Neue Erleichterungen

Liebe Burma/Myanmar-Freunde,

wie ich las, verlangt Thailand ab 1. Juli nicht mehr den `Thaipass` – Nachweis einer Impfung genügt. Auch Myanmar verlangt jetzt nicht mehr, dass vor der Einreise ein Test erfolgt. Allerdings muss man in Myanmar immer noch bei Einreise eine Krankenversicherung abschließen. Davon abgesehen also freie Bahn! Wir freuen uns auf euch/Sie!

Axel Bruns und sein Team 

Zur Lage in Burma …

Liebe Leser, hier ein weiterer Artikel zur Lage in Myanmar/Burma. Er beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Politik des National Unity Government (NUG) erfolgreich war. FRONTIER MYANMAR ist eine in Yangon erscheinende Zeitung, die dem Militärregime kritisch gegenübersteht. Vor einiger Zeit machte ihr US-amerikanischer Chefredakteur Danny Fenster Schlagzeilen, der im Mai 2021 verhaftet wurde, als er das Land verlassen wollte. In November 2021 wurde er zu elf Jahren Haft wegen seiner Tätigkeit für die inzwischen verbotene Zeitung Myanmar Now! verurteilt wurde.  Vier Tage später wurde er in sein Heimatland abgeschoben. Zum Artikel HIER:  https://www.frontiermyanmar.net/en/is-the-nug-ready-for-the-world-stage/

 

Mal eine andere Sichtweise …

Liebe Burma/Myanmar-Freunde! Ich fand gestern zwei interessante Artikel in dem Magazin The Economist Asia, die mal ein ganz anderes Bild von der Lage hierzulande zeigen:   file:///C:/Users/User/Desktop/Economist%20PDF.pdf UND https://www.economist.com/asia/2022/05/19/burmese-civilians-are-caught-between-the-junta-and-the-resistance. Offen gesagt hatte ich schon immer Probleme, den Meldungen der ‚demokratischen‘ Presse Glauben zu schenken, denen zufolge bei Kämpfen 40 Soldaten getötet worden seien, während sich ein Rebell verletzt hat …

Noch mehr gute Nachrichten!!

Liebe Burma-Freunde! Es gibt noch mehr gute Nachrichten aus Myanmar. Mit Beginn des nächsten Monats werden etliche Airlines der Region wieder ihre Flüge nach Yangon aufnehmen (siehe Bericht). Ich habe bei Thai Smile einen Flug nach Bangkok für den 3. Juni gebucht. Leider immer noch recht teuer, aber ich hoffe, das gibt sich in Kürze. Deswegen habe ich auch einen one-way-Flug gebucht, denn möglicherweise werden sogar Flüge nach Mandalay wieder aufgenommen, was mir sehr entgegenkommen würde, da ich in Pyin Oo Lwin (Maymyo) lebe. Also denn bis bald in Myanmar! 

Gute Nachrichten – Good news!

GUTE NACHRICHTEN - GOOD NEWS

Hallo Freunde! Das Warten hat ein Ende! Reisen nach Myanmar sind wieder möglich! Mehr HIER: https://evisa.moip.gov.mm/

 

Und noch etwas WICHTIGES: Wenn ihr weitere Infomationen über Myanmar sucht, empfehle ich meine Website: www.oldburmahand.com. Ich habe auch eine Facebook-Gruppe unter diesem Namen gegründet. Viel Spaß beim Schmökern!   

Meine neue Webseite

Hallo aus Burma,

ich habe vor einiger Zeit eine neue Website ins Netz gestellt: www.oldburmahand.com. Dort finden sich zahlreiche Informationen über Myanmar/Burma, die über das, was man in Reiseführern findet, weit hinausgehen. Aufgrund der Tatsache, dass ich mittlerweile 25 Jahre hier lebe und mit einer Burmesin verheiratet bin, habe ich Einblicke in das Leben hier gewonnen, die sonst kaum jemand hat. Viel Spaß beim Lesen!

Axel Bruns

Myanmar – Wandel in einer Mangelgesellschaft

DER Allzweckmotor, hier eine Knatterbüchse nahe Pindaya

Myanmar ist ein armes Land. Bis heute. Und Not macht bekanntlich erfinderisch. Seitdem ich vor mehr als vierzig Jahren das erste Mal hierher kam, bewunderte ich das Improvisationstalent seiner Menschen. Nehmen wir mal die laut knatternden Motoren aus chinesischer Produktion, die nicht nur am Inle-See unser Herz und unsere Ohren erfreuen. Bei ihnen handelt es sich nicht etwa um Bootsmotoren, sondern um Allzweckmotoren. Natürlich gibt es auch Boote mit modernen Motoren. Die Firma Indevi z. B. bietet Kähne an, auf denen sich die Gäste sogar unterhalten können! Allerdings sind die viermal so teuer wie die normalen Knatterboote. Und das kann oder will sich auch nicht jeder leisten. Doch die Verwendung dieser Motoren ist beileibe nicht auf Boote begrenzt. Sie bieten schier unbegrenzte Möglichkeiten. Sei es, dass man sie als Antrieb für Reismühlen und Pumpen verwendet oder für die zusammenschusterten Transporter (siehe Bild), die man allenthalben sieht. Die Variationen sind fast so unbegrenzt wie die Abgasmengen, die ihnen entströmen …

