrt nach Monywa, unterwegs Stopps in Inwa, Sagaing und an den Tempelanlagen nahe Monywa (Thanboddhaye, Bodhi Tataung), Ü Win Unity Resort
Tag 2: Besichtigung der Höhlen von Hpo Win Daung und Shwe Ba Taung, Ü dto.
Tag 3: Rückfahrt nach Mandalay; Ankunft gegen Mittag, Ende der Tour

NICHT inkludiert: Mahlzeiten außer Frühstück, Tips, Drinks

Ausflug Mandalay-Monywa-Bagan

Statt nach Mandalay zurückzufahren, kann man von Monywa auch nach Bagan weiterfahren. Fahrtdauer ca. drei Stunden. Zwei davon geht es auf dem Westufer des Flusses mit dem Auto nach Pakkoku (reine Fahrzeit) und noch eine mit dem Boot von dort nach Bagan. Unterwegs lohnen sich Stopps in Pakhan Gyi, das einige Bauten aus der Bagan-Zeit beherbergt, und in Pakkoku, das ein wichtiges religiöses Zentrum mit der entsprechenden Vielzahl an Klöstern ist. Die Strecke geht auf dem Westufer des Chindwin nach Pakkoku, wo das Boot nach Bagan wartet. Von dort noch mal eine Stunde dorthin.

Tag 1: Fahrt nach Monywa, unterwegs Stopps in Inwa, Sagaing und an den Tempelanlagen nahe Monywa (Thanboddhaye, Bodhi Tataung), Ü Win Unity Resort
Tag 2: Besichtigung der Höhlen von Hpo Win Daung und Shwe Ba Taung; Ü dto.
Tag 3: Fahrt nach Pakkoku, weiter per Boot, Ankunft in Bagan am Nachmittag

Eine weitere Möglichkeit ist Bootsfahrt von Monywa den Chindwin hinauf (Ablauf und Preise auf Anfrage)

Monywa ist ohne jeden Zweifel die ‚Königin des Chindwintales‘. Die ‚burmesischste‘ Stadt des Landes und größte Stadt der Region Sagaing bietet viele Sehenswürdigkeiten und dient als Ausgangspunkt für Fahrten auf dem Chindwin, dem zweitlängsten Fluss Myanmars – oder halt als Endpunkt… Viele Reisende, die von Mandalay nach Bagan fahren wollen, machen gern den kleinen Umweg über Monywa. Von Mandalay aus sind es drei Stunden dorthin. Wer Sagaing und Inwa oder gar Amarapura während des Mandalay-Programms noch nicht gesehen hat, kann diese Orte auf dem Weg nach Monywa besuchen. In diesem Falle sollte ein voller Tag für die Reise eingeplant werden.
Von Mandalay kommend liegen kurz vor der einige beeindruckende Bauwerke, an erster Stelle zu nennen der Thanboddhaye-Tempel (s. Foto). Er wurde kurz nach Ende des 2. Weltkrieges fertig gestellt und bietet einen überwältigenden Eindruck: manch einer vergleicht ihn mit den Bauten Gaudis in Barcelona, andere wiederum mit Disneyland – bilden Sie sich selbst Ihre Meinung! Vielleicht noch beeindruckender sind die gigantischen Buddhastatuen von Bodhi Tataung (Tausend Bodhibäume): ein 90 Meter langer liegender Buddha und dahinter ein 80 Meter hoher (einige sprechen sogar von 114 Metern) stehender Buddha (s. Foto), ebenso wie sein liegender Artgenosse von innen begehbar: in dem ‚eingebauten‘ Museum lernen Sie die bunte Welt des burmesischen Volksglaubens kennen… Allerdings ist der ‚Innenausbau‘ des stehenden Buddhas vermutlich immer noch nicht beendet.
Die Stadt Monywa selbst bietet eine entspannte Atmosphäre und lädt zum Schlendern über die Märkte oder am Ufer des Chindwin ein. Das Win Unity Hotel ist recht komfortabel und genügt auch höheren Ansprüchen. Die Bungalows gruppieren sich um einen Swimmingpool am Rande eines Sees.

Hpo Win Daung Caves
Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt liegt jedoch auf der anderen Seite des Flusses. Sie überqueren den Chindwin River, auf dessen Westufer der größte buddhistische Höhlenkomplex Südostasiens liegt. An die tausend Höhlen wurden hier seit Jahrhunderten in den weichen Sandstein gegraben. An einigen hat der Zahn der Zeit sehr stark genagt, andere sind recht gut erhalten. Besonders interessant sind die Wandmalereien, die überwiegend während der Nyaung-Gyan-Periode (ca. 1500 bis 1750) entstanden (s. Detail-Foto). Natürlich hält die hiesige Kunst keinen Vergleich mit Bagan aus aber sehenswert ist sie auf auf jeden Fall. Ganz in der Nähe befindet sich die Höhlenanlage von Shwe Ba Taung, die allerdings deutlich jünger ist als die von Hpo Win Daung, wie man selbst als Laie unschwer erkennen kann…

SHAN-STAAT

Wenn in Myanmar vom Shan-Staat die Rede ist, meint man eigentlich drei verschiedene Regionen: den Südlichen Shan-Staat mit der Hauptstadt Taunggyi, den Nördlichen Shan-Staat mit der Hauptstadt Lashio und den Nordöstlichen Shan-Staat mit der Hauptstadt Kyaing Tong (Keng Tung).

Wie der Name schon sagt, ist er die Heimat der Shan, die fast 40 % seiner Bevölkerung stellen. Woraus schon hervorgeht, dass es dort zahlreiche Minderheiten gibt, unter denen die ethnischen Burmesen eine der zahlreichsten sind. Das Völkergemisch des Shan-Staats ist legendär und auch die Shan selbst sind nicht auf ihren ‚eigenen‘ Staat beschränkt: es gibt Shan in vielen Gebieten des nördlichen Myanmar, z. B. im Kachin-Staat. Die Shan sind eng verwandt mit den Thais im Nachbarland und teilen sich auch die Sprache mit ihnen. Sich selbst nennen sie ‚Tai Yai‘, was soviel wie ‚Große Thai‘ bedeutet. Der heutige Shan-Staat ist nur der Rest eines einst viel größeren Gebietes, das den Königen von Burma unterstand. Zeitweise wurde selbst der Westen des benachbarten Laos von den Burmesen beherrscht. Im Norden des Nachbarlandes Siam (Thailand) dauerte die burmesische Herrschaft fast 250 Jahre und ihre Spuren sind allerorten sichtbar. Das alte burmesische Königreich darf man sich nicht als Nationalstaat vorstellen. Es war eher so organisiert wie das alte Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Der König beherrschte das Kernland aber die tributpflichtigen Fürsten – unter denen natürliche auch etliche andere Minoritäten wie z. B. Karen, Shan und andere waren – genossen erhebliche Freiheit. Allerdings mussten sie dem König Heerfolge leisten. Der burmesische König hatte einen großen Harem und ein großer Teil der ‚Besatzung‘ bestand aus Frauen und Mädchen, die Minoritäten angehörten. Dadurch entstanden verwandschaftliche Bande zwischen dem Königshaus und den Fürsten. So war z. B. der letzte König, Thibaw, der Sohn einer Shan-Prinzessin. Nichtsdestoweniger gab es natürlich auch Spannungen zwischen dem König und den Fürsten.

Als die Briten das Land erobert hatten, beließen sie die Verhältnisse wie sie waren und so erfreuten sich die Herren der 33 Fürstentümer des heutigen Shan-Staats eines weitgehenden Maßes an Unabhängigkeit. Abgesehen von Verteidigungs- und Außenangelegenheit konnten die ‚Himmlischen Herren‘, die Saophas (burm. Sawbwas) walten und schalten, wie es ihnen gefiel. Ein britischer Resident vor Ort sagte dafür, dass sie nicht über die Stränge schlugen. Als die Unabhängigkeit Burmas vor der Tür stand, war man sich in Großbritannien nicht ganz klar, wie man mit den Shan-Staaten verfahren sollte. Zeitweise war im Gespräch, dass nur ‚Burma Proper‘, also das burmesische Kernland unabhängig werden sollte, während die Gebiete ‚Outer Burmas‘ unter britischer Kontrolle bleiben sollten. Die Initiative General Aung Sans, der mit den Fürsten das Panglong-Abkommen aushandelte, in dem sich die Fürsten der neu zu gründenden Union von Burma anschlossen, beendete solche Spekulationen. In dem Abkommen wurde den Fürsten übrigens zugesichert, dass sie ihre Zustimmung nach Ablauf einer Frist von zehn Jahren rückgängig machen konnten, aber darüber ist die Geschichte hinweg gegangen. Der Militärputsch von 1962 bedeutete das Ende für die Privilegien der Fürsten, die damit den Weg gingen, den auch die indischen Maharajas später gehen mussten. Feudalfürsten passen einfach nicht mehr in die moderne Zeit, auch wenn das Leben als Fürst recht angenehm war, wie Inge Sargent (s.u.) zu berichten wusste.

Der Shan-Staat hat etliche interessante Destinationen zu bieten, unter denen der Inle-See und seine weitere Umgebung im Südlichen Shan-Staat an erster Stelle steht. Aber auch die beiden anderen Shan-Staaten haben einiges zu bieten: ausgefallene Trekking-Touren zu exotischen Stämmen, vor allem im Nordöstlichen Shan-Staat und die Eisenbahnfahrt von Lashio nach Pyin Oo Lwin, deren Höhepunkt die Überquerung des atemberaubenden Gokteik-Eisenbahnviadukts darstellt.

Pindaya und Ayethayar
Halbtags

Wer sich dem Inle-See langsam und mit Bedacht nähern will, liegt mit dieser Exkursion genau richtig. Nach der Landung am Flughafen Heho am Morgen geht es zuerst nach Pindaya. In diesem Ort besichtigen Sie die berühmte Tropfsteinhöhle Shwe Umin. Hier haben fromme Gläubige seit Jahrhunderten Heilung von allen möglichen Gebresten gesucht (und hoffentlich auch gefunden!). Zum Dank für die Heilung stellten viele eine Buddhastatue auf. Heute sind es an die 10.000 Statuen, die im geheimnisvollen Halbdunkel der Höhle auf den Besucher herabschauen. Anschließend bietet sich die Gelegenheit, den Papiermachern des Städtchens bei ihrem Handwerk über die Schulter zu schauen. Das Endprodukt wird zu diversen Zwecken (z. B. Sonnenschirme) weiter verarbeitet. Danach geht es nach Ayethayar, einem verträumten Ort unweit des Inle-Sees, wo Sie das berühmte Weingut besuchen. Hier wird in prächtiger Umgebung das Mittagessen serviert, und natürlich darf eine Weinprobe nicht fehlen, während Sie mehr über das Geschäft des Weinanbaus in Myanmar erfahren, das hier seine Wurzeln hat. Im Anschluss Fahrt zum Hotel.

Falls gewünscht, sind Übernachtungen in Pindaya und/oder Ayethayar problemlos möglich. Insbesondere Besuchern des Ballonfests im nahen Taunggyi raten wir zu einer Übernachtung in Ayethayar.

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Tageswanderung in Pindaya

Ganztägig

Heute lernen Sie die Umgebung Pindayas kennen. Der Ort liegt am malerischen Phone-Taloke-See und ist ein Zentrum des Danu-Volkes, das einen eigenartigen Dialekt des Burmesischen spricht. Angeblich waren vor langer Zeit burmesische Soldaten in der Gegend stationiert und haben einheimische Mädchen geheiratet. So die Legende… Auf Ihrer Wanderung durch die Dörfer werden Sie neben Danu auch Angehörige anderer Ethnien treffen, u. a. Pa-O oder Taungthu. Neben Reis und Weizen bauen sie auch Gemüse wie Kohl usw. an. Zu bestimmten Jahreszeiten erstrahlt die ganze Gegend in Gelb: das ist die Zeit, in der die Nigerhirse blüht (fälschlich auch gern ‘Japanischer Sesam’ genannt). Gegen Abend erreichen Sie wieder Ihr Hotel.

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Radtour vom Flughafen nach Indein

Halbtags

Eine der beliebtesten Möglichkeiten, vom Flughafen zum See zu gelangen, ist die Fahrt mit dem Rad, da es entlang dieser Strecke meistens nur bergab geht, und die Temperaturen im Shan-Hochland eher an einen mitteleuropäischen Sommer als an die südostasiatischen Tropen erinnern. Nach der Landung am Flughafen werden Sie empfangen und zu Ihren Rädern gebracht (auch von Kalaw möglich). Das Gepäck wird vorausgeschickt und Sie radeln einfach von ca. 1180 Höhenmetern bergab gen Inle-See auf etwa 880 Höhenmeter. Während der etwa dreistündigen Radtour geht es an Feldern, Dörfern und Schulen vorbei, bis Sie in Indein ankommen, wo Sie die berühmten Stupas besichtigen. Anschließend Fahrt über den See zum Hotel.