Mazda-600-Taxis in Yangon
Alte Busse unterwegs

Es gab aber auch schon immer richtige Autos im Lande. Neben klapprigen Straßenkreuzern sah man ein paar englische Austins und burmesische Ko-Produktionen mit der japanischen Firma Mazda. Aber ohne Wankel-Motor. Dafür stolze 360 oder sogar 600 ccm. Die mit vier Rädern (immer blau!) erinnerten an den DDR-Trabi, die mit dreien (auch  Mazda-Kooperation) an den 50er Borgward Goliath. Auffallend war das Fehlen von Zweirädern. Wie wir später hörten, waren die in Yangon verboten! Ein echter Knaller waren die Busse: Uralte grüne Bedfords und Chevrolets aus den 40er Jahren! Umgebaute Militär-LKWs aus Kanada mit Holzaufbauten! Die Destinationen konnte man nicht lesen, alles in Brezelschrift. Und die Leute saßen darin, als wenn es das Normalste von der Welt sei, in so einem antiken Teil herumzufahren. Bis dahin hätte ich so etwas eher als Jahrmarktsattraktion betrachtet.

Ein Tor aus Sandblechen vor einer Edelstahlwerkstatt in Pyin Oo Lwin
PVC-Rohr-Shop - hier werden Designerträume wahr
Kinder in einer Edeslstahlwerkstatt in Pyin Oo Lwin

Ich habe die Entwicklung der den letzten vierzig Jahren in Myanmar in drei Phasen aufgeteilt:

  1. Die Sandblechphase
  2. Die PVC-Rohr-Phase und
  3. Die Edelstahlphase

Diese Materialien wurden für mich zu Ikonen ihrer Stilepoche.

Ein Zaun aus Sandblechen, Anawrahta Street, Yangon

Ein Sandblech ist ein Hilfsmittel zur Bergung von festsitzenden Fahrzeugen und zum Bau von Landebahnen auf Feldflughäfen oder kurzen Straßenstücken, besonders auf Brücken. Sandbleche werden daher auch Luftlandebleche oder Bodenbelagsbleche genannt. Es handelt sich um grob gelochte, etwa 2 m x 60 cm große und 3 bis 5 mm dicke Platten aus Blech. Sie haben an den Längsseiten eine Verzahnung, mittels derer sie miteinander verbunden werden können. Auf eine ebene Fläche aus Sand, Erde oder Ähnlichem gelegt kann innerhalb kurzer Zeit ein großes Areal zur Nutzung durch Flugzeuge und schweres Gerät nutzbar gemacht werden. Ohne dass die Reifen einsinken oder gleich eine Schlammgrube entsteht.

So weit, so gut. Aber das erklärt nicht ihre allgegenwärtige Verbreitung in diesem Land. An jeder Ecke waren sie zu sehen und wurden für alle möglichen Zwecke verwendet. Am liebsten für Zäune, aber auch Gartenbänke, Türen und andere Gebrauchsgegenstände wurden daraus gemacht. Außerhalb Burmas sind sie eher relativ selten zu sehen und so fragte ich mich immer, wo um Himmels willen diese ganzen Sandbleche herkommen. Anfangs dachte ich, dass sie vielleicht Überbleibsel des Krieges seien, aber das erschien mir angesichts ihrer Menge und des guten Zustandes zunehmend unwahrscheinlich. Zudem handelt es sich um einen Gegenstand, der selten in der Hand von Privatleuten zu sehen ist. Ich verbinde sie eher mit dem Militär. Ich war bis heute nicht in der Lage herauszufinden, wo die Dinger alle herkommen.

Screen aus PVC-Rohr mit Cellophanfolie in Restaurant
Pergola aus PVC-Rohr in einem Hindu-Tempel in Maymyo (Detail)
Blumenständer aus PVC-Rohr

Das Sandblech wurde mit dem Aufkommen der Stilikone Nr. 2, das hellblaue PVC-Rohr, von seinem Spitzenplatz verdrängt. Die Rohre werden vermutlich aus China importiert. Ich kenne sie aus meiner Karriere im Sanitärgewerbe, z. B. für Abflussrohre. Die waren aber immer grau, denn so schön sind sie ja auch nicht, dass sie unbedingt auffallen müssten. Aber vielleicht ist man in China stolz darauf? Sie werden vor allem für Wasserleitungen (sowohl Zufluss als auch Abfluss) verwendet. Was hierzulande kein Problem ist, da der Wasserdruck in Myanmar niedrig ist und die meisten Leitungen nach dem Gefälleprinzip funktionieren. In Deutschland würden die Dinger aufgrund des Wasserdrucks an den Klebestellen auseinander fliegen. Für den Betrieb von Waschmaschinen usw. muss man hierzulande eine Pumpe einbauen.