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Trekking von Kalaw nach Indein

2 Tage / 1 Nacht

Die vermutlich berühmteste Trekkingtour Myanmars führt Sie in zwei Tagen entlang von Feldern und Wäldern ab Kalaw zum Inle-See. Am ersten Tag verlassen Sie Kalaw morgens und treffen Ihren Guide am Startpunkt. Heute erwartet Sie eine etwa 6 Stunden (total) dauernde Wanderung durch grüne Berge und fruchtbare Täler, während Ihr aus Kalaw stammender Guide Sie auf Besonderheiten entlang des Weges aufmerksam macht und so manche Anekdote zu erzählen weiß. Höhepunkte während des Trekkings sind natürlich die Begegnungen mit den Angehörigen verschiedener Volksstämme, die sich hier so zahlreich in der Umgebung des Inle-Sees niedergelassen haben. Die Palaung mit ihren bunten Trachten sind vor allem als Teebauern in ganz Myanmar bekannt, während die Pa-O durch ihre bunten Kopfbedeckungen, die an Turbane erinnern, auffallen. Ein einfaches Mittagessen wird unterwegs zubereitet, und am späten Nachmittag schließlich erreichen Sie Ihre Unterkunft für die kommende Nacht. Diese befindet sich in einer einfachen Hütte in einem der Dörfer unterwegs (Gemeinschaftschlafzimmer möglich). Nachdem am nächsten Morgen das Frühstück serviert wurde, treten Sie die zweite Etappe – größtenteils bergab – an. Nach ca. 6 Stunden erreichen Sie den See. Fahrt zum Hotel, wo Ihr Gepäck bereits wartet.

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Waterworld: Ein Tag bei den Intha

Ganztägig

Heute erkunden Sie den See und lernen dessen Bewohner, die Intha (die ‚Söhne des Sees‘), kennen, die unter anderem für das Anlegen der schwimmenden Gärten und als Einbeinruderer bekannt sind. Das wichtigste buddhistische Bauwerk ist die Phaung Daw Oo Pagode mit ihren fünf – kaum noch als solchen zu erkennenden – Buddhafiguren. Eine Besonderheit ist das Cat-House: hier hat ein reicher Burmese ein Haus im traditionellen Stil gebaut und dort eine Zuchtstation für die extrem seltenen Burma-Katzen eingerichtet. Schauen Sie den eleganten Tieren beim Spiel zu und genießen Sie den Blick von der Terrasse des Hauses über den See. Mit etwas Glück können Sie einen der traditionellen Märkte am Seeufer besuchen, die alle fünf Tage stattfinden. Um die Mittagszeit geht es zu einem abgelegenen Teil des Sees, wo in einer Siedlung in einem Privathaus das Mittagessen für Sie vorbereitet wurde. Genießen Sie die Spezialitäten der gesamten Palette der Shan-Küche in privater Umgebung und exquisiter Aufmachung. Nachmittags besteht die Möglichkeit, nach Indein, an einem Zufluss des Inle-Sees gelegen, zu fahren. Alternativ biete sich die Gelegenheit, auf dem See die Fertigkeiten der Intha zu bewundern: Seidenweberei, Zigarrenmanufaktur, kleine Bootswerften, wo die schnittigen Boote gebaut werden, die über den See jagen, Schmiede – alles ist einen Besuch wert. Rückfahrt zum Hotel über den See bei Sonnenuntergang gegen 17 Uhr.

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Die Indein-Stupas und Mittagessen im Privatboot

Halbtags

Am Morgen geht es über den See zu einem versteckt liegendem Zufluss, der nach Indein führt, eine etwa 1000 Tempel und Stupas umfassende Anlage, deren Ursprünge nicht vollständig geklärt sind. Manche sind schon weitgehend verfallen, andere frisch renoviert – und man weiß nicht, was man nun besser finden soll… Schlendern Sie durch die weitläufige Anlage, die durch die Spenden zahlloser frommer Buddhisten ermöglicht wurde, und tatsächlich an eine Art Mini-Angkor-Wat erinnert. Nach einem Rundgang, der hinter jeder Ecke eine neue Überraschung offenbart, geht es zurück auf den See, wo ein Restaurantboot nur auf Sie wartet. Mitten auf dem See wird unter dem schattigen Dach das Mittagessen serviert, während sich die Kellner um Ihr Wohlergehen kümmern. Anschließend Rückfahrt zum Hotel.

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Ein Tag bei den Dickhäutern in Kalaw

Ganztägig

Bevor die Industrialisierung in großem Maßstab in Myanmar Einzug hielt, waren es die Elefanten, die die die Baumstämme am Hafen von den Schiffen an Land zogen, oder im dichten Urwald die Holzfäller bei ihrer schweren Arbeit unterstützen. Kipling dichtete: “We useter watch the steamers an‘ the hathis pilin‘ teak. Elephants a-pilin‘ teak In the sludgy, squdgy creek,”. Diese Zeiten sind seit einigen Jahren vorbei, aber die grauen Riesen gibt es weiterhin in großer Zahl im ganzen Land. Was tun? Ein Projekt zum Schutze dieser altgedienten Dschungelriesen wurde erst vor wenigen Jahren unweit Kalaws ins Leben gerufen. Es zählt zu den erfolgreichsten Elefantencamps – nicht nur in Myanmar, sondern in ganz Südostasien – in dem das Prinzip der Nachhaltigkeit ganz oben steht!

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Zugfahrt durch die burmesische Schweiz nach Kalaw

vormittags

Eine der schönsten Bahnfahrten, die man in Myanmar unternehmen kann, ist die Fahrt von Shwenyaung nach Kalaw. Morgens geht es mit dem Auto ab Nyaungshwe in etwa 30 Minuten Fahrt nach Shwenyaung, wo am Bahnhof ca. 8 Uhr der Zug aus Yaksauk eintrifft, und bald darauf weiterfährt. Nach etwa vier Stunden Fahrt und Stopps in den Orten Aungban und Heho (längere Stopps, da Umschlagplatz für Waren aller Art) erreichen Sie den kolonialen Bahnhof von Kalaw. Unterwegs jedoch bieten sich einzigartige Eindrücke von Land und Leuten; besonders im Zug ergibt sich schnell die Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, während die schwere Lokomotive die Waggons der Ordinary- und Upper Class durchs Gebirge zieht. Nach der Ankunft in Kalaw gegen 12 Uhr folgt ein Mittagessen im Seven Sisters, ein Restaurant, das man besucht haben muss. Der Rest des Tages ist frei.

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Übernachtung auf dem Weinberg

2 Tage / 1 Nacht

„Wussten Sie, dass in Myanmar Wein angebaut wird?“ lautet der Werbeslogan der Winzer vom Ayethayar-Weingut. Die beiden Deutschen, die sich dort 1997 selbstständig gemacht haben, produzieren mittlerweile hervorragenden Wein, und das Restaurant wurde mehrfach ausgezeichnet. Das ist aber beileibe noch nicht alles: neben Weinprobe und Mittagessen mit Blick auf den Weinberg bietet dieser Ausflug eine Exkursion durch die Reben nebst fachkundiger Führung und eine Übernachtung im hauseigenen 4-Sterne-Bungalow direkt am Hang. Egal, wie spät man am Abend ins Bett gekommen ist – es gibt keinen erhebenderen Augenblick als den am frühen Morgen, wenn die aufgehende Sonne den Weinberg facettenreich erleuchtet, und man auf der riesigen Terrasse dabei in der ersten Reihe sitzt. Das Weingut kann man problemlos vom Flughafen oder auch vom Inle-See erreichen. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen check-out und entweder Fahrt zum Inle-See oder zum Flughafen.

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Der Nördliche Shan-Staat ist am besten von Mandalay aus zu erreichen. Von dort führt die alte Burma Road nach China. Vor der japanischen Besetzung Burmas im Jahre 1942 war sie die wichtigste Nachschubroute für den chinesischen Diktator Chiang Kai Chek. Dessen Truppen waren von den Japanern ins Innere des Landes abgedrängt worden waren, sodass seine Regierung keine Häfen mehr hatte, über die der lebenswichtige Nachschub laufen konnte. Der lief dann über die Burma Road und ein wichtiger Grund für die Invasion der Japaner in Burma war es sicher, diese Nachschubroute zu unterbrechen (s. Karte). Nach dem 2. Weltkrieg verlor sie stark an Bedeutung – bis sie dann im Zuge der Öffnung Chinas zur Welt plötzlich wieder interessant wurde. Man muss sich vor Augen halten, dass der bevölkerungsreiche Westen Chinas (die Provinzen Yünnan, Szechuan, Guizhou und die Region Chongqing) von der burmesischen Küste nicht weiter entfernt liegen als die Pazifikhäfen des Landes. Zumal die Burma Road den langen Seeweg durch die Straße von Malakka und die South China See erspart. Die alte Burma Road wurde verbreitert, modernisiert und zahlreiche Brücken wurden gebaut. Wenn man die Straße Richtung Muse (chinesische Grenze) fährt, sieht man vielerorts eine Doppel-Pipeline neben der Straße verlaufen. Sie dient dem Transport der lebenswichtigen Ölimporte vom Persischen Golf sowie des burmesischen Erdgases aus den Feldern vor der Küste Arakans. Parallel ist eine Eisenbahnstrecke im Bau

Pyin Oo Lwin
Ist die bekannteste Stadt dort, sie gehört allerdings verwaltungsmäßig noch zur Region Mandalay. Früher war sie unter dem Namen Maymyo bekannt und während der Kolonialzeit die wichtigste Hill-Station. Hier, in der angenehm kühlen Bergluft, ließ es sich gut aushalten, wenn die Temperaturen in der Ebene auf über 40 Grad stiegen… So entstand ein ‘Klein-England’ in den Tropen: Häuser im Mock-Tudor-Style, Kirchen, Friedhöfe. Very British, so to say… Das berühmteste Hotel war seinerzeit sicher das berühmte Candacraig, einst eine Chummery (Unterkunft für Junggesellen, scherzhaft auch ‚Bullenkloster‘ genannt), das heute als Thiri Myaing (derzeit geschlossen) seiner neuen Bestimmung als Luxus-Boutique-Hotel entgegen sieht. Schon George Orwell hat sich hier sicher wohlgefühlt, nachdem er dem verhassten staubigen, heißen Mandalay – zumindest für eine kurze Zeit – entkommen war. Die Briten sind schon lange gegangen, aber die Sehnsucht, der Hitze in der Ebene zu entkommen, blieb. Und so trifft man heute viele – oft ob der ungewohnten Kälte dick vermummte – einheimische Erholungsuchende aus allen Landesteilen dort. Vor allem nachts kann es dort ausgesprochen kalt werden.
Aber auch die Soldaten der Kolonialmacht haben ihre Spuren hinterlassen. Viele Gurkhas, Sikhs und moslemische Soldaten ließen sich nach ihrer Dienstzeit hier nieder und leben friedlich zusammen. Auch zahlreiche Christen leben hier oben. Ein sehr beliebtes Transportmittel in Pyin Oo Lwin sind Pferdekutschen (gharries), die das Flair der alten Zeit noch verstärken. Damit die hitzegeplagten Engländer schneller in die Sommerfrische kamen, wurde eine Eisenbahn von Mandalay hier hinauf gebaut. Die Fahrt von Mandalay nach Pyin Oo Lwin mit ihren vielen Spitzkehren ist ein Erlebnis.

Am Morgen holt Sie Ihr Auto am Hotel ab. Erstes Ziel ist der 1934 erbaute Purcell Tower im Zentrum der Stadt. Bummeln Sie durch die Straßen und den lebhaften Basar und werfen Sie einen Blick in die Gebetsstätten der verschiedenen Konfessionen: im Sri Krishna und im Sri Ganesh Tempel beten die Hindus, die Moslems versammeln sich zum Gebet in ihrer Moschee und die Chinesen zieht es zum Tian Rong Tempel mit seinem 6-stöckigen Aussichtsturm. Die zahlreichen Christen beten in drei verschiedenen Kirchen (die größte unter ihnen ist die Church of Immaculate Conception. Kirche der unbefleckten Empfängnis) und auch eine Gurdwara der Sikhs fehlt nicht. Und da wir in Myanmar sind, gibt es natürlich auch zahlreiche Pagoden…

Anschließend besteigen Sie eine der schon erwähnten Pferdekutschen und machen eine Fahrt durch das ‘Freilichtmuseum’, die Außenbezirke der Stadt, vorbei an den Villen und Hotels aus der Kolonialzeit: das berühmte Candacraig Hotel (s. Foto) steht natürlich an erster Stelle aber auch das Croxton und das Craddock Court sind sehr sehenswert.

Nachmittags steht der Botanische Garten (National Kandawgyi Garden, s. Foto) auf dem Programm. Er wurde im 1. Weltkrieg unter englischer Leitung von türkischen Kriegsgefangenen angelegt, ist fast 100 Hektar groß und beherbergt über 600 Baum- und Pflanzenarten. Sie werden sich dort bestimmt nicht langweilen! Verschaffen Sie sich zuerst vom Nan Myint Tower einen Überblick und dann geht es los: Sie spazieren durch herrliche Blumenbeete, bewundern die schwarzen Schwäne und die Mandarinenten auf dem See im Zentrum der Anlage. Dann durchwandeln Sie die verschie-denen Biotope des tropischen Regenwaldes. Besonders beeindruckend der Bambuswald mit seinen 75 Arten, darunter dem riesigen Dendrocalamus gigenteus, dem größten seiner Art, der bis zu 35 m hoch werden kann. Aber auch das Sumpfhabitat und die Voliere sind einen Besuch wert. Das Orchideenhaus zieht vor allem Liebhaber dieser tropischen Schätze an.
Ein Gang durch das Schmetterlingsmuseum rundet Ihren Besuch ab. Danach haben Sie sich aber wirklich eine Erfrischung im Kandawgyi-Cafe verdient. Anschließend zurück ins Hotel.