Darüber hinaus können sie in vielfältiger Weise verwendet werden. Im Gefolge der Corona-Krise finden sie z. B. oft Verwendung als Abschirmung. Man geht mit seiner Frau, mit der man Tag und Nacht zusammenlebt, zu einem romantischen Dinner in ein Restaurant. Dort wird dann der ‚Screen‘ aus PVC-Rohr und Cellophanfolie in die Mitte des Tisches gestellt. Man kann sich allerdings nebeneinander setzen, dann braucht man keine Abtrennung!

Darüber hinaus bietet PVC-Rohr ungeahnte Möglichkeiten: als Tischgestell, als Wäschetrockner, als Bilderrahmen – um nur drei zu nennen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe sogar schon gesehen, dass die Dinger als Pfeiler für den Bau von Hütten eingesetzt werden. Vermutlich billiger als Bambus! Und haltbarer. Die für mich schönste Verwendung hat ein Hindu-Tempel in Pyin Oo Lwin gefunden. Die ganze Gartendekoration wurde aus diesem Material zusammengebastelt. Unglaublich und schön zugleich. Auch alte Autoreifen fanden dort Verwendung als Blumenkästen.

Moderne trifft Vergangenheit: Eine Edelstahlswerkstatt zeigt ihre Erzeugnisse vor einem Gartenzaun aus Sandblechen

Edelstahl aus China ist der neueste Hit! Das Zeug ist unschlagbar billig: Ein Rohr von 6 m Länge mit einem Durchmesser von einem Zoll kostet fünf Euro. Vermutlich haben die Chinesen ihre Kontingente in den überseeischen Exportmärkten erschöpft und dumpen das Zeug jetzt auf dem burmesischen Markt. Da die Arbeitskosten ebenfalls niedrig sind, kann man die tollsten Sachen daraus machen. Es glitzert auch viel schöner als die oben genannten PVC-Rohre – und stabiler sind sie dazu. So werden gern Geländer und Betten daraus gebaut, dazu Planengestelle für Pickups. Aber auch Predigtstühle für Mönche. Im Grunde genommen gibt es kaum etwas, was man nicht daraus bauen kann … Ich habe mir eine Poolheizung daraus bauen lassen: 40 Meter ½-Zoll-Rohr mit 20 Windungen kosteten mich 70 Euro. Und ich habe wahrscheinlich viel zu viel bezahlt …  

Nun fragt sich jeder: Wieso verwenden die kein Holz? Myanmar ist doch die Heimat der Teakbäume! Ganz einfach: Holz ist viel teurer als Edelstahl!

Der letzte Schrei: Predigtstuhl aus Edelstahl, gesehen in Pyin Oo Lwin
Waschtisch auf dem Bahnhof von Pyin Oo Lwin, kombiniert aus Edelstahl, Lochblech und PVC-Rohr
Signalsystem auf dem Bahnhof von Pyin Oo Lwin

Die burmesische Eisenbahn (Myanmar Meeyahta) zeigt sich in dieser Hinsicht ebenfalls sehr kreativ. Am Bahnhof von Pyin Oo Lwin (Maymyo) wurde eine komplette große Bühne (Bild) aus Eisenbahnschienen gebaut. Auf dem Bahnsteig dient ein kurzes Schienenstück als Signalgeber. Wenn der Zug kommt, haut einer mit einem Eisenklöppel dagegen – nicht zu überhören! Die Ladestation für ‚Handys‘ (ja, so etwas gibt es hier!) ist aus dem bewährten Edelstahlrohr gefertigt, ebenso wie das anlässlich der Corona-Epidemie aufgestellt Waschbecken. 

Festbühne aus Eisenbahnschienen und Sandblechen vor dem Bahnhof von Pyin Oo Lwin

Eine überraschende Entdeckung in Maymyo

Eine überraschende Entdeckung in Maymyo

Seitdem ich vor einem Jahr nach Maymyo (Pyin Oo Lwin) gezogen bin, hat mich die religiöse Vielfalt dieser Stadt fasziniert: Buddhisten, Hindus, Moslems, Christen aller Schattierungen haben hier ihre Gebetshäuser errichtet. Nicht zu vergessen die Animisten. Der berühmte Nat Ko Myo Shin ist schließlich hier daheim, der berühmte Herr der Neun Städte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwo anders in Myanmar eine derartige Vielfalt gibt.