Tagesprogramm: Ein Ausflug zum Gokteik-Viadukt
Das gewaltige Gokteik-Eisenbahn-Viadukt (gebaut im Jahre 1900 von einer amerikanischen Firma) überspannt eine über 100 m tiefe Schlucht zwischen Naungcho und Kyaukme und galt seinerzeit als eine technische Meisterleistung. Leider ist die Garantie vor 20 Jahren abgelaufen – aber das sollte Sie nicht besorgen. Das Viadukt ist fast 800 m lang und die Fahrt im Schritttempo über das Bauwerk ist ein Erlebnis der besonderen Art, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Unten im Tal sieht man die Autos wie Spielzeuge die Serpentinen hinaufklettern, während Sie aus luftiger Höhe hinabschauen. Der amerikanische Schriftsteller Paul Theroux hat die Fahrt in seinem Buch ‚The Great Railway Bazaar‘ eindrücklich beschrieben!! Die Bahn führt bis hinauf nach Lashio. Ab er so weit fahren Sie nicht: in Kyaukme, der ersten Station nach dem Viadukt, wartet schon das Auto auf Sie und dann geht es zurück Richtung Pyin Oo Lwin.

Etwa 25 km vor der Stadt liegt der buddhistische Höhlenkomplex Peik Chin Myaung. Wandeln Sie 600 m in die Höhle hinein und erleben Sie eine bunte Wunderwelt burmesischen Volksglaubens. Krokodile lugen aus Wasserlöcher, riesige Schlangen blicken den Besucher drohend an – aber keine Sorge: sie sind nicht echt! Natürlich mangelt es auch nicht an Pagoden und besonders Interessierte können hier den Lebensweg des Erleuchteten nachvollziehen.
Ein kleiner Abstecher zum den Pwe-Kauk-Wasserfällen führt sie mitten ins pralle Leben. Die Burmesen lieben es, hier Picknick zu machen… Gegend Abend erreichen sie wieder Pyin Oo Lwin und können noch einmal die einmalige Atmosphäre dieser Hill Station genießen. Oder möchten Sie lieber einen Nachmittag auf dem Golfplatz verbringen?

Auf nach Hsipaw und Lashio
Nach einer dreieinhalbstündigen Autofahrt von Pyin Oo Lwin erreicht man Hsipaw, einst Hauptstadt eines der Shan-Fürstentümer, die sich während der Kolonialzeit einer weitgehenden Unabhängigkeit erfreuten. Nur Verteidigungsangelegenheiten und Außenpolitik oblag den britischen Kolonialherren, ansonsten konnten die Fürsten schalten und walten wie es ihnen beliebte. Ein britischer Resident sorgte dafür, dass sie nicht über die Stränge schlugen. Hsipaw ist Ausgangspunkt für Trekkingtouren und in dem Städtchen hat sich eine anschauliche Backpacker-Szene etabliert. Das Haus (Haw), in dem der letzte Herrscher (Sawbwa) von Hsipaw lebte, ist – neben der schönen Umgebung – die größte Sehenswürdigkeit des Städtchens. Hier lebte die berühmte Shan-Prinzessin Inge Sargent als Ehefrau des Sawbwa von Hsipaw, ihr Buch ’Twilight over Burma – My life as a Shan princess‘ hat so mancher Besucher der Stadt im Gepäck. Offenbar hat es sich als Angehörige des Adels ganz gut gelebt dort oben… Ein beliebter Abstecher von Hsipaw führt nach Namshan, einer großen Siedlung der Palaung, die überwiegend vom Teeanbau leben.

Nach zwei Stunden Fahrt in nordöstlicher Richtung erreicht man schließlich die Stadt Lashio, die schon stark chinesisch geprägt ist. Hier ist meist Endstation für die Reisenden aus dem Fernen Westen. Der mahayana-buddhistische Tempel der Stadt ist der größte seiner Art im ganzen Lande. Lashio blüht durch den Handel mit China, hat aber ansonsten nicht viel Spektakuläres zu bieten – außer der typischen Shan-Staat-Atmosphäre mit den Bergstämmen auf den Märkten, ein paar heißen Quellen und den unvermeidlichen Pagoden. Von Lashio aus sind es noch einmal fünf Stunden mit dem Auto bis zur chinesischen Grenze in Muse aber die Strecke ist oft gesperrt. Besonders reizvoll ist die Rückfahrt mit der Bahn durch den Bergdschungel entlang dem Dohtawady-Fluss, der bei Inwa in den Ayeyarwady mündet.

Programme: Pyin Oo Lwin als Tagesausflug von Mandalay – s. Mandalay-Ausflüge

Tagesausflug: Ein Ausflug zum Gokteik-Viadukt

Ausflug: Pyin Oo Lwin – Gokteik-Viadukt – Hsipaw – Lashio – Pyin Oo Lwin (4 Tage / 3 Nächte)
Tag 1: Autofahrt nach Hsipaw, Stadtbesichtigung, nachmittags kurze Trekkingtour, Ü: Hsipaw Lodge
Tag 2: Trekking in der Umgebung von Hsipaw, Ü dto.
Tag 3: Fahrt nach Lashio, Stadtbesichtigung, Ü Golden Hill Hotel
Tag 4: ganztägige Bahnfahrt nach Pyin Oo Lwin über das Gokteik-Viadukt

Der Nordöstliche Shanstaat gehört sicher zu den am wenigsten besuchten Regionen des Landes. Er bildet zusammen mit den Grenzregionen Laos‘ und Thailands das berühmt-berüchtigte ‚Goldene Dreieck‘, einst das größte Opiumanbaugebiet der Welt. Heutzutage widmet man sich dort mehr der Herstellung von Amphetaminen…
Das Gebiet ist erst seit 1993 für den Tourismus geöffnet worden und große Teile können nicht besucht werden. Einer der Gründe für die doch sehr überschaubare Zahl ausländischer Touristen, dürfte darin liegen, dass man das Gebiet vom Kernland Myanmars aus nur auf dem Luftweg erreichen kann.
Die Überlandroute von Taunggyi (Südl. Shanstaat) nach Kyaing Tong (Keng Tung) ist für Touristen seit langem gesperrt. Grund dafür sind andauernde Kämpfe zwischen der burmesischen Armee und Rebellen in dem dazwischen liegenden Gebiet.
Der Nordöstliche Shanstaat ist von Thailand aus auf dem Landweg zugänglich (Grenzübergang Mae Sai/Tachileik). Allerdings kann die Weiterreise Richtung Westen ebenfalls nur auf dem Luftweg erfolgen. Jedoch lohnt ein Ausflug dorthin unbedingt, denn hier hat sich vieles erhalten, was im Kernland schon lange verschwunden ist.
Der Nordöstliche Shanstaat zeichnet sich durch große ethnische Vielfalt aus. Da er relativ nah an Laos liegt, machen sich der Einfluss des kleinen Nachbarlandes hier stark bemerkbar, so z. B. in der Tempelarchitektur. Die größte Bevölkerungsgruppe sind die Khün, die die Ebenen des Landes seit dem 13. Jahrhundert bewohnen. Sie sind eng mit den Shan verwandt. Daneben finden sich diverse Volksgruppen, unter denen die WaShanAkhaPalaung und Lahu die größten sind. Die Wa haben sogar ein eigenes ‚Autonomes Gebiet‘, das an China grenzt. Ihre ‚Hauptstadt‘ Möngla kann man getrost als das Las Vegas von Myanmar bezeichnen, das vor allem von chinesischen Touristen frequentiert wird. Wer sich für Ringkämpfe zwischen Krokodilen und Menschen, Transvestitenshows, Karaoke-Bars und Kasinos oder gar das (von einem gesuchten Drogenhändler gebaute) Drogenmuseum interessiert, ist hier bestens aufgehoben. Aber auch die Kultur kommt hier nicht zu kurz: es gibt sogar eine Kunstausstellung dort.

Kyaing Tong (Keng Tung) ist die größte Stadt und die Hauptstadt des Nordöstlichen Shanstaates. Sie war der Sitz des einheimischen Fürsten (Sawbwa). Die Machtverhältnisse in dem Gebiet waren schwankend: Zeiten, in denen die Fürsten von Kyaing Tong unabhängig waren, lösten sich mit solchen ab, in denen das Gebiet dem Reich von Chiang Mai oder dem birmanischen König untertan war. Während der britischen Kolonialzeit genoss der Sawbwa von Kyaing Tong weitgehende Autonomie. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet von Thailand annektiert aber nach der japanischen Niederlage schnell wieder an die Briten zurückgegeben. Im Zentrum der Stadt liegt ein See, der Naung Tong, der Legende nach das Überbleibsel eines riesigen Binnenmeers, das einst die Gegend bedeckte. Die Tempel von Kyaing Tong werden als Wat bezeichnet – wie in Thailand. Wat Jong Kham und Wat Pha That Jam Mon sind die Highlights unter ihnen. Unbedingt sehenswert mit ihren bis auf den Boden herabreichenden Dächern. Die Unterkunftsmöglichkeiten in Kyaing Tong sind leider nicht besonders gut aber dafür wird der Besucher durch viele interessante Begegnungen und Eindrücke entschädigt. Ausflüge in die Umgebung sind möglich, allerdings kann nicht in den Dörfern übernachtet werden, sondern man muss abends wieder nach Kyaing Tong zurückkehren. Ausnahme ist Möng La, die ‚Hauptstadt‘ des Autonomen Gebietes der Wa, wo es recht annehmbare Hotels gibt. Allerdings ist für den Besuch der Zone eine Genehmigung er-forderlich. Und natürlich kann auch in der Grenz-stadt Tachileik übernachtet werden.

Von Kyaing Tong aus lassen sich schöne Tagestouren zu den Stämmen machen. Eine deckt die Umgebung der Stadt ab. Dort können Dörfer der Lisu, der Akha, der Eng (Ann) und der Palaung besucht werden.
Etwas weiter ist es zu den Dörfern des Loi Wa Stammes, Wan Nyat und Wan Seng.
Zuerst fährt man 65 km auf der Straße nach Möng La und dann heißt es aussteigen. Von hier erreicht man zu Fuß in einer Stunde das Dorf Wan Nyat, das mit einem wunderschönen Kloster aus dem 16. Jahrhundert aufwartet und dessen Bewohner z. T. noch in Langhäusern leben.
Noch mal eine Stunde durch ausgedehnte Teeplantagen ist es zum etwas größeren Dorf Wan Seng, dessen 700 Jahre altes Kloster das von Wan Nyat noch übertrifft. Auch hier noch etliche Langhäuser und Bewohnerinnen in Tracht.

Ein weiteres lohnendes Ziel ist Loi Mwe (Nebelberg), sozusagen die Miniaturausgabe einer britischen Hill Station. Die Residenz von Colonel Rubel und andere Villen sind durchaus sehenswert. Wer von Kyaing Tong nach Tachileik fährt, um dort nach Thailand auszureisen, sollte dort einen Stopp einlegen, wenn er mit dem Mietwagen unterwegs ist. Die Grenzstadt zu Thailand bietet keine Sehens-würdigkeiten, jedoch sind Ein- und Ausreise hier recht unkompliziert.
Allerdings verfügt die Stadt über einen sehr geschäftigen Airport, von dem aus man schnell ins Kernland (oder auch nach Kyaing Tong) kommt.

Unser Angebot für den Nordöstlichen Shan-Staat:

Tag 1: Anreise von Yangon oder Heho, Ankunft am Nachmittag. Transfer zum Golden Star Hotel, dem besten der Stadt. Bummel um den See, Übernachtung

Tag 2: Morgens geht es zuerst zum Markt, wo sich die Stämme aus der Umgebung ein Stelldichein geben. Mit dem Auto geht es Richtung Norden. Nahe dem Akha-Dorf Wan Pin steigen wir aus und besuchen das Dorf. Unterhalten Sie sich (mit Hilfe des Guides) mit den Leuten und erfahren Sie mehr über ihr Leben an der Scheidelinie von Animismus und Christenetum. Von dort geht die Wanderung zum Dorf Wan Mai, einer Siedlung der Eng, die noch Animisten sind und unter den Stämmen wohl ihre Kultur am besten erhalten haben. Ihre Kultstätten sind besonders faszinierend. Weiter geht es nach Pin Tauk, einem Dorf der Lahu Na. Das Shan-Dorf Yan Kong ist bekannt für seine Töpferwerkstätten. Das Dorf Wan Pauk der Silber-Palaung ist das nächste Ziel und den beschließen wir den Tag an den heißen Quellen, wo wir unsere müden Glieder wieder beleben. Anschließend Rückkehr nach Kyaing Tong

Tag 3: Mit dem Auto geht es auf der Hauptstraße 65 km Richtung Nordosten, bevor wir in eine unbefestigte Bergstraße einbiegen. Nicht viel später heißt es Aussteigen, denn von hier geht es auf Schusters Rappen weiter. Nach einer Stunde erreichen wir das schöne Dorf Wan Nyat (s.o.) und wandern – vorbei an Tee-plantagen – weiter nach Wan Seng, in dem die Loi Wa leben. Anschließend Wanderung zurück nach Wan Nyat und dann zum Auto. Rückfahrt nach Kyaing Tong, das am späten Nachmittag erreicht wird.