Doch selbst hier gibt es immer wieder neue Überraschungen. Bei meinen Ausflügen in die Umgebung stieß ich auf den Gumba-Tempel. Bei google maps als buddhistischer Tempel ausgewiesen. Ich erwartete einen chinesischen Tempel oder ein burmesisches Kloster. Und was fand ich? Einen tibetischen Tempel! Also eine mahayana-buddhistische Kultstätte, in der die tibetische Version des Mahayana gepflegt wird. Tibeter in Myanmar? Nun, hierzulande gibt es ein buntes Völkergemisch, da überrascht einen so leicht nichts. Aber es sind keine Tibeter, die diesen Tempel betreiben. Es sind Angehörige des Volkes der Tamang. Sie stammen aus Nepal, wo sie heute ca. 6 % der Bevölkerung (ca. 1.5 Millionen) ausmachen. Zahlenmäßig sind sie eines der größten Bergvölker des Landes. Über ihre Geschichte ist wenig bekannt, aber sie zählen mit Sicherheit zu den Völkern, die am längsten in Nepal leben. Sie wanderten vermutlich vor mehr als dreitausend Jahren vom tibetischen Plateau hinab in das Gebiet, das heute Nepal genannt wird. Die Tamang verfügen über eine eigene Kultur, Tradition und Sprache (tibeto-burmanische Sprachfamilie) sowie ein Alphabet, das vom tibetischen Alphabet abgeleitet ist. 90 % der Tamang hängen dem tibetischen Buddhismus an. Ihr Kalender ist stark an den chinesischen mit seinem Zwölfjahreszyklus angelehnt. Wie auch andere Bergvölker des Landes spielen sie in Nepal eine untergeordnete Rolle. Die meisten betreiben Landwirtschaft in den Bergen und viele sind als Träger für Trekking-Expeditionen tätig. So mancher Träger, der von den Touristen als Sherpa betrachtet wird, ist in Wirklichkeit ein Tamang. Etliche sind Soldaten und in dieser Rolle kamen sie vermutlich auch nach Burma. Merke: Nicht jeder Gurkha gehört dem gleichnamigen Volk an und ist ein Hindu. Er kann auch einem anderen nepalesischen Volk angehören! Wie z. B. den Tamang. In Myanmar gibt es ca. 350 Tamang-Haushalte, fast die Hälfte davon lebt in Maymyo (Pyin Oo Lwin). Merkwürdigerweise nennen die Tamang ihren Tempel manchmal selbst Gurkha-Tempel, obwohl die Gurkhas definitiv Hindus sind.

Der Tempel mit angeschlossenem Kloster liegt im Norden von Pyin Oo Lwin. Er ist der größte dieses Volkes (andere z. B. in Myitkyina und Yangon). Er wurde von einem Tamang-Guru namens Sri Nathung gegründet, der 1933 nach British Burma kam. Bereits zwei Jahre später stand das Kloster und heute ist es zu einer imposanten Anlage gediehen. Der noch erhaltene alte hölzerne Bau wurde durch einen Ziegelbau ersetzt und der kleine Tempel ausgebaut. Wie mir der Abt des Klosters, Herr Yang Lama, erzählte, besteht der Plan, den Tempel mit 108 Gebetsmühlen zu umgeben. Derzeit leben in dem Kloster fünf Mönche und ein Novize. Zu den großen Festen reisen die Gläubigen aus dem ganzen Lande an. Rechts vom Tempel sind etliche Chörten (tibetische Stupas zu sehen).

Blick in den Tempelhof
Kapelle für Guru Shri Nathung, den Begründer des Tempels (mit Planetenandachtsstätte)
Bhavachakra
Tamang-Horoskop
Tempeleingang
Altar mit tibetischen Gottheiten

Happy Thingyan!

Das ausgefallene Wasserfest 2020 wird allen Leuten hier in Myanmar definitive für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Vor allem die Älteren empfanden den Ausfall womöglich als Segen: Keine laute Musik, keine Horden von Betrunkenen. Stattdessen meditative Stille. Für viele junge Leute war es sicher eine große Enttäuschung. Auch für jene, die mit dem Aufbau und der Vermietung von Tribünen viel Geld verdienen. Und auch LKW-Besitzer sowie Musiker und Tänzer mussten leiden. Wie auch immer, ich wünsche euch allen ein frohes Neues Jahr 1382 Burmese Era. Diese Zeitrechnung (thekari’) wurde früher in weiten Teilen Südostasien benutzt. Heutzutage sieht es so aus, dass sie nur noch Myanmar von Bedeutung ist. Sie wird zur Datierung traditioneller Feierlichkeiten benutzt. Manch ein Leser mag sich schon Gedanken darüber gemacht haben, warum die Daten burmesischer Festivals sich dauernd ändern. In einem Jahr fällt Thadingyut in den Oktober, im nächsten dann in den September. Das Neujahrsfest hingegen ist immer am 17. April. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Burmesen einen Lunisolarkalender benutzen. Die Monate folgen dem Mondkalender, die Jahre hingegen dem Sonnenkalender. Daher wird regelmäßig ein Schaltmonat (2nd Waso) eingefügt.