Tag 4: Bisher haben wir kaum etwas von der Stadt selbst gesehen. Da der Flug erst am Nachmittag geht, haben wir jetzt ausreichend Zeit, uns die schönen Klöster im laotischen Stil anzuschauen. Hier ist das Leben noch beschaulicher als in anderen Klöstern Myanmars. Bekanntermaßen gelten die Laoten unter den (allesamt nicht arbeitswütigen) Völkern der Region als die entspanntesten, die angeblich den Reis wachsen hören! Nachmittags Transfer zum Flughafen und Flug nach Heho bzw. Yangon.

Ausflüge nach Möng La oder zur thailändischen Grenze (via Loimwe) auf Anfrage.

KACHIN-STAAT

Der ganz im Norden des Landes gelegene Kachin-Staat gehört zu den selten besuchten Regionen des Landes. Grund dafür ist zum einen seine Abgelegenheit und zum anderen die Tatsache, dass er immer wieder Schauplatz von Unruhen und militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Regierungsarmee und diversen Rebellengruppen ist. 
Die Hauptstadt Myitkyina liegt nahe dem Ursprung des Ayeyarwady (Myitson), der hier durch den Zusammenfluss von Maykha und Malikha entsteht. Ein schöner Tagesausflug, der auch in Krisenzeiten möglich sein sollte. 
Der geplante Bau eines Staudamms ganz in der Nähe hat im ganzen Lande für Aufregung gesorgt (s. Foto) – derzeit ist er auf Eis gelegt. Wie so viele Orte Myanmars hat auch Myitkyina keine aufregenden Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Januar jeden Jahres erwacht der Ort jedoch aus seinem Dornröschenschlaf: dann findet hier das Manao statt, das animistisch geprägte Neujahrsfest der – eigentlich christianisierten – Kachin-Stämme, zu dem die Leute aus allen Ecken des Landes kommen. Dann kann man schöne Trachten bewundern und es wird kräftig gefeiert und vor allem gebechert – die Kachin gelten als besonders trinkfest. Sie zerfallen in mehrere Stämme, die recht wenig miteinander zu tun haben und und verschiedene Sprachen sprechen. Die Jingpho stellen die mit Abstand größte Gruppe. 
Falls die Restriktionen einmal aufgehoben werden sollten, bietet der Kachin-State faszinierende Destinationen wie das Hukawng Valley, in dem es noch eine größere Tigerpopulation gibt. Auch eine Fahrt auf dem Oberlauf des Ayeyarwady von Myitkyina nach Bhamo, dem nördlichsten mit großen Schiffen erreichbaren Ort am Fluss ist reizvoll. Von Bhamo aus gehen viele Flussreisen Richtung Süden, wobei die Fahrt durch die drei Engpässe wirklich abenteuerlich ist. Die Klosterinsel Shwegu mit ihren mehr als eintausend alten Stupas ist ein weiteres Highlight des selten besuchten Kachin State. 
Fragen Sie uns wegen Permits!

Ganz im Norden des Staates, an den Ausläufern des Himalayas, liegt Putao, die nördlichste Stadt des Landes, in der Regel nur auf dem Luftweg zu erreichen – wenn man denn ein Permit bekommen hat. 
Von hier kann man an schönen Tagen schon die vergletscherten Gipfel (siehe Foto) sehen, die fast 6.000 m hoch sind! Wenn diese auch in unerreichbarer Ferne bleiben, so lassen sich doch am Fuße des Himalaya schöne Wanderung in einer faszinierenden Natur unternehmen, die nur ab und an (vor allem in der Nähe der Stadt) von Siedlungen durchsetzt sind. Viele Leute wohnen nicht hier oben. 
Die abgelegene Lage und die wenigen, teuren Hotels hier oben sorgen dafür, dass sich auch die Besucherzahl in Grenzen hält.

Einer der schönsten Plätze des Kachin-Staates ist der Indawgyi-See, der größte des Landes. An seinem Ufer liegen malerische Siedlungen, man kann wunderschöne Touren auf dem See machen und das reiche Vogelleben hier anschauen. Neben der Natur ist die Shwe-Myae-Zu-Pagode ein Anziehungspunkt – vor allem, wenn hier im Februar/März das große Pagodenfest gefeiert wird, zu dem sich Pilger aus dem ganzen Land hier versammeln. 
Leider ist das Gebiet oft Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen, sodass man vor einem Besuch dort unbedingt die Sicherheitslage checken sollte. Die berühmt-berüchtigten Jademinen von Hpakant sind in der Regel nicht zugänglich. Die Anreise ist mühsam und erfolgt entweder von Myitkyina aus mit dem Auto und von Mandalay mit der Bahn nach Hopong und von dort weiter mit dem Auto. Die Bahn fährt weiter nach Myitkyina und braucht 24 Stunden für die Strecke. Eher etwas für Freunde des ‚unverfälschten Reisens‘… Hotels gibt es am See keine, nur zwei sehr einfache Guest Houses und es kann nicht schaden, sich Proviant mitzubringen, denn die Auswahl vor Ort ist doch sehr begrenzt.

Unser Angebot: Sonderreise zum Kachin Neujahrsfest

Tag 1: Flug von Mandalay/Yangon nach Myitkyina, Transfer zu Ihrem Hotel, dem recht zentral gelegenen ‚Hotel Madira‘. Nachmittags Stadtbesichtigung. Ein Bummel am Ufer des hier schon recht breiten Ayeyarwady hat durchaus seine Reize. Neben den üblichen buddhistischen Tempeln (herausragend die Sutaung Pyae Pagode, auch ‚Wunsch-erfüllungspagode‘ genannt) gibt es Hindu-Tempel, Moscheen, chinesische Tempel und natürlich etliche Kirchen – die Kachin sind überwiegend Christen. Ü Hotel Madira.

Tag 2: Der heutige Tag ist ganz dem Besuch des Manao-Festivals (s. Foto) gewidmet, das auf einer großen Freifläche nahe dem Stadtzentrum stattfindet, das mit riesigen Totempfählen geschmückt ist. Mischen Sie sich unter die Kachin (viele von ihnen in Tracht) und schauen Sie ihnen bei ihren Tänzen und Gesängen zu – und beim Zechen: die Kachin gelten als harte Trinker! Wenn es Ihnen zu langweilig oder zu laut wird, gönnen Sie sich einen Kaffee im ‚Kiss Me‘, wo es einen recht brauchbaren Kaffee gibt. Danach stürzen Sie sich wieder ins Getümmel. Ü dto.

Tag 3: Ausflug nach Myitsone, dem Zusammenfluss von Maykha und Malikha, aus deren Zusammenfluss hier der Ayeyarwady entsteht: ein ganz besonderer Ort und wer hier eine kleine Bootsfahrt macht, wird sie so bald nicht wieder vergessen. Anschließend Rückkehr nach Myitkyina und weiterer Besuch des Manao-Festes. Ü dto.

Tag 4: Flughafentransfer und Rückflug nach Yangon/Mandalay.

ACHTUNG: wegen der Unruhen im Kachin-Staat wurde das Manao in den letzten Jahren abgesagt. Unbedingt anfragen, ob es überhaupt stattfindet, bevor Sie irgendwelche Pläne machen! Fragen Sie uns!

Falls Sie sich für andere Ziele im Kachin-Staat (wie z.B. Indawgyi-See oder Putao) interessieren, machen wir Ihnen gern ein Angebot. Allerdings gilt auch hier, dass große Teile des Staates derzeit wegen der Unruhen gesperrt sind.

KAYAH-STAAT

Der kleinste (knapp 12.000 km²) Staat der Union, während der britischen Kolonialzeit unter dem Namen ‚Karenni-Staaten‘ bekannt, grenzt im Osten an Thailand und im Norden an den Shan-Staat. Im Westen und im Süden ist er vom Karen-Staat umschlossen. Das Gebiet ist erst vor kurzem für den Tourismus geöffnet worden. Seine Lage bietet einiges Potential: er ist vom touristischen Schwerpunkt um den Inle-See in ein paar Stunden zu erreichen (s.u.). Falls, was nicht unwahrscheinlich ist, die Grenze nach Thailand zur Provinz Mae Hongson eines – hoffentlich nicht allzu fernen – Tages geöffnet wird, tun sich bisher ungeahnte Möglichkeiten auf.

Der sehr dünn besiedelte Staat liegt auf dem durchschnittlich tausend Meter hohen Shan-Plateau und wird von Norden nach Süden vom Salween River, dem längsten Fluss des Landes, durchflossen. Der Fluss hat jedoch keine Bedeutung als Schifffahrtsweg (nur im Unterlauf schiffbar). Die auf dem Shan-Plateau dominierenden Kalkgesteine haben dafür gesorgt, dass der Staat sich in jüngster Zeit zu einem Paradies für Höhlenforscher entwickelt hat. Aber auch ganz ‚gewöhnliche‘ Touristen kommen hier zu ihrem Recht.

Der Kayah State ist nur dünn besiedelt, nicht einmal 300.000 Einwohner verlieren sich auf seinem Gebiet. Die Hauptstadt Loikaw ist auch die größte Stadt und liegt in der einzigen größeren Ebenen des ansonsten gebirgigen Staates. Die Bevölkerung besteht zu etwa gleichen Teilen aus Buddhisten und Christen, dazu gibt es einige Animisten und sonstige Minderheiten. Sie ist stark gemischt, ein eigentliches Kayah-Volk existiert nicht, denn unter diesem Namen werden ein gutes Dutzend ethnische Gruppen zusammengefasst. Die bekannteste unter ihnen ist der Stamm der Padaung (Eigenbezeichnung: Kayan), dessen ‚Giraffenfrauen‘ ihn weltweit bekannt gemacht haben. Im benachbarten Thailand kann man sie in Freak-Shows sehen aber hier im Kayah-State sieht man sie in ihrer Heimat und stellt fest, dass es sich um ganz normale und dazu sehr freundliche Menschen handelt. Dazu trägt vielleicht auch der regelmässige Genuss von Reiswein bei, den selbst die Kinder schon konsumieren. Die meisten Kayan sind zum christlichen Glauben bekehrt worden aber es gibt auch noch viele Animisten, wie man anhand ihrer Kultstätten erkennen kann, die an vielen Orten zu sehen sind. Der burmesische Autor Pascal Khoo Thwe, der dem Stamm der Kayan angehört, beschreibt in seinem Buch ‚From the land of the green ghosts – A Burmese Odyssee‘ anschaulich das Leben in einem Kayan-Dorf.

Die Geschichte des Kayah-Staats ist recht verworren. Aus der Zeit vor dem 19. Jahrhundert ist nicht viel überliefert. Fest steht, dass es verschiedene Fürstentümer gab, die von Territorialherren regiert wurden, die als Sawbwas bezeichnet wurden. Im Verlauf der fortschreitenden Kolonisierung Myanmars, die 1885 abgeschlossen war, wurden 1875 vier Karenni-Staaten sowohl von Großbritannien als auch von König Mindon in Mandalay als unabhängig anerkannt, wobei versichert wurde, dass diese Staaten weder zur Konbaung-Dynastie noch zur britischen Kolonie gehörten. Die japanische Besatzung Südostasiens während des zweiten Weltkriegs gab Thailand die Möglichkeit, die im Zeitraum 1893-1909 an England und Frankreich verlorenen Territorien wieder zurückzugewinnen. Ein wichtiger Schritt war 1943 die Annexion der westlich gelegenen, ehemals zu Chiang Mai gehörenden Staaten Kyaingtong (Kengtung) und Möng Pan, die sich heute in Myanmars östlichem und südlichem Shan-Staat befinden. Bereits 1945 zog sich Thailand aus Kyaingtong und Möng Pan zurück, blieb aber noch bis 1946 als Besatzungsmacht in Kantawardi. Ebenso wie dem Shan-Staat wurde auch dem Kayah-Staat, wie er offiziell ab 1951 hieß, das Recht auf Sezession zehn Jahre nach der Unabhängigkeit zugesprochen.

Anreise
Myanmar National Airways fliegt täglich ab Yangon nach Loikaw und zurück.
Von Kalaw im Shan–Staat kann man mit dem Taxi in 4 Stunden anreisen, die Kosten liegen bei 120 bis 150 000 MMK.
Reisebusse ab Yangon fahren über Naypyitaw, Pinlaung, Phekon in 12 Stunden nach Loikaw.
Besonders reizvoll ist die Anreise über den Inle-See. Von Nyaungshwe aus brauchen die Langboote etwa 5 Stunden bis Phekon und von dort ist es noch einmal eine Stunde bis Loikaw. Preis für die Bootsfahrt ca 120 000 Kyat (Sonnenschutz und Ohrstöpsel nicht vergessen).
Ein Anreise von Süden über den Karen-Staat ist derzeit nicht möglich. Es besteht aber die Möglichkeit, mit einem Mietwagen von Taunggu oder Naypyitawdorthin zu gelangen.