Was passiert denn nun eigentlich genau an Thingyan? Das burmesische Wort ist eine Verfälschung des Sanskritwortes Sankranti, das Übergang bedeutet. Um diesen Tag herum wandert die Sonne ins Sternbild Widder. Wie allgemein bekannt, beginnt das Wasserfest am 13. April. Es ist noch nicht sehr lange her, dass die Thingyan holidays zehn Tage dauerten. Vor einiger Zeit wurden sie verkürzt, um zu verhindern, dass das ganze Land für so eine lange Zeit still steht. Jedoch: Keine Sorge! Die ‘verlorenen’ Tage werden nachgeholt, indem andere Feiertage verlängert werden, z. B. Thadingyut.

Am 17. April kommt der Götterkönig Thagyarmin (Sakka), der Herrscher von Tavatimsa, mit seinem wunderschönen Prachtwagen aus seinem himmlischen Domizil auf die Erde hinunter. Der Wagen wird von Matali gelenkt. Dieser trägt zwei Bücher mit sich. Eines mit goldenem Einband, das andere mit einem Einband aus Hundeleder. In einem sind die guten Taten der Gläubigen notiert, in anderen die schlechten. Vielleicht könnt ihr mal raten, welche Taten in welchem Buch festgehalten werden … Dann belohnt Thagyarmin jene, die mit guten Taten Verdienste erworben haben und bestraft jene, die das Gegenteil getan haben. Oben stehendes Foto zeigt den Eingang eines verfallenden kleinen Tempels in Indein (Inle Lake). Links sieht man Matali, der in sein Buch schreibt. Rechts ist Thagyarmin zu sehen, der aus einem Kännchen den Nektar der Unsterblichkeit (amrita, ambrosia) ausgießt. Diese Figur ist auch auf den Shwedagon oft zu sehen, z. B. an den Planetenandachtsstätten. Er ist derjenige, der hinter der Buddhastatue steht und eine Sakralmuschel (conch) in den Händen hält. Aus dieser gießt er den Nektar der Unsterblichkeit über die Buddhastatue.

Wie zu erwarten, gibt es mehrere Legenden über das Wasserfest. Eine davon erzählt die Geschichte des Roten Brahma (Athi). Der ging eine Wette mit Thagyarmin ein, in der er behauptete, dass die Woche acht Tage hat. Der Verlierer sollte seinen Kopf einbüßen. Nach burmesischem Verständnis hatte er sicher Recht, aber das half ihm nicht viel. Widerstrebend schlug ihm also Thagayarmin den Kopf ab. Um ihn jedoch am Leben zu halten, sandte er einen weisen Mann aus, den er beauftragte, ihm den Kopf des ersten Lebewesens zu bringen, dem er begegnete. Dies war ein goldener Elefant. Seitdem ist er unter dem Namen Maha Peinne (große Wonne) bekannt. Er ist den Menschen zugetan, weil einer von ihnen ihm das Leben gerettet hat. Mahapeinne ist mit der Hindu-Gottheit Ganesh identisch. Die Burmesen verehren ihn als nat (siehe nebenstehendes Foto im Geisterschrein von Mt. Popa). Wie auch immer, der wieder gewonnene Kopf löste ein anderes, viel schwerwiegenderes Problem nicht. Athi’s abgeschlagener Kopf war so heiß, dass er die ganze Erde verbrannt hätte, wenn er sie berührte. Daher übergab Thagyarmin den Kopf an sieben Göttinen (nat thami), die ihn abwechselnd für je ein Jahr aufbewahren sollten. Zu Thingyan wurde der Kopf an die Nächste übergeben. Und um den Kopf abzukühlen, wurde er ausgiebig mit Wasser begossen. Generell kann man wohl davon ausgehen, dass durch die Wassergüsse die Sünden des vergangenen Jahres abgewaschen werden sollten. Zudem stellt es eine Bitte um Regen dar. Oftmals fällt der erste Regen zur Zeit des Wasserfestes.