Unser Angebot Kayah-Staat
Tag 1: Anreise per Flieger von Yangon, Hotel-Transfer, nachmittags Besichtigungen in Loikaw (Taung Kwe Paya etc.), ON Loikaw Lodge by The Lake
Tag 2: Ausflug zu den Kayan-Dörfern (s.o.), ON dto.
Tag 3: Ausflug zu den Seven Step Lakes und der Höhle, ON dto.
Tag 4: Airport-Transfer und Flug nach Yangon

Loikaw ist die Hauptstadt des Kayah-Staats und liegt am Pilu-Fluss, der aus dem Inle-See kommt. Im gleichnamigen Township leben insgesamt etwa 128 000 Menschen, in der Stadt selbst etwa die Hälfte davon. Angesichts der Tatsache, dass es hier um 1870 insgesamt nur 4 Hütten gab, ist das schon eine ganze Menge…! Als größte Sehenswürdigkeit der Stadt gilt Taung Kwe Paya, der ‚Tempel des geteilten Berges‘, dessen diverse Stupas und Tempel malerisch auf zwei Kalkfelsen verteilt sind, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Von dort oben bietet sich ein schöner Blick über die Ebene des Pilu-Flusses. Zu den Vollmondfesten im Oktober und November herrscht hier Hochbetrieb und es werden auch Feuerwerke abgebrannt. Doch Vorsicht: Jungverliebte sollten den Felsen meiden, denn es besteht die Gefahr, dass die Beziehung genauso entzwei geht wie die Felsen;-)). Aufstieg zu Fuß oder mit dem Fahrstuhl (!).
Erwartungsgemäß ist die Stadt nicht gerade reich an Sehenswürdigkeiten, aber die Katholische Kathedrale (vor allem am Sonntag!) und der Palast (heute ein Museum) des letzten Shan-Fürsten von Loikaw, der ihn dem buddhistischen Klerus vermachte, lohnen definitiv einen Besuch. Wer sich für die diversen Stämme der Gegend und ihre Kultur interessiert, sollte das Cultural Museum besuchen. Und wie immer in Myanmar ist ein Besuch des Marktes reizvoll, dem die Stammesangehörigen, die aus der Umgebung hierher kommen, bunte Tupfer verleihen.

Ausflüge von Loikaw
Während man die Stadt Loikaw selbst bequem zu Fuß besichtigen kann, benötigt man für eine Tour in die Umgebung der Stadt definitiv ein Auto, denn die einzelnen Ziele liegen recht weit auseinander und dazu noch in verschiedenen Himmelsrichtungen. Radtouren sind aufgrund des bergigen Geländes eher nicht zu empfehlen, es sei denn, man lädt sein Fahrrad aufs Auto und fährt zum Seven Step Lake, wo man schöne Radtouren unternehmen kann. Für einen Besuch sämtlicher im Folgenden genannten Orte sollte man wenigstens zwei Tage Zeit mitbringen. Besonders die Ausflüge in die Umgebung der Stadt, ein Besuch der Höhlen und der Padaung-Dörfer, vielleicht zukünftig sogar mit Übernachtung im Dorf, können leicht mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Restaurants:
Die Restaurantszene in Loikaw ist naturgemäß überschaubar. Etwas nördlich vom Zentrum liegt am Fluss das abends gut besuchte Royal Shwe Yati Restaurant mit einer schönen Terrasse, von der aus man einen guten Blick über den Fluss hat. Sogar eine englische Speisekarte gibt es! No. 91 Lan-ma-gyi. Mobil: 09-428001896.

Eine Gehminute vom Nawaday Motel entfernt, befindet sich – ebenfalls am Flussufer – das Golden Lion Restaurant. Aufgrund der Lage im Zentrum wird dieses Restaurant auch von den wenigen westlichen Mitarbeitern diverser Hilfsorganisationen besucht. Von der Terrasse aus sieht man am anderen Ufer eine Karaoke-Disco namens River Entertainment. Nandar Road. Tel: 083-21431.

Etwa 20 Meter vom Nawaday Motel entfernt befindet sich der KKS Coffee Shop, eine Einrichtung, die von den vielen Jugendlichen der Stadt nicht so sehr wegen des Kaffees besucht wird, sondern weil es anscheinend die schnellste Internetverbindung der Stadt bietet.

Informationen
Im Internet kann man sich das umfangreiche Kayah Sales Manual des International Trade Centers herunterladen.


Die Kyet-Höhle
Reichlich 10 Kilometer östlich von Loikaw gelegen befindet sich diese Höhle, deren Eingang über eine Treppe erreicht wird. Die ersten Meter werden auf Holzbrücken zurückgelegt, die von Anwohnern der Region gespendet worden sind. Die Höhle und das sie umgebende Areal von mehreren Quadratkilometern wurden 2014 zu einem Naturschutzgebiet erklärt. Da es in der Höhle – zumindest glauben das die Einheimischen – Geister gibt, muss man vor dem Betreten die Schuhe ausziehen, um letzteren Respekt zu zollen.
Die Höhle reicht mehr als 2 km in den Berg hinein und darin liegen ausgehöhlte Baumstämme, die, glaubt man den Mönch des nahe gelegenen Klosters, einer längst untergegangenen – offenbar sehr großen – Menschenrasse einst als Särge dienten.
Für eine Erkundung bis in den letzten Winkel sollte man wenigstens eine reichliche Stunde Zeit und etwas Klettergeschick mitbringen. Zwar soll bald eine Beleuchtungs-anlage installiert werden, aber es empfiehlt sich grundsätzlich, eine Lampe mitzubringen.

Auf der einzigen Hauptstraße nach Süden gelangt man als nächstes nach Demoso (Dimawso). Im gesamten Township leben rund 79 000 Menschen, in der Stadt etwa nur 5 000. Östlich davon gibt es zwei interessante Orte zu besichtigen.
Der eine ist der so-genannte Umbrella Lake (Htee Pwint Kant). Hierbei handelt es sich um ein kleines Becken, in dem man ein Naturphänomen beobachten kann. Ein Objekt, das an einen geöffneten Regenschirm erinnert, taucht hin und wieder auf der Wasser-oberfläche auf, und verschwindet bald wieder.
Dieses Phänomen wurde bislang noch nicht erklärt. Einer Legende zufolge soll dieser Teich einst von einem weißen Büffel gegraben worden ist, der so seinen Freund, ein Krokodil, während einer großen Dürre vor dem Tod durch Austrocknung bewahrte.
Noch weiter östlich liegen am Fuße einer Hügelkette sieben kleine Seen von Nord nach Süd, die hier als Seven Step Lake bekannt sind. Die Seen sind jeweils nicht weit voneinander entfernt aber für eine komplette Erkundung sollte man ein paar Stunden erübrigen. Eine Radtour von See zu See, mit Ausflügen in die umliegenden Dörfer kann man in der ‚Loikaw Lodge‘ arrangieren. Dazu sollte man allerdings sein Fahrrad auf einem Pick-up mitnehmen, denn nach Loikaw ist es doch recht weit. Am ersten See gibt es einen Hügel mit animistischen Pfahlbauten und einem Stupa auf dem Gipfel. Der Hügel ist leicht zu erklimmen, und vom Gipfel hat man einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Zwischen dem dritten und vierten See gibt es ein kleines Kloster mitsamt Pagode auf einer Erhöhung. Wer sich umschaut, sieht einen weiteren Hügel, dessen Besteigung allerdings recht schwierig ist. Daher sollte man im nahegelegenen Kloster einen Führer anheuern, der den Weg freischlägt. Der Aufstieg ist sehr beschwerlich und trittsichere Schuhe sind ein Muss. Wer es jedoch geschafft hat, wird mit einer spektakulären Aussicht auf sechs der sieben Seen belohnt. Am siebten See angekommen kann man in einen Verschlag einkehren, der als Restaurant und Teestube dient, und bei besonders heißem Wetter auch im See baden.

Ein Besuch der Kayan-Dörfer von Panpet östlich von Demoso stellt zweifelsohne das Highlight eines Besuches im Kayah-State dar. Bei der Ausfahrt aus Loikaw sollte man einen Halt an den animistischen Kultstätten im Dorf Dor Sor Bee machen. Vor allem zum Kayan-Neujahrsfest im April ist an den Kultstätten der Bär – oder andere Tiere, die dort geopfert werden – los. Panpet bezeichnet eine Gruppe von Dörfern der Kayan, die von den Shan Padaung genannt werden, was sie nicht gern hören. Anders als in Thailand hat man hier die Gelegenheit, das echte Leben dieses Volksstamms kennenzulernen, auch wenn man jetzt schon Einheimische trifft, die primitive, handgemachte Souvenirs anbieten. Die einzelnen Siedlungen sind auf schlechten Straßen mit dem Auto erreichbar. Spannender jedoch ist es, das irgendwo stehen zu lassen und dann zu Fuß weiter zu marschieren, was einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann. Vor allem, wenn man den vielen Einladungen zu Reiswein folgt… Die Wanderung führt durch eine beeindruckende Landschaft, vorbei an terrassierten Feldern und kleinen Dörfern. Im Dorf angekommen wird dem durstigen Wanderer das ‚Nationalgetränk‘ der Kayan angeboten: ein aus Reis vergorenes, leicht alkoholisches Getränk. Die Menschen hier sind sehr aufgeschlossen und die Frauen haben erstaunlich viele Kinder. An die hunderttausend Kayan soll es inzwischen geben.

ARAKAN

4-Tage-Reise Yangon-Arakan-Yangon

Tag 1: Unser Besuch in Arakan führt uns zuerst mit dem Flugzeug von Yangon nach Sittwe, der Hauptstadt Arakans. Vom Flughafen geht es direkt zum Hafen der Stadt, wo bereits Ihr Charter-Boot auf Sie wartet. Den majestätischen Kaladan-Fluss hinauf fahren Sie Richtung Norden. Dieses Gebiet wurde erst unlängst für den Tourismus geöffnet und war für lange Zeit sicher einer der abgelegensten Plätze in ganz Asien. Wir sehen Szenen wie aus dem Bilderbuch: Fischer in kleinen Booten, Wasserbüffelherden, Schwärme von Reihern und zahllosen anderen Vögeln. Nachdem wir eine Weile gefahren sind, wird es langsam dunkel und die Sonne geht wie ein Feuerball hinter dem Gebirge unter – ein unvergesslicher Anblick! Unter einem beeindruckenden Sternenhimmel – hier gibt es keine Lichtquellen an Land, abgesehen von ein paar Petroleumlampen und Kerzen – tuckern wir gemütlich nach Mrauk U, das wir am Abend erreichen. Unser einfaches aber für dortige Verhältnisse sehr komfortables Shwe Thazin Resort (24 Stunden Aircon u. Bad mit Warmwasser!), liegt mitten im Tempelareal der alten Hauptstadt. Ü Shwe Thazin Resort.

Tag 2: Heute besichtigen Sie Mrauk U, das mehr als vierhundert Jahre lang die Haupstadt des unabhängigen Königreiches Arakan war. In seiner Blütezeit war es ein mächtiges Reich, das Leute aus aller Welt anzog: Portugiesen und Araber waren ebenso anzutreffen wie Japaner – die Leibgarde des Königs bestand aus Samurai! Den Reichtum des Landes investierten die Herrscher in prächtige Tempelbauten. Herausragend unter ihnen sicher der Shitthaung-Tempel, der ‚Tempel der achtzigtausend Buddhas‘. So viele Statuen des Erleuchteten sollen sich hier befinden. Ich habe sie nie gezählt aber es sind sicher sehr, sehr viele. Gleich am Eingang des Tempels steht die berühmte Vesali-Stele. Auf ihr ist die Geschichte des Landes anhand einer Liste seiner Könige (aus der Sonnen- und Mond-Dynastie) abzulesen, die im Jahre 638 B.C. beginnt und 597 A.D. endet – eine mehr als 1.200-jährige Geschichte, obwohl natürlich bei diesen Angaben vieles mit Vorsicht zu genießen ist: so haben z. B. die ersten sieben Könige jeweils 120 Jahre lang regiert… Aber wie auch immer, Arakan blickt in der Tat auf eine sehr lange Geschichte zurück. Die tibeto-burmanischen Einwanderer im späten 1. Jahrtausend A.D. haben sich stets in der Tradition der alten Könige gesehen. Daher ließen sie die auch Anandacandra-Stele genannte Geschichts-chronik von der alten Hauptstadt Vesali in ihren Haupttempel im nahen Mrauk U bringen. Der Shittaung-Tempel ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert und unterscheidet sich deutlich von den Tempeln im Kernland. Ein System von Korridoren umgibt das zentrale Heiligtum. Der erste Korridor (s. Foto) zeigt die in Sandstein gemeißelten 547 Existenzen des Bodhisatta und Szenen aus dem höfischen Leben: an einer Ecke präsentiert sich gar der Erbauer in deifizierter Form! Der zweite Korridor und der innerste Korridor beherbergen Buddhastatuen. Dieses System von Korridoren diente mit großer Wahr-scheinlichkeit der Novizenweihe. Es birgt ein Mysterium, über das viele Spekulationen angestellt worden sind: während die Umwandlung des Sanktums in den beiden äußeren Korridoren in der üblichen Weise (d. h.: im Uhrzeiger-sinne) vor sich geht, ändert sich im letzten Korridor die Richtung. Möglicherweise haben hier tantrische Einflüsse aus dem nahen Bengalen eine Rolle gespielt. Vielleicht ist es aber auch nur der Konstruktionsweise geschuldet… Dasselbe gilt für viele Buddhastatuen: der Buddha im Königsornat hat wohl ebenfalls von Arakan aus seinen Weg nach Burma gefunden: der bekannteste unter ihnen ist der goldene Mahamuni in Mandalay, den die Burmesen im 18. Jhdt. aus dem nahen Dhanyawadi entführt haben.