Einer anderen Legende zufolge versprach Thagyarmin’s dem Buddha Gautama, sich um die Menschen zu kümmern. Vor allem in der zweiten Hälfte der 5.000 Jahre, die seine Lehre überdauern sollte. Denn ursprünglich waren es nur 2.500 Jahre, die Verlängerung wurde auf Thagyarmin’s Bitte hin gewährt. Daher kommt er jedes Jahr zum Wasserfest zur Erde hinab, um zu sehen, ob alles seine Richtigkeit hat. Üblicherweise tut er das nur, wenn sich sein Thron aufheizt. Das bedeutet, dass irgendwo in der Menschenwelt etwas nicht in Ordnung ist. Wenn man sich die Welt heute anschaut, fragt man sich, ob er überhaupt noch Zeit hat, auf seinem Thron zu sitzen. Gemäß der buddhistischen Lehre sind die Menschen Nachkommen von Wesen, die ursprünglich in den oberen Regionen (bhumi) des Mt. Meru lebten. Nach der Zerstörung der niederen Welten kamen sie auf die Erde hinab. Sie waren ätherische Wesen, die frei von den drei unheilbaren Wurzeln (akasamulas), d. h. Gier, Zorn und Ignoranz (lobha, dosa, moha). waren. Alle ihre Bedürfnisse wurden durch den Wunschbaum (burm.: padetha pin, Sanskrit: kalpavriksha) gedeckt, der auf dem Nördlichen Kontinent (Uttarakuru) stand (siehe Foto aus dem Pawon Tempel, Java, 8. Jhdt. A.D.) Wir können davon ausgehen, dass kein Wunsch unerfüllt blieb, den das Teil hatte einen Durchmesser von 15 yuzanas (ca. 300 km). Allerdings hatte die Sache einen Haken: Niemand durfte mehr als das vom Wunschbaum pflücken, als er benötigte. Das scheint auch eine Weile geklappt zu haben. Doch dann wurden die Menschen von der Gier (lobha) überwältigt und begannen, die ‚Früchte‘ des Baumes zu horten. Wie zu erwarten, entwickelten sich daraus Konflikte, die zu Streitigkeiten führten und schließlich brachen Kämpfe (dosa) aus. Der Baum verkümmerte. Dann aßen die ätherischen Wesen von der ‚süßen Erde‘ und mutierten zu körperlichen Wesen. Dadurch verloren sie ihre Leuchtkraft und bekamen Angst vor der Dunkelheit. Daraufhin bat Thagayarmin den Sonnengott, den Mondgott und die Götter der Sterne sich den Menschen zu zeigen. Seitdem erleuchten sie Tag und Nacht. (man beachte die Ähnlichkeit mit der Vertreibung aus dem Paradies).

Doch keine Sorge, die Wunschbäume sind nicht für immer verloren! Einmal im Jahr feiern sie ein Comeback, und zwar zum Kathein-Fest (im Monat Tazaungmon/Oktober-November). Dann werden überall im Lande pyramidenförmige hölzerne Gestelle aufgebaut (Weihnachtsbäumen nicht unähnlich), die padetha pin genannt werden. Die Gläubigen dekorieren sie mit Geschenken für das Kloster. Ursprünglich wurden nur Mönchsroben geschenkt, aber heute finden sich alle möglichen Gebrauchsgegenstände an diesen Gesellen. Dadurch erhalten auch arme Leute die Chance, etwas für ihr Karma zu tun, indem sie ein kleines Geschenk dranhängen. Auch Geld wird gespendet, oft in originellen Formen (siehe Foto). Dies widerspricht im Grunde genommen den Ordensregeln, denen zufolge ein Mönch kein Geld berühren darf. Wenn der ‘Baum’ voll ist, wird er mit großem Brimborium zum Kloster gebracht. Andere Aktivitäten an diesem Tag umfassen Wettbewerbe im Weben von Mönchsroben. Frauen und Mädchen aus verschiedenen Dörfern/Stadtteilen weben um die Wette. Wer zuerst fertig ist, hat gewonnen und erwirbt viel Verdienst.

Die Geschichte vom Platintopf

Bevor ich nach Pyin Oo Lwin zog, habe ich mir manchmal das Büffet-Dinner im Sule Shangri La (früher Traders Hotel) gegönnt. Dann setzte ich mich immer ans Fenster, so dass ich das frühere Dagon Hotel (früher Orient Hotel genannt) im Blick hatte. Es lag rechts neben dem Backsteingebäude, das bis heute die Myanmar Bible Society beherbergt. Und warum? Pure Nostalgie! Denn dort habe ich bis in die 90er Jahre oft gewohnt, wenn ich in Yangon war. Das Hotel war im zweiten und dritten Stock des Gebäudes untergebracht. Es war eines von sieben in der Stadt, die Ausländer aufnehmen durften. Die Zimmer waren bessere Verschläge, spärlich möbliert mit einem Etagenbett, einem Tischchen und einem Stuhl. Allerdings konnte man für fünf Dollar wohl nicht mehr erwarten. Es gab auch einen Deluxe Room, für mich lange unerschwinglich. Die Bäder (eines pro Etage) waren auf dem Flur, ebenso wie die Toiletten. Das war damals übrigens auch bei den meisten Zimmern im Strand Hotel der Fall. Dort, wo heute das Sule Shangri La steht, standen lauter schöne alte Häuser. Es gab ein Kino und die ‚People’s Patisserie‘. Dort bekam man mit etwas Glück die ‚Working People’s Daily‘.