Ein weiteres Mysterium der Tempel von Mrauk U ist ihr festungsähnlicher Charakter. Vor allem der dem Shitthaung benachbarte Dukkanthein-Tempel erweckt beim Betrachter leicht die Illusion, dass er auch Verteidigungszwecken gedient hat, wofür es jedoch keinerlei Hinweise gibt. Im Gegensatz zu den Ziegel-Tempeln von Bagan sind die von Mrauk U aus Sandstein gebaut; auch die Skulpturen sind aus diesem Material, das in der Gegend in großen Mengen zur Verfügung steht. Es gibt Hunderte von Tempeln und Stupas in Mrauk U. Viele wurden im 2. Weltkrieg bei Kampfhandlungen beschädigt (Arakan war Frontgebiet), inzwischen hat man sie jedoch weitgehend wieder aufgebaut. Bemerkenswert ist auch der Kothaung-Tempel(Tempel der 90.000 Buddhas), der vom Sohn des Erbauers des Shitthaung errichtet wurde (s. Foto oben). Offenbar waren die Fundamente dieses Tempels nicht stabil, so dass viele der Korridore verschüttet wurden. Inzwischen ist auch dieser Tempel weitgehend renoviert worden, so dass sich der Besucher in den Korridoren bewegen kann. Besonders bezaubernd in Mrauk U ist das ländliche Ambiente: kleine Ansiedlungen, Bohnenfelder und Flaschenkürbis-Plantagen liegen mitten zwischen den Tempeln. So mag Bagan vor 50 Jahren ausgesehen haben… Und auch die ansonsten allgegenwärtigen Souvenirverkäufer trifft man hier nicht! Hoffentlich bleibt das noch lange so!

Die Stadt Mrauk U selbst liegt in einem hügeligen Gebiet und die Erbauer der Stadt haben sich dies zunutze gemacht, indem sie die Hügel im Stadtgebiet weitgehend eingeebnet haben, die äußeren jedoch zu Verteidigungszwecken nutzten. Der Verkehr innerhalb der Stadt erfolgte weitgehend über Kanäle, der Einfluss von Ebbe und Flut reicht bis hierher. Mehrere große Stauseen dienten der Wasserversorgung aber auch zu Verteidigungszwecken: im Notfall öffneten die Verteidiger der Stadt die Dämme und fluteten die Stadt. Als sie 1784 – vermutlich durch Verrat – an die Burmesen fiel konnte auch dieses Verteidigungssystem ihren Fall nicht abwenden. Die Stadt wurde zerstört und die Reste des einst prächtigen Königspalastes in ihrem Zentrum dem Erdboden gleichgemacht. Das kleine Museum auf dem Palastgelände lässt nur einen schwachen Abglanz der Pracht erahnen, die vom spanischen Pater Sebastian Manrique beschrieben wurde. Heute ist von der ganzen Pracht nur noch eine kleine, wenig reinliche Stadt mit sehr freundlichen Bewohnern geblieben, die die wenigen Fremden hier herzlich begrüßen. Am Abend wartet noch ein besonderes Erlebnis auf uns: von einem der Hügel im Stadtgebiet sehen wir die Sonne hinter den mit riesigen Buddhastatuen gekrönten Hügeln untergehen – ein unvergesslicher Anblick. Am Abend machen wir Bekanntschaft mit der feurigen Arakanesischen Küche – der Einfluss Indiens ist hier nicht zu verkennen… Ü Shwe Thazin Resort.

Tag 3: Heute führt Sie ein Ausflug in das nahe gelegene Vesali, das vom 6. bis 8. Jhdt. A.D. die Hauptstadt von Arakan war. Nur wenig ist von der alten Pracht erhalten geblieben: eine große Sandsteinstatue des Buddha (angeblich aus dem 4. Jhdt. A.D.) und ein paar Fundamente. In einem offenen Pavillon kann der Besucher ein paar Fundstücke in Augenschein nehmen, die deutlich machen, dass zu jener Zeit der Hinduismus dort dominierte. Bei einem Bummel durch das Dorf lernen wir das Arakanesische Landleben kennen: die Menschen hier sind freundlich und sicher nicht reich, aber man sieht kein Elend. Nach einigen Kilometern erreichen wir Dhanyavati, eine andere alte Hauptstadt. Hier stand der berühmte Mahamuni-Buddha, auch als Arakan-Buddha bekannt, bis ihn die siegreichen Burmesen 1784 nach Amarapura entführten, wo er zur meistverehrten Buddhastatue des ganzen Landes wurde. Heute müssen sich die Arakanesen mit einer Kopie (s. Foto) zufrieden geben.. Nicht weit davon entfernt liegt am Kaladan River der Selagiri-Hügel. Hier soll der Erleuchtete vor ca. 2.500 Jahren mit seinen Mönchen residiert haben, als er dem König von Dhanyavati einen Besuch abstattete. Der Herrscher war so beeindruckt von Gautama Buddhas Predigt, dass er ihn bat, sein Abbild in Bronze gießen zu dürfen. Kein geringerer als der Götterkönig Thagyarmin schuf es in einer Nacht und der Buddha hauchte der Statue Leben ein! Daher die große Verehrung! Anschließend Rückkehr nach Mrauk U, wo Sie das Bandoola-Kloster mit seinem kuriosen Klostermuseum besuchen. Die Tradition gebietet es, dass keinem Gläubigen der Erwerb von Verdienst verwehrt werden darf. Starb nicht der Buddha selbst an einem verdorbenen Fleischgericht, dass er nicht zurückweisen wollte, um dem Schmied Cunda nicht sein Verdienst zu nehmen? Und genau so hält man es mit – in unseren Augen – albernen Spenden wie Kinderspielzeug, Tinnef und Kitsch jeder Art. Alles wird angenommen und in Schaukästen ausgestellt. Der Weg hinauf zum Kloster ist mit laienhaften Zeichnungen geschmückt, die offenbar aus Kinderhand stammen.

Anschließend laufen Sie – von neugierigen Kindern begleitet, die sich über Bonbons sehr freuen – durch eines der kleinen Dörfer, die heute an der Stelle der alten Metropole stehen – sic transit gloria mundi! Ihr nächstes Ziel ist der Stausee, der die Trinkwasserversorgung der Stadt garantiert und dessen Ufer im Verteidigungsfall durchstochen werden konnte, damit die Invasoren wie die Ratten ertränkt wurden. Klappte leider 1784 nicht wie geplant, sodass die Stadt an die Burmesen fiel. Zum Abschluss geht es hinauf zum Golden Mound, von wo aus Sie den Sonnenuntergang über Mrauk U genießen. Ü Shwe Thazin Resort

(Anstelle des Ausflugs nach Vesali Dhanyavati kann auch eine Tour zu den Dörfern der Chin und der Thet in der Nähe Mrauk Us gemacht werden)

Tag 4: Morgens geht es mit dem Schiff nach Sittwe, das wir am späten Vormittag erreichen. Verglichen mit Mrauk U ist es eine junge Stadt: erst die Engländer machten es im 19. Jhdt. zur Hauptstadt ihrer burmesischen Besitzungen. Bevor wir uns am frühen Nachmittag wieder auf den Flieger nach Yangon (oder nach Ngapali!) setzen, besichtigen wir noch den quirligen Markt der Stadt (vor allem der Fischmarkt ist sehr interessant) und schauen uns die kolonialzeitliche Stadt an, die noch weitgehend so aussieht wie damals, als die Engländer sie für immer verließen. Ins Auge fällt der hohe Anteil der Inder (Bengali): Sittwe ist die wohl indischste Stadt Myanmars!

Sie erreichen Yangon am nachmittag und haben Anschluss an die Abendmaschinen nach Bangkok usw. Falls Sie von Mandalay zurückfliegen, müssen Sie eine weitere Nacht in Yangon einplanen. Falls Sie einen Strandurlaub eingeplant haben, lässt der sich wunderbar mit dem Ausflug nach Arakan verbinden!

Programm Ausflug Arakan

Tag 1: Flug von Yangon nach Sittwe, dort Transfer zum Hafen und Bootsfahrt nach Mrauk U, Ankunft am Abend, Ü Shwe Thazin Resort, Mrauk U.

Tag 2: Besichtigungen in Mrauk U, Ü dto.

Tag 3: Ausflug nach Vesali und Dhanyavati oder fakultativ Ausflug zu den Chin-Dörfern.

Tag 4: Bootsfahrt nach Sittwe, Stadtbesichtigung und Flug nach Yangon.

 

CHIN-STAAT

Ganz im Westen Myanmars liegt der Chin-Staat. Die knapp 500.000 Einwohner verlieren sich auf einer Fläche von 36.000 km², was eine Bevölkerungsdichte von 14 Einwohner pro qkm ergibt. Die ‚Städte‘ sind bessere Dörfer und die Straßen sind schlecht, sodass sich die Kommunikation zwischen den Bevölkerungsgruppen in Grenzen hält. Der Name Chin bezeichnet – ähnlich wie bei den Kachin eine ganze Reihe von Stämmen, die räumlich stark voneinander abgegrenzt sind und die auch in den Nachbarländern Indien und Bangladesh leben. So kann ein Chin aus Falam (im Norden des Chin-Staates) seinen Landsmann aus Paletwa (ganz im Süden) nicht verstehen und daher müssen sich die beiden auf Burmesisch unterhalten. Kein Wunder, werden doch nicht weniger als vierzig verschiedene Sprachen in diesem Staat gesprochen. Der Chin-Staat ist touristisch wenig erschlossen, die meisten Reisenden fahren von Bagan aus zum Mt. Victoria (Natmataung), wo es Übernachtungsmöglichkeiten in Kanpetlet und Mindat gibt (Sky Palace, ganz neu). Der Aufstieg zum Natmataung (3.100 m) bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Besonders Unternehmungslustige können von hier über das Arakan-Gebirge nach Ann fahren. Von dort ist es dann nicht mehr weit nach Mrauk U, der alten Stadt im Rakhine-Staat. Für die Fahrt ist ein Permit erforderlich und es wird ein teurer Spaß! Aber sicher eine lohnende Fahrt, wie mir Kunden berichteten, für die wir die Fahrt organisiert haben. Im Chin-Staat heißt es sich warm anziehen, denn in den Bergen kann es – vor allem nachts – verdammt kalt werden. Das ist sicher auch einer der Gründe dafür, dass die Chin sich gern mittels alkoholischer Getränke warm halten und einen dementsprechenden Ruf in Myanmar genießen. Möglicherweise hat dies auch dazu geführt, dass sie als gute Sänger bekannt sind – Wein, (tätowiertes, s.u.) Weib und Gesang gehören hier ebenso zusammen wie anderenorts. Eine Besonderheit der Chin-Musik ist die Nasenflöte, mit der die Herren die Damen becircen…

Die Chin sind weitgehend christianisiert, obwohl Anzeichen des Animismus (Gräber, Kultstätten usw.) noch vielerorts zu sehen sind, z. B. bei der Wanderung zum Natmataung. Ebenso wie die Kayan (Padaung) im Osten des Landes sind die Frauen der Chin von besonderem Interesse für Fotografen. Ihre tätowierten Gesichter haben es in die Hochglanzmagazine der Welt geschafft. Unser Freund, der deutsche Fotograf Jens Uwe Parkitny, hat ein sehr schönes und interessantes Buch ‚Marked for life‘ (‚Gezeichnet fürs Leben‘) über die aussterbende Tradition der Gesichtstätowierung gemacht. Die Gesichtstätowierung der Chin-Frauen unterscheidet sich von Ort zu Ort, neben spinnennetzartigen Designs gibt es auch punkt- oder halbmondförmige Designs. Wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt Parkitnys Buch kaufen und sich sputen: die Tradition stirbt langsam aus, es sind überwiegend Frauen im fortgeschrittenen Alter, an denen man sie bewundern kann. Vom oben erwähnten Mrauk U aus lassen sich Ausflüge in die Umgebung organisieren, die zu einigen Chin-Dörfern führen. Allerdings ist der ‚Erfolg‘ nicht garantiert – nicht jeder trifft die Frauen und ist dann enttäuscht.

Unser Tour-Angebot: Chin-Staat von Bagan aus

Tag 1: Bagan – Kanpetlet
Sie verlassen Bagan Richtung Süden und überqueren den Ayeyarwady bei Chauk. Über Saw geht es in die Chin Hills. Der Kontrast zwischen der trockenen Flussebene und den Chin Hills ist ähnlich atemberaubend wie am Mt. Popa – nur dass er hier noch stärker ist. Plötzlich befindet man sich in einer Landschaft, die den Mittelgebirgen Deutschlands sehr ähnelt. Unterwegs Besuch einiger Dörfer. Ankunft in Kanpetlet gegen Abend.
Ü Sky Palace, Verpflegungsplan: M/A

Tag 2: Kanpetlet
Trekking in der Umgebung von Kanpetlet zu verschiedenen Dörfern der Chin, die man bei ihren Tätigkeiten in den Feldern oder im Dorf trifft.
Ü dto. Verpflegungsplan: F/M/A

Tag 3: Kanpetlet – Mindat
Fahrt durch den Mt. Victoria Nationalpark. Der höchste Berg des Chin-Staates wird heute meist nicht mehr mit seinem kolonialen Namen bezeichnet, sondern als Natmataung (burmesisch) oder Khaw-nu-thone (lokale Chin-Sprache) – beides bedeutet ‚Mutter der Geister‘. Bei gutem Wetter ist der Gipfel sogar von Bagan aus zu sehen… Nach einer kurzen Fahrt steigen Sie aus und erklimmen den Gipfel in ca. drei Stunden (leichte Wanderung). Unterwegs sehen Sie viele Y-förmige Totempfähle stehen – ein Beweis dafür, dass die alte animistische Religion durchaus noch ihre Anhänger hat. Auch die flachen Steintische, die die Asche der Vorfahren enthalten, fallen unter diese Kategorie. Der Chin-Staat liegt an der Grenze von der Himalaya-Fauna zur südostasisatischen und weist eine beeindruckende Vogelwelt auf: nicht umsonst ist der Nashornvogel das Wappentier des Staates. Auch andere Tier sind noch zahlreich, allerdings gilt die Jagd den Chin-Männern als Beweis für echte Kerle, sodass die Bestände heute gefährdet sind.
Ü Sky Palace, Mindat Verpflegungsplan: F/M/A

Tag 4: Mindat
Das auf 1.480 m Höhe gelegene Mindat ist für Chin-Verhältnisse schon eine stattliche ‚Stadt‘. Ein Streifzug durch das Städtchen mit dem Lokalmarkt ist sicher ein Erlebnis. Es gibt sogar ein kleines ‚Museum‘, das die Interessierten über die Kultur der Chin informiert. Obwohl die Bevölkerungsmehrheit im Chin-Staat Christen sind, gibt es hier ein buddhistisches Kloster und eine chinesischen Tempel. Lassen Sie sich von den Mönchen erzählen, wie es sich hier in der ‚Diaspora‘ lebt…
Ü Sky Palace, Mindat, Standard Room Verpflegungsplan: F/M/A

Tag 5: Mindat – Pakokku – Bagan
Von Mindat aus geht es heute zurück nach Bagan. Auf dem Wege kommen sie in die recht große Flusshafenstadt Pakkoku, die viele interessante Klöster aufweist. Hier gibt es zahlreiches Kleingewerbe wie Zigarrenmanufaktur und Webereien, in denen die berühmten karierten Pakkoku-Decken hergestellt werden, die recht preiswert zu erwerben sind. Auf der Weiterfahrt nach Bagan sehen Sie diverse Dörfer, deren Bewohner sich auf die Herstellung bestimmter Waren wie z. B. Sojapaste spezialisiert haben. Ankunft gegen Abend.
Ü: keine

Strandurlaub

Angesichts einer Küstenlinie von mehr als 2.000 km Länge kann es nicht verwundern, dass darunter auch einige Abschnitte mit traumhaften Stränden sind. Für uns zählen sie zu den zu den schönsten in Südostasien. Warum? Hier gibt es noch keinen Massentourismus und Hochhäuser am Strand, wie sie vor allem im benachbarten Thailand eher die Regel als die Ausnahme sind. Und eine ‚Walking Street‘ mit Bars und Prostituierten wie in Pattaya werden Sie ebenfalls hier nicht finden, genau so wenig wie die ‚Nutzung‘ durch Jetski, Motorboote, Kite-Surfing und andere eher störende Aktivitäten. Stattdessen himmlische Ruhe, schöne Bungalowanlagen und endlose Strände, an denen Sie wunderbar spazieren gehen können, ohne dass sie von o. g. Aktivitäten belästigt werden. Stattdessen können Sie Fischern bei ihrer Arbeit zuschauen. Abends genießen Sie frisches Seafood, das in in kleinen Restaurant für Sie zubereitet wird. Hier eine Auswahl der schönsten Strände:

Ngapali ist der älteste und etablierteste Strand des Landes. Schon in der Kolonialzeit kamen die Briten hierher an den Golf von Bengalen, um sich am langen Strand von Ngapali zu erholen. Da der Weg dorthin sehr lang und beschwerlich ist, gibt es dort schon seit langem einen Flughafen, den man von Yangon aus in 45 Minuten erreichen kann. An zwei großen Buchten haben sich dort etliche Hotels etabliert, darunter Anlagen, die zu den schönsten im ganzen Lande zählen.

Ngwesaung liegt am Golf von Bengalen, exakt auf der geographischen Breite von Yangon – aber ca. 200 km weiter westlich. Daher nimmt die Fahrt von Yangon dorthin über eine recht gute Straße ca. fünf Stunden in Anspruch. Am schier endlosen Strand von Ngwesaung haben sich etliche Hotels etabliert und – im Gegensatz zu Ngapali – sind darunter etliche, die man sich auch mit einem kleinerem Budget leisten kann. Etwas nördlich davon liegt der Badeort Chaungtha, der überwiegend von Einheimischen frequentiert wird. Wer original burmesisches ‚Beachlife‘ erleben möchte, kommt hier mit Sicherheit auf seine Kosten.

Wer es ganz einsam mag, wird sicherlich in Kanthaya oder Maw Shwe Chai das finden, was er sucht. Der Standard dort ist allerdings in keiner Weise mit dem im 170 km nördlich davon gelegenen Ngapalioder Ngwesaung zu vergleichen und auch die Anreise ist mühsam. Sozusagen ein ‚Geheimtipp‘, wie man ihn an anderen Ländern vergeblich sucht. In die gleiche Kategorie gehört der ‚Paradise Beach‘, den man in einstündiger Fahrt von Dawei aus erreicht. Hier erwartet eine einfache Bungalow-Anlage mit geringem Komfort in traumhafter Landschaft den Badegast. Strom nur am Abend und auch sonst muss man auf viele Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten. So ähnlich ging es vor 50 Jahren am Hippie-Strand in Goa zu.

Ganz im Süden liegt die bisher einzige Hotelanlage im Mergui-Archipel mit seinen mehr als achthundert Inseln: das Myanmar Andaman Resort! Zugegebenermaßen ist die Anreise etwas umständlich: erst mit dem Flieger von Yangon nach Kawthoung, dann noch einmal zwei Stunden mit dem Schiff zur Insel Kyain Kwa (Fork Island, früher McLeod Insland). Aber es lohnt sich: denn dort wartet eine traumhafte Anlage auf den besser betuchten Reisenden.

Tanintharyi, die südlichste Provinz des Landes, ist in Sachen Strandurlaub schwer im Kommen! Die mehr als achthundert Inseln des Mergui-Archipels harren noch der Entwicklung – die hoffentlich behutsamer vor sich gehen wird als die im benachbarten Thailand… Bisher gibt es im Luxusbereich nur das Myanmar Andaman Resort, das man von Kawthaung aus erreicht. Aber in der Gegend von Dawei tut sich eine ganze Menge. Das Paradise Beach Hotel ist noch ganz im Hippie-Stil gehalten, aber es sind etliche Hotels im Bau, die dann sicher auch höheren Ansprüchen genügen. Sehr beliebt sind die mehrtägigen Bootsfahrten durch den Mergui-Archipel, die von etlichen Veranstaltern angeboten werden, die teilweise von Myanmar, teilweise von Thailand aus operieren. Es stehen eine ganze Reihe von Booten für die verschiedenen Ansprüche zur Verfügung, vom ungebauten Fischkutter bis hin zu luxuriösen Segelyachten. All yours – at a price…
(Preise und Leistungen auf Anfrage)

Die Strände von Kanthaya oder Maw Shwe Chai bieten wir nicht an, bitte selbst organisieren.

Ist der alteingesessene Platzhirsch unter den Stränden Myanmars. Da der Landweg kaum in Frage kommt (14 Stunden Fahrzeit von Yangon z.B.!), haben etliche Fluggesellschaften den Flughafen Thandwe (SNW), der nur ein paar Minuten von den Stränden entfernt ist, in ihren Flugplan aufgenommen. Flüge nach SNW gehen von Yangon, Bagan, Heho und Mandalay – es sind nicht immer Direktflüge, daher vorher erkundigen. Auch von Sittwe aus kann man nach Ngapali gelangen: der Flieger von dort nach Yangon stoppt manchmal in SNW. Von SNW selbst gelangt man nur nach Yangon und Sittwe, die anderen Destinationen sind ‚Einbahnstraßen‘!

Die meisten Standresorts liegen an der Bucht von Ngapali, in letzter Zeit haben auch etliche Hotels auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptstrand eröffnet, die leider nur ausnahmsweise (z. B. Amazing Ngapali, unser Lieblingshotel) über Sandstrände verfügen. Das abgelegene Amara-Resort liegt sogar noch nördlich des Flughafens. Generell sind die Hotels in Ngapali Beach teurer als die an anderen Stränden des Landes (s.u.), Budget-Unterkünfte sind hier rar. Wer die teuren Hotelrestaurants vermeiden will, kann in kleinen, lokalen Restaurants in der Nähe essen. Die Preise sind günstig und auf der Speisekarte stehen – wie zu erwarten – Meeresfrüchte an erster Stelle. Die Umgebung Ngapalis bietet – abgesehen vom paradiesischen Strand – nicht besonders viel. Wer sich langweilt, kann nach Thandwe fahren. Vom legendären Dvaravati ist nichts übrig geblieben. So bleibt einem nur, das Kleinstadtleben zu genießen wie seinerzeit George Orwell, der hier einige Zeit als Polizist Dienst tat. Auch Fahrradtouren in die Umgebung sorgen für Abwechslung. Sogar ein Elefantencamp gibt es in der Nähe. Ansonsten bleibt einem nichts weiter übrig – als sich zu entspannen! Etliche der Strandresorts in Ngapali lassen keine Wünsche offen, hier wird absoluter Luxus genossen – der seinen Preis hat.

(Preise und Leistungen auf Anfrage)

NGWESAUNG ist die Nr. 2 unter den Stränden Myanmars und kann nicht auf so eine lange Geschichte zurückblicken wie Ngapali. Der Ferienort hat keinen Flughafen und so müssen seine Gäste eine ca. 5 Stunden lange Autofahrt durch das Delta von Yangon auf sich nehmen, wenn sie dorthin wollen. Immerhin bieten sich auf der Fahrt durchaus reizvolle Motive des Deltalebens, so dass einem nicht langweilig wird. Die Anreise kann auch mit dem Schiff von Yangon bis Pathein erfolgen, von dort weiter mit dem Taxi. Im Gegensatz zu Ngapali findet auch der Budget-Traveller hier etwas Passendes und so ist in Ngwesaung eine bunteres Beachlife als in Ngapalientstanden – in den ‚angesagten‘ Kneipen und Restaurants trifft sich der Nachwuchs von Myanmars Hautevolee… Leider blieben auch dessen Nachteile nicht aus: so kann es an Feiertagen gelegentlich vorkommen, dass junge Burmesen mit ihren Mopeds Rennen am Strand veranstalten. Aber das sind absolute Ausnahmen, in der Regel ist es angenehm ruhig und man kann sehr lange Spaziergänge am Strand unternehmen. Einige Inseln vor der Küste laden zum Schnorcheln ein. Wer mag, kann am Strand sogar sein eigenes Feuerwerk veranstalten lassen.

CHAUNGTHA ist genau das Richtige für Leute, die gern Betrieb haben. Dieser Ort zieht vor allem burmesische Urlauber an und die Preise sind günstiger als in Ngwesaung. Allerdings ist das burmesische Strandleben für westliche Touristen etwas gewöhnungsbedürftig.

(Preise und Leistungen auf Anfrage)