Dann musste ich immer wieder an eine Geschichte denken, die sich an einem schönen Dezembertag im Jahre 1980 ereignete. Ich hatte meinen Mittagsschlaf beendet, geduscht und war unbeschadet die steile Stiege hinab gelangt. Vorbei an den im ersten Stock versammelten Alkoholikern der burmesischen Metropole. Unten in der Bäckerei hatte ich mir einen Fancy Cake sowie eine Tasse Tee zu Gemüte geführt. Nun begab ich mich Richtung Sule Pagode, um im Brillenladen meines tamilischen Schwarzhändler-Freundes Victor unweit des Diplomatic Store Geld zu tauschen. Als ich gerade die Anawrahta-Straße überquert hatte, sprach mich ein etwa 30-jähriger, sehr gepflegt wirkender Burmese in ausgezeichnetem Englisch an. Er trug einen grünen Longyi, ein blütenweißes Hemd und die landesüblichen Schlappen, über seiner Schulter hing der unvermeidliche Shan Shoulder Bag. Nach einer recht blumigen und umständlichen Einleitung, während derer er sich des Öfteren nervös umschaute, kam der Mann schließlich zur Sache: Er entstamme einer reichen Familie, die aber aufgrund der Misswirtschaft der sozialistischen Regierung völlig verarmt sei. Alles habe man ihnen weggenommen, sogar das Fahrrad. Nur durch einen genialen Trick gelang es, den größten Familienschatz zu retten: einen Barren Platin! Den habe man eingeschmolzen und in einen ordinären Kochtopf verwandelt – aber einen, der es in sich hatte! Zur Tarnung habe man ihn noch geschwärzt und der Gegenstand, den der Mann dann geheimtuerisch aus seinem Beutel zog, sah wirklich aus wie ein ganz ordinärer Kochtopf – nur etwas schwerer als üblich war er. Und genau diesen Kochtopf bot der Mann nun ausgerechnet mir an, dem zotteligen Hippietypen mit Rauschebart und Ringelhemd: Er sollte nur fünftausend Dollar kosten, war aber angeblich zwanzigtausend wert. Ein echtes Schnäppchen! Und was dachte ich engstirniger Traveller, der zum sechsten Mal in seinem Leben in Rangun war? „Ein Kochtopf aus Platin – das ist wirklich der größte Quatsch, den ich je gehört habe!“. Und so entging mir womöglich das Geschäft meines Lebens! Ich lachte den Mann aus und ging meiner Wege.