BHUTAN

Etliche Unternehmen unserer Branche hierzulande halten sich viel darauf zugute, neben Myanmar auch noch (möglichst zahlreiche!) Nachbarländer anzubieten: das sieht doch beeindruckend aus auf der Website! Das können wir nachvollziehen, wenn die betreffenden Reiseunternehmen – von denen es hier etliche gibt – Büros in diesen Ländern haben. Wenn sich jedoch eine ‚One-Destination-Firma‘ größer macht, als sie ist, finden wir das eher peinlich als hilfreich. Wir glauben, dass wir das, was wir hier in Myanmar bieten können, nur hier und nicht anderenorts bieten können! Wir möchten nicht eine von zahllosen 08/15-Touren in – sagen wir mal – Thailand anbieten. Da kann sich nach unserem Dafürhalten der Kunde besser selbst eine Agentur in dem betreffenden Land suchen. Oder es selbst machen… Allerdings planen wir jetzt, eine Ausnahme zu machen: wir bieten Myanmar in Kombination mit Bhutan an! Warum? Zum einen, weil wir denken, dass sich diese beiden Länder wunderbar ergänzen, weil sie einmalig auf ihre Art sind. Zum anderen, weil sich eine Reise nur nach Bhutan einfach zeitlich nicht lohnt. Man muss den Besuch dieses Landes schon mit dem eines anderen Landes verbinden. Und da scheint uns Myanmar so geeignet wie kein anderes. Warum? Bis vor einigen Jahren war Myanmar ein abgeschlossenes Land mit einem gewissen Zauber. Das hat sich zwar mit der Öffnung des Landes etwas geändert aber Myanmar ist mit Sicherheit immer noch das ursprünglichste Land in Südostasien. Dasselbe gilt natürlich verstärkt auch für Bhutan. Zum anderen sind beides buddistische Länder: Myanmar gehört zum Buddhismus des Kleinen Fahrzeugs, während in Bhutan das Große Fahrzeug in seiner speziellen tibetischen Ausprägung dominiert. Vieles ähnelt sich, anderes wiederum ist grundsätzlich verschieden. Nicht zuletzt betreibt ein Freund von uns in Bhutan eine Reiseagentur und sein Service hat uns voll überzeugt! Wir können Ihnen seine Dienste vorbehaltlos empfehlen! Wissenswertes über Myanmar entnehmen Sie dieser Website. Es würde unseren Rahmen sprengen, jetzt ein ausführliches Bhutan-Porträt zu malen. Informationen zu diesem abgeschlossenen Land finden Sie im Internet, z. B unter der offiziellen Website der Tourismusbehörde des Landes www.tourism.gov.bt. Wir bieten nachstehend ein paar fotografische Häppchen von unserem Aufenthalt dort als Appetitanreger. Das Land hat uns so gut gefallen, dass wir es gern mit unserer Destination verbinden möchten! Es ist allgemein bekannt, dass Reisen nach Bhutan teuer sind! Das Land strebt einen behutsamen Tourismus an und die 250 $, die man dort pro Tag und Person (!) bezahlen muss, gehen zu einem großen Teil in die Entwicklung des Landes. Der Preis beinhaltet Unterkunft und Verpflegung (mit Ausnahme von Getränken), Transporte in komfortablen 4-Wheel-Drive-Fahrzeugen, Eintrittsgelder und die Begleitung durch einen englischsprachigen Guide. Die Hotels sind von unterschiedlichem Standard, aber alle sauber und o.k.! Manche zeichnen sich durch einen spektakuläre Lage aus. Uns hat imponiert, wie ursprünglich und‚unverdorben‘ – selbst auf die Gefahr, eine abgegriffene Vokabel zu verwenden – das Land war. Unseren Reisebericht finden Sie unten. Die Anreise erfolgt in der Regel über den internationalen Flughafen Paro, den einzigen des Landes und ausschließlich mit Flugzeugen der staatlichen Druk Air und der privaten Bhutan Airlines erreichbar. Der Anflug auf den Flughafen Paro zählt zu den schwierigsten in der Linienluftfahrt und nur speziell trainierte bhutanesische Piloten haben dafür eine Lizenz! In Verbindung mit Myanmar sind folgende Optionen denkbar: Air India fliegt täglich von Frankfurt nach Delhi (21.15-08.30+1). Dort umsteigen in den Druk-Air-Flieger nach Paro (täglich: 12.15-15.05) und Beginn der Rundreise durch Bhutan. Anschließend Druk-Air-Flug nach Calcutta dort umsteigen in die Myanmar-Airways-Maschine nach Yangon (2x wöchentlich: DO, SO). Leider ist die Wartezeit in Calcutta recht lang. Wenn man mit Air India (auch 2x wöchentlich, MO, FR) nach Yangon fliegt, kommt man um eine Nacht in Calcutta nicht herum… Eine andere Möglichkeit wäre es, mit Druk Air von Paro nach Bangkok zu fliegen (tgl.) und von dort weiter nach Yangon (viele Flüge)! In Yangon suchen Sie sich eine unserer Rundreisen (siehe dort) aus und bereisen Myanmar. Oder Sie setzen sich eine Reise aus unserem Baukasten zusammen. Anschließend fliegen Sie mit Air India von Yangon nach Delhi (MO, MI, FR) und haben dort Anschluss an die Maschine nach Europa. Katar Airways fliegt von Doha (DOH) aus sowohl Kathmandu als auch Yangon (Myanmar) an. Sie fliegen Frankfurt-Doha (10.35-18.35 oder 16.05-00.05), dort Anschluss an die Maschine nach Kathmandu (tgl. 01.25-08.55). Weiterflug nach Paro täglich um die Mittagszeit. Diese Airline fliegt sowohl nach Indien als auch nach Yangon, hat aber zwei Nachteile: zum einen müssen Sie in am Golf umsteigen und zum anderen müssen Sie ohnehin für einige Strecken auf Air India zurückgreifen. Dafür ist der Service an Bord dieser Airlines sicher besser als der bei Air India… Dieser Trip könnte wie folgt aussehen: von Frankfurt nach Yangon via Doha, dann Rundreise in Myanmar. Von Yangon mit Air India nach Calcutta und von dort nach Paro. Nach Ende des Bhutan-Teils weiter nach Delhi und dann via Doha wieder zurück nach Europa. Auch Emirates bietet eine Verbindung an. Eine sehr günstige Gelegenheit bietet sich für diejenigen, die gern einmal die Stätten sehen möchten, an denen der historische Buddha gewirkt hat. Die Maschine von Delhi nach Yangon stoppt in der Regel in Gaya, einem Flughafen in der Nähe des Ortes Bodhgaya, wo der Gautama erleuchtet wurde. Im Rahmen einer Rundreise können die vier wichtigsten Wallfahrtsorte des Buddhismus erkundet werden: Bodhgaya (Erleuchtung), Kusinara (Tod), Lumbini* (Geburt) und Sarnath nahe Benares (erste Predigt). * Achtung: Lumbini liegt in Nepal, daher Visum nötig. Wird ‚on arrival‘ in Sonauli erteilt! In Nepal sollte unbedingt Kapilavastu besucht werden, der Palast, in dem Gautama aufwuchs! Dort hat man den Eindruck, dass die Zeit stehen geblieben sei! Für mich der beeindruckendste Ort der Pilgerreise!

Bhutan ist ein kleines Land (700.000 Einwohner), aber es hat durch den Begriff Bruttonationalglück (BNG), den die Bhutaner erfunden haben, Furore gemacht. Das BNG hat schon etwas für sich, wie ich finde. Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und ähnliche Faktoren sind für Gesellschaften wie die von Bhutan nur beschränkt anwendbar. Dann wäre es ja so, dass man um so glücklicher ist, je reicher man ist. Dagegen spricht die Lebenserfahrung, auch meine… Der HDI-Index, der auch Faktoren wie Lebenserwartung, Bildung, medizinische Versorgung usw. einbezieht, geht zwar einen Schritt weiter in die richtige Richtung aber ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss (Deutschland Platz 4, Bhutan 132, Myanmar 145). In diesen BNG-Index fließen 33 Indikatoren ein und es kam heraus, dass 41 % der Bhutaner glücklich sind… Aber es gibt auch 10 % Unglückliche. Warum auch immer! Der ökologische ‚Fußabdruck‘ spielt auch eine wichtige Rolle: ein Deutscher emittiert fast 50 mal mehr CO2 als ein Burmese. Und um mal die Extreme zu nennen: ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Chinese in den hochgradig belasteteten Städten sich wirklich wohl fühlt. Ich würde es zumindest nicht tun. Indien ist ja auch nicht von schlechten Eltern und selbst Kathmandu ist stark belastet! Bhutan dagegen ist nicht nur CO2-neutral, sondern negativ. Das heißt, seine Wäldern absorbieren mehr CO2 als das Land produziert…. Doch zurück zu den Indizes: der Happy Planet Index hat wieder eine andere Zusammensetzung, da liegt Costa Rica an erster Stelle, Bhutan an 17. und D’land an 46. Bekanntermaßen soll man keiner Statistik glauben, die man nicht selbst gefälscht hat… Auffallend war zumindest, wie sauber es in Bhutan war und wie stark die Hänge der Berge vergleichsweise noch bewaldet waren, obwohl viel Feuerholz geschlagen wird. Nun ja, bei einer Bevölkerungsdichte von 21 Personen pro qkm hat es Bhutan natürlich leichter als z. B. das benachbarte Nepal, wo es schon 7x so viel sind, ganz zu schweigen von Indien, wo sich 350 Einwohner einen qkm teilen müssen. In den nördlichen Bundesstaaten wie Bihar oder Bengalen drängeln sich über 1.000 Einwohner auf einem km². Ebenso wie in Bangladesh…

Erfreulicherweise waren auf dem Flug von Kathmandu nach Paro der Mt. Everest und der Lhotse zu sehen. Paro gehört angeblich zu den zehn schwierigsten (gefährlichsten?) Airports der Welt, der Landeanflug ist schon ein wenig abenteuerlich. Aber es klappte problemlos. Generell war das Wetter gut, wir hatten nur in Punakha kurzzeitig ein wenig Nieselregen. Oft schien die Sonne oder es war bewölkt.

In dem Preis von 250 $ p.p. pro Tag ist praktisch alles inkludiert: Hotel, Transporte mit einem guten Four Wheel Drive mit Fahrer, ja, sogar das Essen. Die Getränke gehen extra aber die Preise sind moderat. Die Währung des Landes ist der NGULTRUM, dessen Kurs an dem der indischen Rupie hängt. Man kann im Lande auch mit Indian Rupees bezahlen. Das Essen ist etwas eintönig, überwiegend indisch. Die Hotels waren sehr unterschiedlich, in Thimphu (Hauptstadt) wohnten wir im Wangchuk Hotel: das war das bescheidenste und in der Nacht störte das Gebell vieler Köter unsere Nachtruhe. Sonst aber o.k.! In Wang Di (nahe Punakha) hatten wir ein toll gelegenes Hotel, das Kichu Resort, direkt an einem Wasserfall gelegen. Das Tiger Nest Resort in Paro war das Hotel-Highlight, wir hatten ein sehr schönes Zimmer dort (mit Terrasse, Blick auf das Tiger Nest Kloster) und haben wunderbar geschlafen…

Wir (d. h. Ei Ei und Axel Bruns) wurden am Airport von unserem Fahrer (gleichzeitig unser Guide, sehr netter junger Mann, der gut Englisch sprach) abgeholt, der in die landesübliche Männertracht gekleidet war, so eine Art Schottenrock mit Kniestrümpfen. Offenbar schätzen die bhutanesischen Frauen den Anblick nackter Männerknie und was oberhalb davon liegt… 
Wir fuhren gleich in die Hauptstadt Thimphu, die nur ca. 90 Minuten von Paro (Altitude ca. 2.400 m) entfernt ist. Die Fahrt ging durch eine tolle Berglandschaft, die mich etwas an die Schweiz erinnerte. Aber erheblich dünner besiedelt. Am Abend waren wir bei unseren Freunden eingeladen, sehr nett. In Thimphu fand an dem Abend ein Fußballspiel statt, bei dem, wie mein Freund sagte, vermutlich die halbe Bevölkerung der Stadt anwesend war (durchaus glaubhaft bei nur 100.000 Einwohnern). Der Krach, den sie gemacht haben, klang jedenfalls danach…

Am ersten Tag haben wir Thimphu (Altitude etwa 2.500 m) angeschaut: erst mal den sog. Memorial Stupa, den die alte Königin für ihren recht früh verstorbenen Sohn errichtete. Also relativ neu, aber voller Götterfiguren! Schon interessant. Danach fuhren wir zu einer riesigen Buddhastatue, die von einem reichen Singapurer gestiftet wurde. Dort fand gerade eine große Zeremonie statt. Alles etwas seelenlos, wie die reichen Chinesen es halt mögen… Anschließend zum Simtokha-Dzong, errichtet im Jahre 1629, und damit einer der ältesten im Lande. Diese Dzongs sind, wenn ich es recht verstanden habe, eine Kombination aus Kloster und Burg. Hier werden vor allem Chenresi (die tibetische Form des Avalokiteshvara) und die Taras (Göttinnen) verehrt. Sehr exotische Wandgemälde… 
Ein Besuch im imponierenden Dzong von Thimphu rundete den Tag ab. Dort sahen wir tanzende Mönche, die für eines der vielen Feste übten.

Am nächsten Tag dann Fahrt über den Dochu-La-Pass (3.125 m ü. NN) nach Punakha (Fahrtzeit ca. drei Stunden, 1.200 m über NN, also schon in der tropischen Zone des Landes). Der Pass war bei unseren zwei Durchfahrten (mit einem Stopp) immer in Nebel gehüllt, sehr mystisch. 
Zuerst fuhren wir nach Chimi Lakhang, einem Kloster, in dem der ‚Heilige Narr‘, Herr Drukpa Kunley, verehrt wird. Offenbar ein echter Schwerenöter, dessen Motto lautete: ‚Meine Meditation sind Mädchen und Wein‘ – kann man so stehen lassen. 
In dem nahegelegenen Dorf werden Unmengen von geschnitzten Penissen (teilweise in erschreckender Größe) verkauft, die an ihn erinnern sollen. In Punakha besichtigten wir den Dzong, den wohl wichtigsten des Landes, in dem auch die Könige gekrönt werden. Fotografieren innerhalb der Tempel leider fast überall verboten. Was schade ist. 
Danach hinauf nach Wang Di über eine abenteuerliche Straße, vorbei an wunderschönen Reiseterrassen, die sich z. T. mehrere hundert Meter am Hang des Flusses hochzogen… Und dann Übernachtung im schönen Kichu Resort in traumhafter Lage.

Am nächsten Tag Rückfahrt nach Paro, auch dort wieder den Dzong angeschaut, sehr nett. Der Höhepunkt unseres Aufenthaltes in Bhutan war der Aufstieg zum Tigernest-Kloster, das 600 m über dem Paro-Tal liegt. Den ersten Teil der Strecke legten wir auf Mulis zurück, dann weiter per pedes. Recht anstrengend für Ungeübte wie mich und Ei Ei, aber gut machbar. Unterwegs atemberaubende Ausblicke! 
Schließlich kamen wir im Kloster (Taktsang Monastery) an, das an einer steilen Felswand klebt. Dort sahen wir eine sehr schöne Zeremonie von Lamas, die rezitierten und dazu Musik machten. Beeindruckendes Erlebnis, muss ich schon sagen. 
Der Rückweg war sehr anstrengend, uns taten echt die Knie weh, was aber vermutlich daran liegt, dass wir sonst nie wandern… Nebenbei bemerkt ist Bhutan auch ein interessantes Trekkingziel. Für eine solche Tour braucht man dann aber mehr Zeit – und mehr Geld…