Dabei hätte ich es besser wissen sollen: Hatte nicht der Bodhisatta*, der spätere Gotama Buddha, höchstpersönlich einen ganz ähnlichen Topf (der allerdings aus Gold) gegen wertloses Gerümpel und ein paar Kupfermünzen eingetauscht? So berichtet es jedenfalls die Serivanijan-Jataka, die im Ananda-Kloster in Bagan zu bewundern ist. Zwar hatte ich das Kloster schon besucht aber natürlich nichts von den Wandmalereien kapiert – das kam erst später. Hier kommt die Story: Einst wurde der Bodhisatta als dealer in pots and pans in in der Stadt Serivan inkarniert. Zusammen mit einem Kollegen klapperte er die Dörfer der Umgebung ab und verkaufte dort seine Waren. Wenn die beiden in einem der typischen Straßendörfer ankamen, trennten sich ihre Wege: Einer arbeitete die rechts der Straße gelegenen Häuser ab, der andere die gegenüber liegende Seite. Dann trafen Sie sich an der Straße wieder und nun beackerten beide nochmals die vorher von dem Kollegen abgelaufene Seite. So kam es, dass der Kollege des Bodhisatta auf seiner Tour an einem ärmlichen Haus vorbei kam, in dem eine alte Frau mit ihrer Tochter wohnte. Beide waren früher einmal reich gewesen, aber sie hatten durch unglückliche Umstände alles verloren und lebten in Armut. Nur ein alter verbeulter rußgeschwärzter Kochtopf war ihnen aus dem früheren Leben geblieben – und der war mittlerweile schon recht löchrig geworden, sodass darin keine Speisen mehr zubereitet werden konnten. Als der Topfhändler vorüber kam, bat ihn die alte Frau herein und zeigte ihm den Topf mit der Bitte, ihn gegen einen neuen einzutauschen. „Einen alten gegen einen neuen Topf? Warum sollte ich das tun?“ fragte er. Die alte Frau begann zu weinen und so ließ er sich dazu herab, den Topf einmal genauer anzuschauen. Er kratzte am Boden und erbleichte – der Topf war aus purem Gold! Er ließ sich jedoch nichts anmerken und sagte zu der Frau: „Gut, ich tausche den Topf gegen einen neuen, kleineren, aber ihr müsst mir noch drei Kupferstücke dazu geben?“ – „Herr, wir haben überhaupt kein Geld! Seid doch barmherzig, nehmt den Topf und gebt uns einen neuen – wir haben schon drei Tage nichts Warmes mehr gegessen!“ „Es sind doch nur drei Kupferstücke, die könnt ihr euch doch bei euren Nachbarn leihen! Ich komme nach einer Weile wieder, besorgt Euch inzwischen das Geld!“ war die barsche Antwort des Händlers, der sich seines Weges begab – natürlich mit dem festen Vorsatz, später den goldenen Topf mitzunehmen. Weinend blieben die beiden Frauen zurück. Aber der betrügerische Händler hatte seine Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn nicht viel später kam der Bodhisatta am Haus der Frauen vorbei. Sie klagten ihm ihr Leid und aus Mitleid schaute er sich ebenfalls den Topf an, kratzte am Boden und kam zu demselben Ergebnis wie sein Kollege: Der Topf war aus purem Gold! „Gute Frau!“ sagte er „dieser Topf ist aus purem Gold und weit mehr wert als alle Waren und das Bargeld, das ich bei mir habe. Ich wäre ein Betrüger, wenn ich dem Tauschgeschäft zustimmen würde!“ „Bitte, bitte!“ bettelte die alte Frau und nach langem Hin und Her ließ sich der Bodhisatta umstimmen: Er übergab sämtliche Waren und sein gesamtes Bargeld (nur das Geld für die Fähre über den Fluss behielt er) den beiden Frauen, nahm den Topf und machte sich auf den Heimweg, ohne auf seinen Kollegen zu warten. Es dauerte nicht lange, bis der zum Haus der Frauen kam und fragte: „Na, habt ihr euch das Geld besorgen können?“ – „Du Betrüger!“ schimpfte die Alte, „Dein ehrlicher Kollege war gerade da und hat uns die Wahrheit gesagt! Verschwinde, bevor ich dich mit dem Besen aus dem Haus jage!“ Wutentbrannt warf der Betrüger seine Waren und sein gesamtes Geld auf den Boden und stampfte davon, um seinen Kollegen zur Rede zu stellen. Als er den Fluss erreichte, sah er den Bodhisatta in der Mitte des Flusses auf dem Boot! Er schrie wie besessen dessen Namen und forderte ihn auf zurückzukommen. Doch der ignorierte ihn. Das Herz des Betrügers ‚wurde heiß, Blut stürzte aus seinem Mund und sein Herz zerbrach wie der Lehm auf dem Boden eines ausgetrockneten Teiches …‘ Nur am Rande sei erwähnt, dass der Betrüger später als der Erzfeind des Erleuchteten, Devadatta, inkarniert wurde – und wieder scheiterte er an seiner Gier und fuhr zur Hölle. Ja, hätte ich diese Geschichte damals schon bekannt, wäre ich heute vermutlich ein reicher Mann. Aber ehrlich gesagt hatte ich damals auch keine fünftausend Dollar klein …

*Bodhisatta (Pali, Bodhisattva/Sanskrit) bedeutet ‚Erleuchtungswesen’ auf dem Pfad zu Buddhaschaft. Sie können in menschlicher oder Tiergestalt erscheinen. In der Regel haben sie den Beschluss gefasst, ein Buddha zu werden, und dieser wurde durch die Voraussage eines lebenden Buddha bestätigt.

**Jataka (Geburtsgeschichten) sind die kanonischen Geschichten der Existenzen des historischen Buddhas Gotama (Sanskrit: Gautama), bevor er als Letzterer inkarniert wurde. In diesen Geschichten wird er als Bodhisatta (siehe oben) bezeichnet. Nach der Überlieferung hat es 547 dokumentierte kanonische Existenzen gegeben. Sie sind von sehr unterschiedlicher Länge und Ausführlichkeit. Die erste ist die Apannaka –Jataka, die von zwei Kaufleuten erzählt, die durch die Wüste reisen. Der Erste geht zugrunde, der Zweite hingegen (der Bodhisatta) erreicht aufgrund seiner Weisheit sicher das Ziel. Die letzte Jataka ist die des Königs Vessantara, der alles aufgibt und so großes Verdienst erwirbt, dass er als Gotama reinkarniert wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Zahl alle Existenzen des Bodhisatta umfasst. Daneben gibt es ungezählte weitere. Die jedoch nicht erfasst sind. Die Burmesen nennen eine Zahl von 550. Unter den drei zusätzlichen jatakas ist die des Einsiedlers Sumedha, dessen Bild in vielen Tempeln zu sehen ist.